Fremdwährungskredite spielen in Österreich sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen eine große Rolle. Die risikobehaftete Finanzierung von Unternehmen und privaten Haushalten durch Fremdwährungskredite beläuft sich auf rund 50 Mrd. EUR.
Der Fremdwährungsanteil an der Gesamtkreditvergabe beträgt rund 17%, während im Rest der Welt Werte unter 5% die Regel sind. Besonders stark sind Fremdwährungskredite bei privaten Haushalten verbreitet, bei denen bereits ein Drittel aller ausständigen Forderungen auf eine ausländische Währung lautet.
Die Währungsstruktur dieser Kredite wird dabei vom Schweizer Franken (CHF) dominiert. Die Bedeutung des Japanischen Yen (JPY) ist mittlerweile stark zurückgegangen. Verbindlichkeiten in US-Dollar spielen eine untergeordnete Rolle.
Ihren Ausgangspunkt nahm die Entwicklung der Fremdwährungskredite in Vorarlberg, wo aufgrund der starken wirtschaftlichen Verflechtung mit der Schweiz und Liechtenstein ein Schweizer Franken-Kredit eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative zum Eurokredit darstellen kann. In Österreich ist diesbezüglich ein West-Ost Gefälle festzustellen, d. h. im Westen Österreichs, wie zum Beispiel in Vorarlberg, werden mehr Fremdwährungskredite in Anspruch genommen als im Osten Österreichs.
Grafik: Fremdwährungskredite in Österreich und weltweit
