Finanzmarktstabilität

Die Aufgabe der OeNB auf den Finanzmärkten


Die OeNB, als integraler Bestandteil des Eurosystems, ist für die Umsetzung der Geldpolitik des EZB Rates verantwortlich. Dazu setzt sie geldpolitische Instrumente (z. B. Offenmarktgeschäfte, Ständige Fazilitäten, Mindestreservepolitik) ein, mit denen sie die Zinskonditionen am Geldmarkt steuert – zum Beispiel durch Anheben oder Senken der Leitzinsen. Flankiert werden diese Maßnahmen durch die Kommunikationspolitik des Eurosystems.

 

Das Eurosystem verfolgt als vorrangiges Ziel: Die Stabilität des Preisniveaus. Dies wurde auch seit den Verträgen von Maastricht und ihrem Inkrafttreten europarechtlich festgelegt. Die Finanzmarktstabilität ist auch eine wesentliche Voraussetzung für die Gewährleistung der Preisstabilität.


Was ist der gesetzliche Auftrag der OeNB hinsichtlich der Wahrung der Finanzmarktstabilität?


Die Oesterreichische Nationalbank hat im öffentlichen Interesse das Vorliegen aller jener Umstände zu beobachten, die für die Sicherung der Finanzmarktstabilität in Österreich von Bedeutung sind (§ 44b Abs. 1 Nationalbankgesetz).

 

Die OeNB leistet Beiträge zur Schaffung jener Rahmenbedingungen, die einen stabilen Finanzmarkt in Österreich gewährleisten. Die OeNB als das Kompetenzzentrum für Finanzstatistik in Österreich verfügt über das von den Unternehmen gemeldete erforderliche Datenmaterial. Auf Basis dieser Daten beobachtet sie laufend Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Finanzmärkten und ist so bestrebt, rechtzeitig Systemrisiken zu erkennen und Maßnahmen zur Gegensteuerung zu ergreifen.