Finanzmarktstabilität

Internationale Verflechtung


Österreich ist in das internationale Umfeld eingebettet, es findet eine wechselseitige Beeinflussung zwischen Österreich, dem Euroraum, den CESEE-Staaten (Central, Eastern and South Eastern European countries, Staaten Zentral-, Ost- und Südosteuropas), und der ganzen Welt statt. Die Bedeutung für die Bankenwirtschaft Österreich reduziert sich mit der geographischen Entfernung, d. h. das dargestellte Quadrat in der vorhergehenden Grafik (siehe: „Faktoren, die das Verhalten der Finanz-Marktteilnehmer beeinflussen“) wird nach außen hin blasser. Punktuell kann jedoch der äußere Bereich auch durchaus relevant werden (z. B.: Krise des sub prime-Immobilienmarktes in den USA). Daher müssen auch entferntere Regionen von der OeNB regelmäßig analysiert bzw. überwacht werden (Monitoring bzw. Überwachung).

 

Grafik: Österreichs Einbettung in das internationale Umfeld


Österreichs Einbettung in das internationale Umfeld

Ist der Finanzplatz Österreich Teil der internationalen Finanzmärkte?


Der österreichische Finanzplatz ist Teil des Finanzmarktes der Europäischen Union. Die EU ist mit rund 500 Mio. Einwohnern der größte Wirtschaftsraum der westlichen Welt. Der Europäische Binnenmarkt benötigt aufgrund seiner engen wirtschaftlichen Verflechtung einen effizienten, europäischen Finanzmarkt sowie kooperierende Nationalbanken und Aufsichtsbehörden.  Darüber hinaus ist gerade eine kleine offene Volkswirtschaft wie Österreich abhängig von den internationalen Entwicklungen des Finanzmarktes.

 

Während sich österreichische Banken vor der Ostöffnung in Westeuropa und den USA engagierten, haben sie nach der Öffnung und bereits vor der EU-Erweiterung die Chance ergriffen, sich in den dynamisch wachsenden Zukunftsmärkten der CESEE-Staaten (Central, Eastern and South Eastern European countries, Staaten Zentral-, Ost- und Südosteuropas) zu engagieren.