Andauernder allgemeiner Kursrückgang an der Börse (von frz. baisser = fallen, sinken). Wird auch als Bear Market bezeichnet. Gegenteil: Hausse (Bull Market).
Glossar
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Baisse
Bank of Japan
Bankaufsichtlicher Überprüfung...
Bankbilanz
Bankenaufsicht neu
Banknoten
Banknotenumlauf
Bankomat
Bankrisiken
Bankwesengesetz (BWG)
Bargeld
Barrel
Barwert (Gegenwartswert, Net P...
Basel I
Basel II
Basiseffekt
Basisindikatoransatz (BIA)
Basiszinssatz
Basler Ausschuss für Bankenauf...
Bauspareinlagen
Bausparkasse
Bausparvertrag (Bausparen)
BBA (British Bankers' Associat...
Benchmark
Beschäftigte (Erwerbstätige)
Beschäftigungsquote (Erwerbstä...
Best case Szenario
Beta-Faktoren
Betriebliche Vorsorgekasse (BV...
Betriebsergebnis
BIC (Bank Identifier Code)
Bilanz
Binnenmarkt
BIP (Bruttoinlandsprodukt)
BIP-Deflator
BIZ (Bank für Internationalen ...
Bond
Bonität
Börse
Börsekapitalisierung
Börsenkurs
Breakeven-Inflationsrate
Bretton Woods
BRIC-Staaten (BRIC)
Bruttoanlageinvestitionen
Bruttoemission (Nettoemission)
Bruttoerträge
Bruttosozialprodukt (BSP, Brut...
Buchgeld (Giralgeld)
Budgetsaldo
Bullionmünze
Bundesanleihe
Bundesschatzscheine
Bundes-Wertpapieraufsicht (BWA)
Baisse
Bank of Japan
1882 gegründete Zentralbank Japans mit einem neunköpfigen Leitungsgremium an der Spitze, das ein- bis zweimal pro Monat zu geldpolitischen Sitzungen zusammentritt und nach dem Mehrheitsprinzip entscheidet. Die Sitzungsprotokolle werden mit einem Monat Verzögerungveröffentlicht. Die Bank of Japan verfolgt ein Preisstabilitätsziel, wobei sie Preisstabilität als einen Anstieg des Verbraucherpreisindex (ohne frische Nahrungsmittel) im Bereich von 0% bis 2% definiert. Link:www.boj.or.jp/en/
Bankaufsichtlicher Überprüfungsprozeß (Supervisory Review Process, SRP)
Die zweite Säule von Basel II neben Mindestkapitalvorschriften (Säule 1) und Marktdisziplin (Säule 3). Der bankaufsichtliche Überprüfungsprozess (engl. Supervisory Review Process – SRP) stellt einen ergänzenden, stark qualitativen Aspekt der Beaufsichtigung mit möglichst intensivem Kontakt zwischen Aufsicht und Banken dar. Im Rahmen der Säule 2 entstehen sowohl Verpflichtungen für die Banken (internes Kapitaladäquanzverfahren – ICAAP) als auch für die Aufsicht (Durchführung eines Evaluierungsprozesses).
Bankbilanz
Die Bankbilanz gibt Aufschluss über die Geschäftsgebarung einer Bank. Auf der Aktivseite werden alle das Kreditgeschäft betreffende Posten, das Wertpapier-Portfolio, die liquiden Mittel (Barreserven und Geldanlagen bei anderen Kreditinstituten) und die langfristigen Vermögenswerte (Grundstücke und Beteiligungen) erfasst – wobei nicht zwischen Anlagevermögen und Umlaufvermögen unterschieden wird. Auf der Passivseite der Bankbilanz werden alle Posten, die das Einlagengeschäft betreffen, gebucht. Weiters finden sich hier das gezeichnete Kapital, Rücklagen sowie nachrangige Verbindlichkeiten.
Bankenaufsicht neu
Neuorganisation der Bankenaufsicht in Österreich im Zuge der mit 1. Jänner 2008 in Kraft getretenen Finanzmarktaufsichtsreform. Mit der Reform wurden die Bankenaufsichtsagenden der OeNB ausgebaut und die Rahmenbedingungen für den Finanzmarktstabilitätsauftrag der OeNB verbessert. Die FMA besteht weiterhin als integrierte Aufsichtsbehörde.
Banknoten
Papiergeld (in manchen Ländern auch aus Kunststoff), das bis zum jeweils aufgedruckten Wert allgemein gültiges Zahlungsmittel ist, für dessen Fälschungssicherheit innovative Sicherheitsmerkmale sorgen. Ausgeben dürfen Banknoten nur die jeweils von Gesetzes wegen befugten Banken – in Österreich ist dies die OeNB auf Basis entsprechender EZB-Ratsbeschlüsse.
Banknotenumlauf
Wert der laut Notenbankbilanz insgesamt zirkulierenden Banknoten. In der OeNB-Bilanz entsprach diese Position zu Schilling-Zeiten der tatsächlichen Differenz zwischen ausgegebenen und rückgelieferten Banknoten („logistischer Banknotenumlauf“). Seit der Einführung des Euro wird der OeNB ein fixer Anteil am Banknotenumlauf des Euroraums zugerechnet. Dieser Anteil entspricht prozentmäßig ihrem Kapitalanteil an der EZB, wird allerdings nur auf Basis von 92% des gesamten Banknotenumlaufs berechnet (weil 8% für die EZB abzuziehen sind). Differenzen zwischen diesem rechnerisch ermittelten OeNB-Anteil und ihrem logistischen Banknotenumlauf werden in der Bilanz über verzinsliche Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber dem Rest des Eurosystems ausgeglichen.
Bankomat
Ein frei zugänglicher Geldausgabeautomat, bei dem Zahlungskarteninhaber (auch außerhalb der Banköffnungszeiten) Bargeld beheben können. Alle diesbezüglichen Geräte in Österreich sind online mit Zentralrechnern verbunden und Tag und Nacht in Betrieb. Lediglich so genannte Foyerautomaten – meist im Eingangsbereich oder Selbstbedienungsbereich von Bankfilialen, Handelsbetrieben oder Einkaufszentren aufgestellte Geldausgabeautomaten – sind nur zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten zugänglich.
Bankrisiken
Risiken, mit denen das Betreiben von Bankgeschäften verbunden ist. Nach dem Verständnis von Basel II zählen dazu zum einen das Kreditrisiko, das Marktrisiko und das operationelle Risiko, für die Eigenmittel zu unterlegen sind, und zum anderen „sonstige Risiken“ wie strategische Risiken oder das Reputationsrisiko, für die kein Eigenmittelerfordernis besteht.
Bankwesengesetz (BWG)
Das Bundesgesetz über das Bankwesen (BWG) ist die gesetzliche Grundlage, auf der österreichische Kredit- und Finanzinstitute ihre Bankgeschäfte betreiben. Es enthält wichtige Begriffsbestimmungen, regelt Konzession, Niederlassung und aufsichtliche Agenden, beinhaltet die Ordnungsnormen des Bankgeschäfts, Verbraucherbestimmungen, das Bankgeheimnis, Regelungen zu Einlagensicherung etc.
Bargeld
Barrel
Alte Maßeinheit, in der Rohöl bis heute gehandelt wird. Ein Barrel (englisch für Fass) entspricht etwa 159 Litern.
Barwert (Gegenwartswert, Net Present Value, NPV)
Heutiger Wert einer künftigen Zahlung, der durch so genanntes Abzinsen ermittelt wird. Beispielsweise ist eine Zahlung von 105 €, die man in einem Jahr mit Sicherheit erhalten wird, heute noch nicht 105 € wert, sondern bei einer (risikolosen) Verzinsung von 5% erst 100 €, da man 100 € heute mit 5% Verzinsung anlegen könnte und damit in einem Jahr 105 € erhalten würde.
Basel I
Bezeichnet die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht 1988 verabschiedeten Eigenkapitalvorschriften für Banken (International Convergence of Capital Measurement and Capital Standards).
Basel II
Bezeichnet die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht im Jahr 2004 neu formulierten Eigenkapitalvorschriften für Banken, die von allen Kreditinstituten in der EU seit 1. Jänner 2008 verpflichtend anzuwenden sind. Die Basel-II-Bestimmungen ersetzen die bisherigen, aus dem Jahr 1988 stammenden Eigenkapitalvorschriften. Siehe auch: Basel I
Basiseffekt
Statistisches Phänomen, das bei der Einschätzung der Veränderung einer volkswirtschaftlichen Messgröße speziell im Vorjahrsvergleich zu berücksichtigen ist. Beispiel: Die Inflationsrate steigt im März abrupt an, weil sich aufgrund einer europaweiten Kältewelle frische Nahrungsmittel stark verteuert haben. Die Inflationsraten bleiben noch bis zum Sommer erhöht und normalisieren sich dann wieder. Ab März des Folgejahres kommt der Basiseffekt zum Tragen: Da ein Jahr zuvor die Nahrungsmittelpreise außergewöhnlich hoch waren setzt nun automatisch ein Inflationsrückgang ein, selbst wenn sich die Preise gegenüber dem Vormonat kaum verändern. Mit anderen Worten: Der Basiseffekt relativiert das Ausmaß der jährlichen Veränderungsrate.
Basisindikatoransatz (BIA)
Einfachster Ansatz zur Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das operationelle Risiko. Dabei wird ein bestimmter Prozentsatz (Alpha-Faktor) der Bruttoerträge als Mindesteigenmittelerfordernis festgesetzt.
Basiszinssatz
Der Basiszinssatz ist der gesetzlich definierte Nachfolgezinssatz für den bis Ende 1998 von der OeNB verlautbarten Diskontsatz, soweit dieser als Bezugsgröße in Bundesgesetzen, Verordnungen oder in Vereinbarungen Verwendung findet. Grundlage zur Feststellung von Veränderungen des Basiszinssatzes ist ab 1. August 2002 der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, wobei erst dessen kumulierte Veränderung um 0,5 Prozentpunkte eine Veränderung des Basiszinssatzes auslöst. Der Basiszinssatz verändert sich regelmäßig in jenem Ausmaß, in dem sich der von der EZB festgelegte Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte um insgesamt mindestens 0,5 Prozentpunkte erhöht oder vermindert hat. Änderungen des Basiszinssatzes werden von der OeNB im Amtsblatt zur Wiener Zeitung verlautbart.
Basler Ausschuss für Bankenaufsicht
Ein Forum, das 1974 von den Gouverneuren der Zentralbanken der zehn führenden Industrienationen gegründet wurde und nunmehr aus Vertretern der Zentralbanken bzw. Bankaufsichtsbehörden von Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Kanada, Korea, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, USA und Vereinigtem Königreich besteht. Sein Name leitet sich vom ständigen Sekretariat des Ausschusses in Basel ab, welches seinen Sitz bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel hat, wo der Ausschuss in der Regel alle drei Monate zusammentritt. Link: www.bis.org/bcbs/index.htm
Bauspareinlagen
Als Bauspareinlagen werden jene Einlagen bezeichnet, die im Rahmen eines Bausparvertrages geleistet werden.
Bausparkasse
Bausparkassen sind Kreditinstitute, die aufgrund einer Konzession nach dem Bankwesengesetz (BWG) berechtigt sind, Einlagen von Bausparern entgegenzunehmen und aus den angesammelten Beträgen den Bausparern Gelddarlehen für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen sowie für Bildungs- und Pflegemaßnahmen zu gewähren.
Bausparvertrag (Bausparen)
Zwischen einem Bausparer und einer Bausparkasse abgeschlossener Vertrag, durch den der Bausparer nach Leistung von Bauspareinlagen einen Rechtsanspruch auf Gewährung eines Bauspardarlehens durch die Bausparkasse erwirbt.
BBA (British Bankers’ Association)
Die BBA ist ein führender Interessensverband von 223 Banken aus mehr als 60 Ländern. Die BBA legt unter anderem den LIBOR (London Interbank Offered Rate) fest. Link: http://www.bba.org.uk/
Benchmark
Benchmark bezeichnet einen Referenz- bzw. Vergleichswert. Meistens werden Referenzportfolios bzw. Referenzindizes als Vergleichswerte zur Beurteilung eines Anlageerfolges herangezogen.
Beschäftigte (Erwerbstätige)
Die Zahl der Beschäftigten kann über Haushaltsbefragungen oder über die Register der Sozialversicherungsträger erfasst werden.
Die Definition für Beschäftigte laut Haushaltsbefragungen, wie sie für die Berechnung der Arbeitslosenquote gemäß Eurostat verwendet wird, umfasst die unselbständig Beschäftigten (in jeglichem Beschäftigungsausmaß) und die Selbständigen. Als beschäftigt gilt eine Person laut Eurostat, wenn sie innerhalb eines Referenzzeitraums (üblicherweise eine Woche) zumindest für eine Stunde einer bezahlten Beschäftigung nachgegangen ist.
Für die Berechnung der Registerarbeitslosenquote werden hingegen nur registrierte unselbständig Beschäftigte laut Sozialversicherungsträgern herangezogen.
Beschäftigungsquote (Erwerbstätigenquote)
Ist der Anteil der Beschäftigten laut Haushaltserhebung an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre). Diese Definition wird von STATISTIK AUSTRIA für Eurostat ermittelt. Beschäftigungsquoten können auch für Teile der Bevölkerung angegeben werden – so etwa für die Jugendlichen (15-24 Jahre), für Personen im Haupterwerbsalter (25-54 Jahre), so wie für die Älteren (55-64 Jahre).
Best case Szenario
Stellt für ein bestimmtes Anlageportfolio unter Berücksichtigung der einzelnen Anlageprodukte das beste Ertragsergebnis für einen bestimmten Anlagehorizont innerhalb einer definierten Beobachtungsperiode dar.
Beta-Faktoren
Vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht festgelegte Faktoren, die im Standardansatz zur Berechnung der Eigenmittel für das operationelle Risiko verwendet werden. Die Beta-Faktoren drücken aus, in welcher Höhe die Betriebserträge je Geschäftsfeld mit Eigenmitteln für das operationelle Risiko zu unterlegen sind. Insgesamt wurden 8 Geschäftsfelder und dementsprechend 8 Beta-Faktoren definiert.
Betriebliche Vorsorgekasse (BV-Kasse)
Neues Abfertigungsmodell für alle in Österreich tätigen Arbeitnehmer (geltend für Beschäftigungsverhältnisse ab dem 1. Jänner 2003). Grundprinzip ist die Auslagerung der Abfertigungsverpflichtung des Arbeitgebers auf rechtlich selbstständige BV-Kassen. Seit Anpassung der gesetzlichen Grundlage im Jahr 2008 (mit Einführung des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenrvorsorgegesetzes – BMSVG) stehen die BV-Kassen auch Selbständigen offen. Bei BV-Kassen handelt es sich um Kreditinstitute im Sinne des Bankwesengesetzes.
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis stellt den Saldo aus den Betriebserträgen und Betriebsaufwendungen dar. Die Betriebserträge beinhalten den Nettozinsertrag, die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen, den Saldo aus dem Provisionsgeschäft, den Saldo aus Finanzgeschäften und die sonstige betriebliche Erträge. Die Betriebsaufwendungen setzen sich aus den Verwaltungsaufwendungen (Personalaufwendungen und Sachaufwendungen) den Abschreibungen auf Sachanlagen sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammen.
BIC (Bank Identifier Code)
Auch als SWIFT-Adresse bezeichnet. International standardisierter Code zur eindeutigen Identifizierung von Kreditinstituten bzw. deren Filialen (internationale Bankleitzahl). Der BIC besteht aus 8- bis 11-stelligen Buchstaben- und Zahlenkombination, die das Kreditinstitut, das Land, den Standort und gegebenenfalls die Filiale angeben.
Bilanz
Stichtagsbezogene Gegenüberstellung des gesamten Unternehmensvermögens (Aktiva) mit der Summe aus Eigenkapital und Fremdkapital (Passiva).
Binnenmarkt
Abgegrenztes Wirtschaftsgebiet, innerhalb dessen der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital gewährleistet ist. Der 1993 geschaffene europäische Binnenmarkt gilt als Herzstück der EU. Link: http://ec.europa.eu/internal_market/index_de.htm
BIP (Bruttoinlandsprodukt)
Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. Alle gemäß dem so genannten Inlands- oder Territorialkonzept im Inland (von Inländern und Ausländern) in einer bestimmten Periode (meist im Kalenderjahr) erzeugten Güter und Dienstleistungen werden zu laufenden Preisen (Marktpreisen) oder konstanten Preisen (Preisen eines bestimmten Basisjahres) bewertet. Die jährliche Prozentveränderung (Prozent/Prozentpunkt) des (realen) BIP stellt den wichtigsten international vergleichbaren Indikator für das Wachstum einer Volkswirtschaft dar.
BIP-Deflator
Inflationsmaß, das als Quotient aus nominellem und realem (preisbereinigtem) BIP errechnet wird. Im Unterschied zu anderen Preisindizes wie dem VPI, beruht der BIP-Deflator nicht auf einem über mehrere Jahre festen Warenkorb, sondern bewertet alle in einem Jahr in der Volkswirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen. Neben dem BIP-Deflator sind auch noch der Konsumdeflator und der Exportdeflator geläufig.
BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, BIS, Bank for International Settlements)
Älteste internationale Finanzorganisation der Welt (1930 in Basel (Schweiz) gegründet), die als „Bank der Zentralbanken“ Finanzdienstleistungen speziell für Zentralbanken erbringt (die auch die einzigen Aktionäre der BIZ sind). Darüber hinaus bietet die BIZ ein Diskussionsforum für Geld- und Finanzmarktstabilitätsfragen mit regelmäßigen Tagungen der Präsidenten der BIZ-Mitgliedsbanken sowie im Rahmen von Ausschüssen wie dem Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) oder Gremien wie dem Forum für Finanzstabilität (FSF). Link: http://www.bis.org/
Bond
siehe Anleihe
Bonität
Die Kreditwürdigkeit eines Schuldners, das heißt seine Fähigkeit, einen aufgenommenen Kredit zurückzahlen zu können.
Börse
Organisierter Markt für den Handel mit Rohstoffen, Devisen, Wertpapieren etc., an dem auf Basis von Angebot und Nachfrage und zu den jeweiligen Marktbedingungen eine geregelte Preisbildung erfolgt.
Börsekapitalisierung
Drückt den Wert aller an einer Börse gehandelten Wertpapiere, also den Wert des Gesamtmarkts aus. Dabei werden die Marktkapitalisierungen der einzelnen Unternehmen addiert.
Börsenkurs
Der an einer Börse durch Angebot und Nachfrage entstehende Preis für eine gehandelte Ware.
Breakeven-Inflationsrate
Indikator, mit dem die – nicht direkt messbaren – Inflationserwartungen aus Finanzmarktdaten abgeleitet werden. Die Breakeven-Inflationsrate ist die Differenz der Rendite einer herkömmlichen Anleihe und der Rendite einer inflationsindexierten Anleihe mit ansonsten vergleichbaren Charakteristika (insbesondere gleicher (Rest-)Laufzeit). Dabei ist primär die Veränderung der Breakeven-Inflationsrate aussagekräftig, während das Niveau nicht direkt interpretierbar ist.
Bretton Woods
Im Juli 1944 fand in Bretton Woods, einem Ort im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire, eine internationale Währungs- und Finanzkonferenz der Vereinten und Assoziierten Nationen statt. Im Rahmen dieser Konferenz wurde die Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank (IBRD) beschlossen („Bretton-Woods-Institutionen“) und ein internationales Währungssystem auf der Basis der Gold-Dollar-Konvertibilität errichtet.
BRIC-Staaten (BRIC)
Bezeichnung für die vier größten Schwellenländer: Brasilien, Russland, Indien und China.
Bruttoanlageinvestitionen
Aggregat in der Verwendungsrechnung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Darunter fallen beispielsweise Maschinen und Bauinvestitionen. Die Bruttoanlageinvestitionen bilden zusammen mit den Vorratsveränderungen die Bruttoinvestitionen. "Brutto" bedeutet hier sowohl Neuinvestitionen als auch Ersatz verschlissener Investitionen.
Bruttoemission (Nettoemission)
Summe aller in einem bestimmten Zeitraum von einem Emittenten neu ausgegebenen Wertpapiere. Werden die in diesem Zeitraum vom Emittenten getätigten Kapitalrückzahlungen aus älteren Wertpapieremissionen von der Bruttoemission abgezogen, ergibt sich die Nettoemission.
Bruttoerträge
Bei einer Bank sind Bruttoerträge nach Basler Definition Zinserträge und zinsunabhänige Erträge (Einkünfte abzüglich Aufwendungen aus Gebühren und Provisionen; Nettoergebnis aus Finanzgeschäften; sonstige ordentliche Erträge). Nicht enthalten sind außerordentliche oder außerplanmäßige Posten. Einkünfte sind vor dem Abzug operationaler Verluste anzugeben.
Bruttosozialprodukt (BSP, Bruttonationalprodukt, BNP)
Wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft,jedoch erfolgt die Erhebung auf der Basis des so genannten Inländerkonzepts, wonach alle von Inländern (im Inland oder Ausland) produzierten Güter und Dienstleistungen erfasst werden.
Buchgeld (Giralgeld)
Jederzeit fällige (unbare) Guthaben, die durch Einlagen bei Kreditinstituten auf dafür bestimmte Konten entstehen. Buchgeld, auch Giralgeld genannt, ist jederzeit in Bargeld umwandelbar.
Budgetsaldo
Differenz zwischen Staatseinnahmen und -ausgaben. Sind Staatseinnahmen und -ausgaben gleich hoch, so spricht man von einem ausgeglichenen Staatshaushalt. Übersteigen die Ausgaben eines Staates die Einnahmen, liegt ein Budgetdefizit vor. Im umgekehrten Fall spricht man von einem Budgetüberschuss.
Bullionmünze
Münze aus Gold, Silber, Platin oder Palladium mit sehr hohem Edelmetallanteil („Feingehalt“ genannt), die nicht zum Nennwert sondern zum Edelmetallwert gehandelt wird. Die österreichische Bullionmünze ist der goldene „Wiener Philharmoniker“ mit einem Feingehalt von 999,9, was purem Gold entspricht. Seit dem Jahr 2008 gibt es auch „silberne Philharmoniker“ (Feingehalt 999) zu kaufen.
Bundesanleihe
Mit der Emission von Bundesanleihen nimmt der Staat zur Deckung seines Geldbedarfs Fremdkapital auf. Im Falle Österreichs finanziert der Bund damit wichtige Aufgaben, wie zum Beispiel den Infrastrukturausbau oder das Bildungs-, Pensions- und Gesundheitswesen. Bundesanleihen sind fix verzinst; die Auszahlung der Zinsen erfolgt dabei jeweils im Nachhinein, d. h. am Ende der jährlichen Zinsperiode.
Bundesschatzscheine
Bundesschatzscheine sind festverzinsliche, auf Inhaber lautende Schuldverschreibungen des Bundes mit Laufzeiten von drei Monaten bis zu fünf Jahren.
Bundes-Wertpapieraufsicht (BWA)
Die Bundes-Wertpapieraufsicht war im Zeitraum vom 1. Jänner 1997 bis 31. März 2002 für die Überwachung der Ordnungsmäßigkeit des Börsehandels in Österreich zuständig. Ihre Aufgaben nimmt seit 1. April 2002 die FMA wahr.
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