Papiergeld (in manchen Ländern auch aus Kunststoff), das bis zum jeweils aufgedruckten Wert allgemein gültiges Zahlungsmittel ist, für dessen Fälschungssicherheit innovative Sicherheitsmerkmale sorgen. Ausgeben dürfen Banknoten nur die jeweils von Gesetzes wegen befugten Banken – in Österreich ist dies die OeNB auf Basis entsprechender EZB-Ratsbeschlüsse.
Glossar
A–Z A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Banknoten
Bargeld
Bullionmünze
Cent
Durchsichtsregister (Durchsich...
Euro (EUR)
Falsifikat
Geld
Gold
GSA (Geldservice Austria GmbH)
Hologramm (Folienelement, Foli...
Banknoten
Bargeld
Bullionmünze
Münze aus Gold, Silber, Platin oder Palladium mit sehr hohem Edelmetallanteil („Feingehalt“ genannt), die nicht zum Nennwert sondern zum Edelmetallwert gehandelt wird. Die österreichische Bullionmünze ist der goldene „Wiener Philharmoniker“ mit einem Feingehalt von 999,9, was purem Gold entspricht. Seit dem Jahr 2008 gibt es auch „silberne Philharmoniker“ (Feingehalt 999) zu kaufen.
Cent
Bezeichnung für die kleinste Währungseinheit des Euroraums, der Vereinigten Staaten von Amerika und (in sprachlichen Abwandlungen) auch anderer Nationen. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen Wort "centum" = hundert ab. Ein Euro unterteilt sich in 100 Cent.
Durchsichtsregister (Durchsichtselement)
Sicherheitsmerkmal auf Banknoten. Motivfragmente auf der Vorder- und Rückseite ergänzen sich gegen das Licht betrachtet zu einem Gesamtmotiv (bei den €-Banknoten z. B. zur jeweiligen Wertzahl).
Euro (EUR)
Gemeinsame Währung des Euroraums. Der Euro wurde am 1. Jänner 1999 als Buchgeld und am 1. Jänner 2002 als Bargeld in 11 Staaten eingeführt. Inzwischen haben 17 EU-Staaten oder rund 330 Millionen Menschen den Euro als Währung. Viele andere Länder orientieren ihre Geldpolitik am Euro als Ankerwährung. Der Euro hat sich nach dem US-Dollar als zweitwichtigste internationale Währung etabliert.
Falsifikat
Bezeichnung für eine gefälschte Banknote oder Münze.
Geld
In erster Linie allgemein anerkanntes und gebräuchliches Zahlungs- und Tauschmittel; daneben hat es eine wichtige Funktion als Recheneinheit und Wertaufbewahrungsmittel. Die wichtigsten Geldformen sind: Metall-, Papier- und Buchgeld.
Gold
Goldmünzen und Goldbarren dienen als internationales Zahlungsmittel und werden – auch von vielen Zentralbanken der Welt, so auch von der OeNB – als Wertanlage („Währungsreserven“) gehalten.
GSA (Geldservice Austria GmbH)
Österreichisches Unternehmen, das mit der Geldbearbeitung, der Ver- und Entsorgung von Banknoten und Münzen und dem Valutenhandel befasst ist. Mehrheitseigentümerin der GSA ist mit derzeit 91 % die OeNB. 9 % halten vor allem österreichische Geschäftsbanken. Die vollständige Firmenbezeichnung der GSA lautet Geldservice Austria Logistik für Wertgestionierung und Transportkoordination G.m.b.H.
Hologramm (Folienelement, Folienstreifen, Spezialfolie)
Sicherheitsmerkmal auf Banknoten. Im rechten Teil der Vorderseite der €-Banknoten mit niedrigem Nennwert (5, 10 und 20 €) befindet sich ein silbriger Folienstreifen. Beim Kippen der Banknote erscheinen je nach Betrachtungswinkel das €-Symbol oder die jeweilige Wertzahl der Banknote vor einem regenbogenfarbenen Hintergrund. Im rechten Teil der Vorderseite der €-Banknoten mit hohem Nennwert (50, 100, 200 und 500 €) befindet sich ein Folienelement. Beim Kippen der Banknote erscheint je nach Betrachtungswinkel, das jeweilige Architekturmotiv (Fenster bzw. Tor) oder die Wertzahl der Banknote. Im Hintergrund bewegen sich aus sehr kleiner Schrift gebildete regenbogenfarbene konzentrische Kreise von der Mitte zum Rand des Folienelements hin.
Iriodinstreifen (Glanzstreifen)
Sicherheitsmerkmal auf Banknoten. Kippeffekt auf der Rückseite der 5-€- bis 20-€-Banknoten. Beim Kippen gegen eine Lichtquelle erkennt man einen glänzenden Streifen, der seine Farbe von hellgelb bis goldgelb verändert. Darauf setzen sich die Wertzahl und das €-Symbol mehrfach ab.
IR-Merkmale
Sammelbegriff für Sicherheitsmerkmale auf Banknoten, die nur unter infrarotem Licht sichtbar sind. Für €-Banknoten gilt: 1) Die Banknote muss hell erscheinen, und der Großteil der Druckbilder fast vollkommen verschwinden. 2) Auf der Vorderseite der Banknote muss ein streifenförmiger Ausschnitt der Wertzahl und des darunterliegenden Architekturelements (Fenster bzw. Tor) zu erkennen sein, wobei das Hologramm (Folienstreifen bzw. -element) dunkel sichtbar bleibt. 3) Auf der Rückseite aller €-Banknoten muss rechts oben die Seriennummer zu sehen sein; auf den Banknoten zu 50 € bis 500 € darüber hinaus auch die Wertzahl rechts unten.
Mikroschriften
Sicherheitsmerkmal auf Banknoten. An einigen Stellen der Banknote sind winzige Schriftzeichen erkennbar. Die auf € -Banknoten 0,2 mm große Mikroschrift erscheint bei der Betrachtung mit bloßem Auge als dünne Linie. Erst mit einer Lupe kann man Buchstaben erkennen.
Münze Österreich Aktiengesellschaft
Österreichisches Unternehmen, das mit der Prägung, Inverkehrsetzung und dem Verkauf von Produkten aus edlen und unedlen Metallen befasst ist. Eigentümerin ist zu 100% die Oesterreichische Nationalbank (OeNB), die die von der Münze Österreich geprägten Scheidemünzen auch in Umlauf bringt. Die vollständige Firmenbezeichnung lautet Münze Österreich Aktiengesellschaft, kurz MÖAG. Link: http://www.austrian-mint.com/
Münzen
Metallgeld mit genau festgelegtem Gewicht, Metallgehalt („Feingehalt“) und Nennwert. In Österreich gelten € – und Cent-Münzen seit 1. Jänner 2002 als gesetzliches Zahlungsmittel; sie werden von der Münze Österreich geprägt und von der OeNB in Umlauf gesetzt.
Münzregal
Das Münzregal bezeichnet das Recht, Münzen, deren Nennwert nicht dem Metallwert entspricht, zu prägen und als gesetzliches Zahlungsmittel auszugeben.
Nennwert (Nominalbetrag) eines Zahlungsmittels
Amtlich festgelegter Wert eines gesetzlichen Zahlungsmittels. Der Nennwert bildet zugleich die Recheneinheit.
Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH (OeBS)
Österreichisches Unternehmen, das für den Druck von Banknoten und die Entwicklung von Sicherheitsmerkmalen zuständig ist. Eigentümerin ist zu 100% die OeNB. Die vollständige Firmenbezeichnung lautet Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH. Link: http://www.oebs.at/
Optisch variables Farbelement (OVI, Farbwechsel)
Sicherheitsmerkmal auf Banknoten. Kippeffekt auf der Rückseite der 50-€- bis 500-€-Banknoten. Beim Kippen gegen eine Lichtquelle wechselt die Wertzahl im rechten unteren Eck von purpurrot auf olivgrün oder braun. Fachleute verwenden in diesem Zusammenhang auch die Abkürzung OVI für „optically variable ink“.
Philharmoniker
Der „Wiener Philharmoniker“ ist die österreichische Bullionmünzen und zugleich eine der beliebtesten Goldbullionmünzen der Welt. Sie hat einen Edelmetallgehalt („Feingehalt“) von 999,9 und ist damit aus purem Gold. Der Wiener Philharmoniker – dessen Wert sich nach dem Goldkurs richtet – ist zu folgenden
Nennwerten erhältlich: 100.000 € (1.000 Unzen), 100 € (1 Unze), 50 € (1/2 Unze), 25 € (1/4 Unze), 10 € (1/10 Unze). Seit dem Jahr 2008 gibt es auch „Silberne Philharmoniker“ (Feingehalt 999) mit einem Nennwert von 1,50 € (1 Unze) zu kaufen.
Prägestempel
Werkzeug zum Prägen der Vorder- und Rückseite einer Münze.
Präklusivtermin (Präklusion)
Der Präklusivtermin gibt an, wie lange nicht mehr gültige Banknoten an den Kassen der betreffenden Zentralbank noch gegen gesetzliche Zahlungsmittel umgetauscht werden können. Für alle Schilling-Banknoten, die vor dem 1. Jänner 1999 durch eine neue Serie ersetzt wurden, beträgt diese Frist 20 Jahre. Alle zum Zeitpunkt der € -Einführung gültigen Schilling-Banknoten können unbefristet bei der OeNB umgetauscht werden.
Ronde
Glattes, noch nicht geprägtes Münzplättchen.
Scheidemünzen
Bezeichnung für die Umlaufmünzen, die im täglichen Zahlungsverkehr zum aufgedruckten Nennwert – und nicht zum Metallwert wie die Bullionmünzen und Gedenkmünzen – den Besitzer wechseln. Der Ausdruck stammt vermutlich daher, dass Käufer und Verkäufer dank dieser Münzen ohne Restschuld voneinander "scheiden" können. Typisch für Scheidemünzen ist, dass ihr Materialwert stets unter dem Nennwert liegt, und dass der Verkäufer nur eine bestimmte Menge an Münzen akzeptieren muss.
Scheidemünzengesetz
Laut dem Scheidemünzengesetz 1988 liegt das österreichische Münzregal bei der Münze Österreich, einer 100%igen Tochtergesellschaft der OeNB. Alle € -Umlaufmünzen mit österreichischer Seite stammen somit von der Münze Österreich.
Sicherheitsfaden
Sicherheitsmerkmal auf Banknoten. Senkrecht durch die Banknote verläuft ein schmaler, in das Papier eingebetteter Faden, der gegen eine Lichtquelle betrachtet dunkel erscheint. Auf diesem Streifen ist bei echten €-Banknoten das Wort "EURO" sowie die Wertzahl der Banknote erkennbar.
Simultandruckverfahren
Besondere Form des Offsetdrucks, das im Banknotendruck zum Einsatz kommt: es werden beide Seiten der Banknote gleichzeitig bedruckt. Auf diese Weise kann z. B. das Durchsichtsregister passgenau gedruckt werden.
Tiefdruck (Intagliodruck)
In der Banknotenherstellung genutzte Drucktechnik, bei der die Bildelemente in die Druckplatte eingraviert und geätzt werden. Aufgrund des hohen Drucks, mit der die Farbe aus den Bildelementen herausgepresst wird, sind diese Stellen auf der Banknote als Relief fühlbar.
UV-Merkmale
Sammelbegriff für jene Sicherheitsmerkmale auf Banknoten, die nur unter ultraviolettem Licht sichtbar sind. Für €-Banknoten gilt: 1) Das Banknotenpapier als Ganzes leuchtet nicht. 2) Im Papier verstreut müssen rot, blau und gelbgrün fluoreszierende Fasern erkennbar sein. 3) Auf der Vorderseite müssen die Europaflagge (grün mit orangefarbenen Sternen) und die Unterschrift des EZB-Präsidenten (grün) leuchten, ebenso die großen Sterne und die kleinen Punkte in der Mitte der Banknote. 4) Auf der Rückseite müssen die Europakarte, die Brückenmotive und die Wertzahl gelb oder grün fluoreszieren.
Valuten
Wasserzeichen
Sicherheitsmerkmal auf Banknoten, das technisch durch Variierung der Papierdicke erzeugt und optisch gegen das Licht sichtbar wird. Auf den €-Banknoten setzt sich das Wasserzeichen aus drei Elementen zusammen: dem Architekturelement (Fenster bzw. Tor) der jeweiligen Banknote, der hellen Wertzahl im unbedruckten Bereich sowie mehreren vertikalen Balken daneben. Helle und dunkle Stellen des Bildes gehen jeweils sanft ineinander über.
Zweiganstalten der OeNB
Die Zweiganstalten unterstützen die OeNB in der regionalen Bargeldversorgung, Wirtschaftsbeobachtung und Unternehmensanalyse, sowie der Öffentlichkeitsarbeit mit Schwerpunkt Bargeldschulungen. Geografisch ist das Zweiganstaltennetz in vier Regionen unterteilt: 1) Region Nord (Oberösterreich und Salzburg mit der Zweiganstalt Linz), 2) Region Süd (Steiermark und Kärnten mit der Zweiganstalt Graz), 3) Region Ost (Wien, Niederösterreich und Burgenland mit dem Standort Hauptanstalt Wien) und 4) Region West (Tirol und Vorarlberg mit der Zweiganstalt Innsbruck).
- Weiterempfehlen
- This page in English