Wesentliche Bestandteile sind Immobilien, Gebäude, Fahrzeuge, Anlagen, Wertgegenstände aber auch Pflanzungen. Gegenteil: Finanzvermögen.
Glossar
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Sachvermögen
Saisonbereinigung (saisonale B...
Säulenmodell
Scheidemünzen
Scheidemünzengesetz
Schuldenquote laut Maastricht ...
SCT (SEPA Credit Transfer, SEP...
SDD (SEPA Direct Debit, SEPA L...
SEC (U.S. Securities and Excha...
Sekundärmarkt
Sekundärmarktrendite (SMR)
SEPA (Single Euro Payments Area)
Settlement (Zahlungsausgleich)
Sharpe Ratio
Sicherheitsfaden
Sichteinlagen
Simultandruckverfahren
Solvabilität
Solvenz
Sonderziehungsrecht (SZR, Spec...
Sonstige Investitionen
Sound Practices
Sovereign Wealth Fund (SWF)
Sparbuch
Spareinlagen
Sparkassen
Sparquote
Special Purpose Entity (SPE)
Special Purpose Vehicle (SPV, ...
Spezialfonds
Spitzenrefinanzierungsfazilität
SSP (Single Shared Platform)
Staat
Staatsanleihen
Stabilitäts- und Wachstumspakt...
Stabilitätsprogramme
Stagflation
Stagnation
Stammaktie
Ständige Fazilitäten
Statistik Austria
Statistische Differenz
STEP.AT
STEP.GSA
STEP2 (Straight Through Euro P...
Stresstest (Krisentest, Stress...
Strukturelles Defizit
Strukturierte Kredite
STUZZA (Studiengesellschaft fü...
Subprime-Kredite
Subsidiaritätsprinzip
Swap
S.W.I.F.T. (Society for Worldw...
Systemisches Risiko
Sachvermögen
Saisonbereinigung (saisonale Bereinigung)
Durch jahreszeitlich bedingte Schwankungen kann es zu Verzerrungen von statistischen Daten kommen. Um diese Verzerrungen zu minimieren, werden die saisonalen Einflüsse mit unterschiedlichen statistischen Methoden herausgerechnet.
Säulenmodell
Nach Basel II ruht die Stabilität des Finanzmarkts auf drei Säulen: Mindestkapitalanforderungen, Bankaufsichtlicher Überprüfungsprozess und Marktdisziplin (verstärkte Offenlegungspflichten der Institute).
Scheidemünzen
Bezeichnung für die Umlaufmünzen, die im täglichen Zahlungsverkehr zum aufgedruckten Nennwert – und nicht zum Metallwert wie die Bullionmünzen und Gedenkmünzen – den Besitzer wechseln. Der Ausdruck stammt vermutlich daher, dass Käufer und Verkäufer dank dieser Münzen ohne Restschuld voneinander "scheiden" können. Typisch für Scheidemünzen ist, dass ihr Materialwert stets unter dem Nennwert liegt, und dass der Verkäufer nur eine bestimmte Menge an Münzen akzeptieren muss.
Scheidemünzengesetz
Laut dem Scheidemünzengesetz 1988 liegt das österreichische Münzregal bei der Münze Österreich, einer 100%igen Tochtergesellschaft der OeNB. Alle € -Umlaufmünzen mit österreichischer Seite stammen somit von der Münze Österreich.
Schuldenquote laut Maastricht (Staatsverschuldung laut Maastricht)
Diese setzt den Schuldenstand des Sektors Staat in Beziehung zur Wirtschaftsleistung (= Bruttoinlandsprodukt) einer Volkswirtschaft. Der „Schuldenstand“ ist definiert als „Bruttogesamtschuldenstand zum Nominalwert am Jahresende nach Konsolidierung innerhalb und zwischen den einzelnen Bereichen des Staatssektors“. Zu den Schulden des Staates im Sinne von Maastricht gehören Darlehen von Finanzintermediären und auf den Finanzmärkten direkt aufgenommene Schuldtitel (titrierte Schuldkategorien). Ebenso sind derivative Finanztransaktionen bei der Berechnung der öffentlichen Verschuldung zu berücksichtigen. Nicht einzurechnen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurz- und langfristige Handelskredite), Anzahlungen auf begonnene oder bestellte Arbeiten sowie schwebende Posten (Erläge).
SCT (SEPA Credit Transfer, SEPA Überweisung)
In allen Euro-Ländern einheitliches Überweisungsverfahren, das das bisher ausschließlich im Inland angebotene Überweisungsverfahren sukzessive ablösen soll. Siehe auch: SEPA
SDD (SEPA Direct Debit, SEPA Lastschrift)
Zukünftiges in allen Euro-Ländern einheitliches Einzugsverfahren, das das bisher ausschließlich im Inland angebotene Einzugsverfahren sukzessive ablösen soll. Siehe auch: SEPA
SEC (U.S. Securities and Exchange Commission)
US-amerikanische Regulierungsbehörde für den Wertpapierhandel. Die SEC wurde als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise 1934 gegründet.
Sekundärmarkt
Jener Markt, auf dem im Umlauf befindliche Wertpapiere gehandelt werden.
Sekundärmarktrendite (SMR)
Gewichteter Durchschnitt der Renditen der an der Wiener Börse im Amtlichen Handel notierten Anleihe-Emissionen in Schilling oder Euro. Die Anleihen müssen eine fixe Verzinsung und eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen.
SEPA (Single Euro Payments Area)
Auch im deutschen Sprachraum gebräuchliche Abkürzung für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, in dem nicht mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen unterschieden wird.
Settlement (Zahlungsausgleich)
Erfüllung eines Finanzgeschäfts durch Geldüberweisung oder Wertpapierübertrag.
Sharpe Ratio
Kennzahl zur Darstellung der Überschussrendite des Portfolios pro Risikoeinheit, wobei das Risiko durch die Volatilität (die Standardabweichung) der Portfoliorenditen repräsentiert wird. Dabei wird ein höherer Ertrag pro Risikoeinheit präferiert; eine negative Ausprägung repräsentiert eine Unterschreitung des risikolosen Zinssatzes.
Sicherheitsfaden
Sicherheitsmerkmal auf Banknoten. Senkrecht durch die Banknote verläuft ein schmaler, in das Papier eingebetteter Faden, der gegen eine Lichtquelle betrachtet dunkel erscheint. Auf diesem Streifen ist bei echten €-Banknoten das Wort "EURO" sowie die Wertzahl der Banknote erkennbar.
Sichteinlagen
Sichteinlagen sind täglich fällige Einlagen, die von Nichtbanken oder anderen Banken bei Banken unterhalten werden.
Simultandruckverfahren
Besondere Form des Offsetdrucks, das im Banknotendruck zum Einsatz kommt: es werden beide Seiten der Banknote gleichzeitig bedruckt. Auf diese Weise kann z. B. das Durchsichtsregister passgenau gedruckt werden.
Solvabilität
Das Kreditinstitut hat über eine angemessene Eigenmittelausstattung im Vergleich zu den von ihr eingegangenen Risiken zu verfügen, vgl. Eigenmittelunterlegung.
Solvenz
Die Fähigkeit eines Schuldners, seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Gläubigern termingerecht nachzukommen (Zahlungsfähigkeit).
Sonderziehungsrecht (SZR, Special Drawing Right, SDR)
1969 vom IWF geschaffenes Buchgeld, das zu den internationalen Währungsreserven zählt und das der IWF darüber hinaus auch als Verrechnungswährung verwendet. Der Wechselkurs eines Sonderziehungsrechts ist durch einen Währungskorb wichtiger Weltwährungen definiert und wird werktäglich vom IWF errechnet. Seit 1. Januar 2011 enthält dieser Korb 0,660 USD, 0,423 EUR, 0,1110 GBP und 12,1 JPY.
Sonstige Investitionen
Im Rahmen der Zahlungsbilanz erfasste Finanzforderungen, die keinem der übrigen Veranlagungsinstrumente (Direktinvestitionen, Portfolioinvestitionen, Finanzderivate, Währungsreserven) zugeordnet werden können. Die sonstigen Investitionen umfassen im Wesentlichen das grenzüberschreitende Bankgeschäft mit Krediten und Einlagen.
Sound Practices
Leitfadenreihe des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht zu verschiedenen bankaufsichtlichen und risikobezogenen Aspekten (z. B. „Sound Practices for the Management and Supervision of Operational Risk“ – „Management operationeller Risiken – Praxisempfehlungen für Banken und Bankenaufsicht“).
Sovereign Wealth Fund (SWF)
Investment Fond in Staatsbesitz. SWFs werden häufig in Ländern mit großen Budgetüberschüssen gegründet, um für zukünftige Generationen vorzusorgen und/oder um Reserven für wirtschaftlich schlechte Zeiten zu bilden.Zu den größten SWFs zählen Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), Government Pension Fund of Norway (GPF), Government of Singapore Investment Corporation (GIC), Kuwait Investment Authority (KIA), China Investment Corporation (CIC).
Sparbuch
Eine die Spareinlagen aufzeichnende Urkunde, die dem Sparer auszuhändigen ist. Ohne Einlage dürfen Sparbücher nicht ausgegeben werden.
Spareinlagen
Geldeinlagen bei Kreditinstituten, die nicht dem Zahlungsverkehr, sondern der Anlage dienen und als solche nur gegen Ausfolgung besonderer Urkunden (beispielsweise des Sparbuches) entgegengenommen werden dürfen.
Sparkassen
Sparkassen sind Kreditinstitute, die sich auf die Sammlung von Spareinlagen und die Gewährung von Darlehen und Krediten spezialisiert haben. Grundsätzlich kann zwischen Vereinssparkassen, die von Privatpersonen gegründet wurden, und Gemeindesparkassen, die von Gemeinden gegründet wurden, unterschieden werden. Sparkassen werden zunehmend in der Rechtsform von Aktiengesellschaften geführt.
Sparquote
Sparen in Relation zum verfügbaren Einkommen. Vom verfügbaren Einkommen wird der Konsum abgezogen. Der Rest ist Sparen.
Special Purpose Entity (SPE)
Holdinggesellschaft ohne Marktproduktion und mit vernachlässigbarer Beschäftigung, die zur Gänze in ausländischem Besitz ist und deren Vermögen zum überwiegenden Teil aus Beteiligungen bzw. verbundenen Unternehmen im Ausland besteht. SPE-Daten werden im Rahmen der Direktinvestitionsstatistik gesondert erhoben und bei detaillierten Analysen der Direktinvestitionen („im engeren Sinne„) nicht berücksichtigt, um eine künstliche Aufblähung von aktiven und passiven Direktinvestitionen (Flüssen wie Ständen) zu vermeiden.
Special Purpose Vehicle (SPV, finanzielle Mantelgesellschaft, Zweckgesellschaft)
Unternehmen, die eigens gegründet wurden, um Leasinggeschäfte, die Verbriefung von Finanzinstrumenten oder Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durchzuführen.
Spezialfonds
Spezialfonds sind Fonds, die ausschließlich von institutionellen Investoren gezeichnet werden.
Spitzenrefinanzierungsfazilität
Die Kreditinstitute können die Spitzenrefinanzierung, eine der beiden ständigen Fazilitäten des Eurosystems, in Anspruch nehmen, um sich von den nationalen Zentralbanken Übernachtliquidität (Liquidität) zu einem vorgegebenen Zinssatz gegen refinanzierungsfähige Sicherheiten zu beschaffen. Diese Kreditlinie ist zur Deckung eines vorübergehenden Liquiditätsbedarfs der Kreditinstitute bestimmt. Der Zinssatz der Spitzenrefinanzierungsfazilität bildet im Allgemeinen die Obergrenze des Taggeldsatzes am Geldmarkt.
SSP (Single Shared Platform)
EDV-Lösung, mit der das RTGS-System des Eurosystems (TARGET2) von allen teilnehmenden Zentralbanken gemeinsam betrieben wird.
Staat
Zum Sektor „Staat“ gehören lt. ESVG 95 Bund, Länder und Gemeinden, sowie Sozialversicherungsträger und andere institutionelle Einheiten, die sich primär mittels Zwangsabgaben finanzieren wie rechtlich selbständige Fonds (z. B. Insolvenzausgleichsfonds, Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds, Krankenanstaltenfonds) und Bundes- und Landeskammern.
Staatsanleihen
Sind kurz-, mittel- oder langfristige Anleihen (Schuldverschreibungen), die von der öffentlichen Hand und anderen staatlichen Körperschaften ausgegeben werden. Je nach Bonitätsrating des Staates unterliegen sie einem geringem bis hohem Ausfallsrisiko.
Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP)
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) weisen eine gemeinsame Geldpolitik auf. Um das Preisstabilitätsziel in der WWU zu sichern, bedarf es einer stabilitätsorientierten Fiskalpolitik. Letztere liegt aber in der Verantwortung der einzelnen Mitgliedstaaten. Da sich die Auswahl der Teilnehmerländer lt. Vertrag von Maastricht an der Erfüllung der Konvergenzkriterien orientierte, war die fiskalische Stabilität zwar für den Beginn der dritten Stufe der WWU gegeben, nicht aber für den Zeitraum danach. Um eine dauerhafte solide Fiskalpolitik in den Mitgliedsländern zu sichern, wurde im Jahr 1997 der Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) beschlossen und 2005 reformiert. Der SWP besteht aus einer Entschließung und zwei Verordnungen; der Verordnung über den Ausbau der haushaltspolitischen Überwachung und der Überwachung und Koordinierung der Wirtschaftspolitiken (VO (EG) Nr.1466/97 bzw. 1055/2005) sowie der Vorordnung über die Beschleunigung und Klärung des Verfahrens bei einem übermäßigen Defizit (VO (EG) Nr.1467/1997 bzw. Nr.1056/2005). Der SWP stellt somit eine Ergänzung zum EU-Vertrag mit dem Ziel dar, die in nationaler Verantwortung der Mitgliedstaaten des Euroraums verbliebenen Finanz- und Haushaltspolitiken zu koordinieren und zu überwachen und auf diese Weise die Einhaltung einer soliden Budgetpolitik dauerhaft zu sichern. Gemäß SWP sind die Mitgliedstaaten der EU/WWU grundsätzlich verpflichtet, mittelfristig (= über den Konjunkturzyklus) nahezu ausgeglichene öffentliche Haushalte bzw. seit der Reform des SWP 2005 ihr länderspezifisches „mittelfristiges Defizitziel“, zu erreichen. In normalen konjunkturellen Lagen darf die Defizitobergrenze von 3% des BIP nicht überschritten werden. Nur eine leichte, vorübergehende Überschreitung dieser Obergrenze bei Vorliegen einer „außergewöhnlichen Situation“ (schwere Rezessionen oder Naturkatastrophen) wird nicht als „übermäßiges Defizit“ definiert. Andernfalls wird ein spezifischer Sanktionsmechanismus in Gang gesetzt („Verfahren bei Vorliegen eines übermäßigen Defizits“), dessen Ziel, die schnellst mögliche Korrektur des übermäßigen Defizits ist.
Stabilitätsprogramme
Hierbei handelt es sich um die jährlich aktualisierten mittelfristigen Budget- bzw. Haushaltspläne, die die Mitgliedstaaten der WWU der Europäischen Kommission bzw. dem Wirtschafts- und Finanzausschuss (WFA) vorzulegen haben. Deren Einschätzung stellt die Basis für die Beurteilung der einzelnen Updates durch den ECOFIN entsprechend dem präventiven Arm des SWP dar. Die jährlichen Updates zu den Stabilitätsprogrammen sind entsprechend eines gemeinsamen „Code of Conduct“ zu erstellen und enthalten im Wesentlichen Informationen über die Einschätzung der mittelfristigen makroökonomischen Entwicklungen, der mittelfristigen Budgetziele und der Entwicklung der langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen. EU-Mitgliedstaaten, die nicht der WWU angehören, müssen alljährlich ein Update der Konvergenzprogramme legen.
Stagflation
Aus Stagnation und Inflation gebildete Wortzusammensetzung, die eine wirtschaftliche Konstellation beschreibt, in der schwaches Wirtschaftswachstum (bei dem eigentlich ein sinkendes Preisniveau zu erwarten wäre) und Inflation gleichzeitig auftreten. Auslöser von Stagflation können angebotsseitige Schocks sein, die das Preisniveau beeinflussen (deshalb auch Preisschocks genannt). Derartige Angebotsschocks können z. B. durch stark steigende Energiepreise, Missernten oder rigide Lohnpolitik hervorgerufen werden. Stagflation wurde erstmals während der ersten Ölkrise Ende der 1960er-Jahre in Großbritannien und den USA beobachtet, als die OPEC die Ölförderung drosselte.
Stagnation
Konjunkturelle Phase, in der die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auf dem Vorquartals- oder Vorjahresniveau stagniert, oder nur sehr geringe prozentuelle Veränderungen des BIP festzustellen sind.
Stammaktie
Nach dem österreichischen Aktienrecht können Aktien verschiedene Rechte verbriefen, insbesondere im Hinblick auf Gewinnansprüche und die Aufteilung des Gesellschaftsvermögens im Konkursfall. Daher wird zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien unterschieden. Stammaktien sind die gebräuchlichste Form einer Aktie. Im Unterschied zur stimmrechtslosen Vorzugsaktie wird dem Aktionär mit der Stammaktie das Stimmrecht in der Hauptversammlung garantiert.
Ständige Fazilitäten
Geldpolitische Instrumente, die den Banken die kontinuierliche Möglichkeit einräumen, auf ihre Initiative Liquidität zu erhalten (Spitzenrefinanzierungsfazilität) oder anzulegen (Einlagefazilität). Da die Banken jederzeit und unlimitiert (mit Ausnahme der Bedingung, dass ausreichende Sicherheiten zur Verfügung stehen müssen) Zugang zu den ständigen Fazilitäten haben, werden so exzessive Marktzinssatzschwankungen verhindert. Im Euroraum kann der Taggeldsatz nicht über den Refinanzierungssatz ansteigen (meistens Leitzins +100 Basispunkte), gleichzeitig limitiert die Verzinsung der Einlagefazilität (Leitzins -100 Basispunkte) ein Absinken nach unten. Entsprechend ihrer Rolle in der Liquiditätszufuhr ist die Laufzeit von Operationen bei den ständigen Fazilitäten mit einem Tag beschränkt. Die ständigen Fazilitäten werden dezentral von den nationalen Zentralbanken verwaltet.
Statistik Austria
Erstellt Statistiken aller Art, einschließlich der damit zusammenhängenden Analysen, Prognosen und statistischen Modelle, über die wirtschaftlichen, demografischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Gegebenheiten in Österreich. Die OeNB arbeitet eng mit STATISTIK AUSTRIA – auf Basis eines Kooperationsvertrages – in verschiedenen Statistikfeldern zusammen.
Statistische Differenz
Die Darstellung aller grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Transaktionen erfolgt in der Zahlungsbilanz gemäß den Grundsätzen der doppelten Verbuchung. Bei vollständiger und richtiger Erfassung aller Geschäfte müsste daher theoretisch die Summe aller Salden der Teilbilanzen Null ergeben. In der Praxis kann diese Regel nicht lückenlos umgesetzt werden. Es verbleibt eine Restgröße von nicht aufgeklärten bzw. nicht zuordenbaren Transaktionen, die als statistische Differenz bezeichnet wird.
STEP.AT
SEPA-konforme Clearinginfrastruktur der OeNB zur Verarbeitung von kundeninduzierten Interbankzahlungen.
STEP.GSA
Abwicklungsinfrastruktur der OeNB zur kumulierten Verarbeitung des bargeldinduzierten Zahlungsverkehrs.
STEP2 (Straight Through Euro Payment 2)
Ein Clearingsystem für den europäischen Massenzahlungsverkehr, das von der European Banking Association (EBA) angeboten wird. Die OeNB bietet österreichischen Teilnehmern einen Systemzugang zu STEP2 an.
Stresstest (Krisentest, Stressszenario, Krisenszenario)
Eine Analyse, wie sich Stressszenarien (Krisenszenarien) auf die Einkommens- und Solvenzsituation eines Kreditinstituts bzw. eines Bankensystems auswirken. Ein Stressszenario beschreibt eine zukünftige drastische, aber dennoch plausible Verschlechterung des Umfelds, im dem das Institut bzw. das System agiert. Stresstests werden sowohl von den einzelnen Kreditinstituten als auch von Aufsichtbehörden und/oder Zentralbanken eingesetzt. Im Bereich der Finanzmarktstabilität stellen Stresstests ein wesentliches Element der quantitativen Analyse dar.
Strukturelles Defizit
Zyklisch (d. h. um den automatischen konjunkturellen Einfluss auf das Defizit) bereinigtes Defizit des Staates unter Herausrechnung spezifischer Einmalmaßnahmen.
Strukturierte Kredite
Im engeren Sinn werden damit Wertpapiere bezeichnet, bei denen das Verlustpotenzial eines zugrundeliegenden Pools von Forderungen (z. B. von Krediten oder Anleihen) in verschiedene Verlusttranchen aufgespaltet wird. Die Investoren, die solche Wertpapiere kaufen, tragen das Risiko, dass tatsächlich auftretende Verluste in ihre Verlusttranche fallen oder diese übersteigen. Im weiteren Sinn werden alle Arten von Kreditderivaten als strukturierte Kredite bezeichnet.
STUZZA (Studiengesellschaft für Zusammenarbeit im Zahlungsverkehr)
Von der OeNB initiierte Kooperationsplattform der größten österreichischen Kreditinstitute zur Erarbeitung von Methoden und Normen für den Zahlungsverkehr.
Subprime-Kredite
Subprime-Kredite sind Hypothekarkredite deren Schuldner eine schlechte Bonität haben.
Subsidiaritätsprinzip
Diesem gesellschaftspolitische Prinzip zufolge sollen übergeordnete gesellschaftliche Einheiten (z. B. der Staat, die EZB, die EU) nur solche Aufgaben übernehmen, zu deren Wahrnehmung untergeordnete Einheiten (z. B. Einzelstaat, Bundesland, Gemeinde, Zentralbank eines einzelnen Landes) nicht in der Lage sind. Im europäischen Kontext wurde das Prinzip durch den Vertrag von Maastricht 1993 eingeführt und bedeutet, dass die Europäische Gemeinschaft in den Bereichen, die nicht in ihre ausschließliche Zuständigkeit fallen, nur tätig wird, sofern und soweit die Ziele der Maßnahmen auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht werden können und daher wegen ihres Umfangs oder ihrer Wirkung besser auf Gemeinschaftsebene erreicht werden können.
Swap
Darunter ist ein derivatives Finanzinstrument zu verstehen, bei dem zwei Vertragsparteien die gegenseitige Übernahme von vertraglichen Rechten und Pflichten (Swap = Tausch) für einen bestimmten Zeitraum und nach einem vorher festgelegten Ablaufplan vereinbaren; z. B. der Tausch von fixen gegen variierende Zinszahlungen.(siehe auch Devisenswap).
S.W.I.F.T. (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication)
Internationale Bankeninstitution, die dem weltweiten Nachrichtenaustausch – insbesondere zur Beauftragung von Finanztransaktionen – dient. Link: http://www.swift.com/
Systemisches Risiko
Das Risiko, dass die Zahlungsunfähigkeit eines Marktteilnehmers dazu führt, dass andere Marktteilnehmer nicht mehr in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen und es dadurch zu erheblichen, die Finanzmarktstabilität gefährdenden Liquiditäts- und/oder Solvenzproblemen kommen kann.
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