Presseaussendung


Verleihung der Würde eines Ehrensenators an Gouverneur Dr. Klaus Liebscher

Wien, 23. 11. 1999


Dem Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Dr. Klaus Liebscher, wird heute im Rahmen einer akademischen Feier die Würde eines Ehrensenators der Wirtschaftsuniversität Wien verliehen und die goldene Ehrenmedaille der WU am Band überreicht. Die Ehrung erfolgt seitens der Wirtschaftsuniversität in Anerkennung dafür, dass sich die OeNB über lange Jahre hinweg in besonderer Weise um die Förderung und nachhaltige Unterstützung der Forschung der Universität angenommen hat und Gouverneur Dr. Liebscher in einem besonderen Naheverhältnis zur WU steht. 

 

Liebscher stellt in diesem Zusammenhang fest, dass die Kooperation der beiden Institutionen recht praktisch demonstriere, wie die wissensbasierte Gesellschaft, in deren Anfängen wir heute leben, in dynamischer Sicht organisiert sein könnte. Die ständige gegenseitige Befruchtung stelle Wissen zur Verfügung und entwickle Wissen weiter, da wie dort. Beispielhaft führt Liebscher an, dass einerseits die OeNB vom akademischen Potential der WU profitiere und andererseits mehrere Mitarbeiter der OeNB an der WU einer Lehrtätigkeit nachgingen, wodurch es in dynamischer Weise zu einem Austausch von Wissen zwischen Wissenschaft und Praxis komme. 

 

Im weiteren geht Liebscher auf die von der OeNB betriebene Wissenschaftsförderung mittels ihres Jubiläumsfonds ein. Seit desssen Gründung im Jahr 1966, dem Jahr des 150jährigen Bestehens der OeNB, sei daraus die wissenschaftliche Forschung in allen Disziplinen mit insgesamt rund ATS 5 Mrd. unterstützt worden. Seit 1982 seien auch wirtschaftsorientierte Projekte im Wege des Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft und des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung mit namhaften Beträgen gefördert worden. Zur Ankurbelung der Forschung sei, so Liebscher, 1999 die Dotierung des Jubiläumsfonds erheblich angehoben worden, und zwar von insgesamt ATS 300 Mio. auf über ATS 800 Mio., wobei die Erhöhung praktisch zur Gänze der wirtschaftsorientierten Forschung gewidmet worden sei. Gleichzeitig sei mit einer Reform des Jubiläumsfonds ein Schwerpunkt im Bereich der Wirtschaftswissenschaften gesetzt worden. 

 

Die Zusammenarbeit der OeNB mit der WU betreffend listet Liebscher schließlich einige, von der OeNB unterstützte Projekte auf:

 

  • die Jubiläumsstiftung der WU, in deren Stiftungsversammlung OeNB-Präsident Wala den Vorsitz führt,
  • den Lehrstuhl für Unternehmertum und Gründungsforschung an der WU, der als Initiative gegen die geringe Selbständigenquote als Stiftungslehrstuhl geschaffen wurde, 
  • die Förderung des Studienprogrammes CEMS,
  • die Finanzierung zweier Centers of Excellence,
  • die Ausschreibung des Dr. Maria Schaumayer Stipendiums zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses.