Die Oesterreichische Nationalbank veröffentlicht in der jüngsten Ausgabe des Statistischen Monatshefts (12/99) die Bilanzkennzahlen österreichischer Unternehmen der Sachgütererzeugung von 1995 bis 1998.
Die Branchenzuordnung erfolgt nach der Gliederung der Wirtschaftstätigkeiten in Österreich – ÖNACE 1995 1).
Die Erträge stiegen in der Sachgütererzeugung und dem Bauwesen insgesamt in fast allen Branchen gegenüber 1997 an. Die Umsatzrentabilität zeigt für die Gesamtperiode folgende Werte: 2,42 (1995); 1,63 (1996); 2,30 (1997); 3,56 (1998).
Die beiliegende, nicht im Sonderdruck enthaltene Tabelle "Umsatzentwicklung der österreichischen Unternehmen der Sachgütererzeugung und des Bauwesens insgesamt" weist insgesamt stabile Umsatzzuwächse auf (1997: 4,53%; 1998: +4,45%).
Das Cash-flow- Wachstum schwächte sich gemäß der ebenfalls nicht im Sonderdruck enthaltenen Tabelle "Cash-flow-Entwicklung" für eine durchgängige Stichprobe der Unternehmen der österreichischen Sachgütererzeugung und dem Bauwesen insgesamt etwas ab (1997: 5,04% ; 1998: 3,33%). Gleichzeitig verbesserte sich aber die Finanzierungssituation der Unternehmen insgesamt. Die Eigenkapitalquote (1997: 28,83%, 1998: 30,53%) und die Risikokapitalquote 2) (1997: 40,11%, 1998: 42,49%) konnten wesentlich erhöht werden. Dadurch verbesserte sich auch die wichtigste Kennzahl der Selbstfinanzierungskraft, Cash-flow zu Fremdkapital, deutlich von 18,70% (1997) auf 21,81% (1998).
Der Finanzierungsaufwand hat sich in Relation zum Umsatz für die Sachgütererzeugung und das Bauwesen insgesamt seit 1995 durchgehend verringert (1995: 1,53%; 1996: 1,36%; 1997: 1,14%; 1998: 1,02%). Hier spiegelt sich die anhaltend rückläufige Zinsentwicklung in den Erfolgsrechnungen der Unternehmen wieder.
Die angeführten Kennzahlenwerte sind jeweils die Medianwerte.