Presseaussendung


Österreichische Sachgütererzeugung 1998

Erträge weiter verbessert – Stabile Ausweitung der Geschäftstätigkeit

Wien, 2. 2. 2000


Die Oesterreichische Nationalbank veröffentlicht in der jüngsten Ausgabe des Statistischen Monatshefts (12/99) die Bilanzkennzahlen österreichischer Unternehmen der Sachgütererzeugung von 1995 bis 1998.

 

Die Branchenzuordnung erfolgt nach der Gliederung der Wirtschaftstätigkeiten in Österreich – ÖNACE 1995 1).

 

Die Erträge stiegen in der Sachgütererzeugung und dem Bauwesen insgesamt in fast allen Branchen gegenüber 1997 an. Die Umsatzrentabilität zeigt für die Gesamtperiode folgende Werte: 2,42 (1995); 1,63 (1996); 2,30 (1997); 3,56 (1998).

 

Die beiliegende, nicht im Sonderdruck enthaltene Tabelle "Umsatzentwicklung der österreichischen Unternehmen der Sachgütererzeugung und des Bauwesens insgesamt" weist insgesamt stabile Umsatzzuwächse auf (1997: 4,53%; 1998: +4,45%).

 

Das Cash-flow- Wachstum schwächte sich gemäß der ebenfalls nicht im Sonderdruck enthaltenen Tabelle "Cash-flow-Entwicklung" für eine durchgängige Stichprobe der Unternehmen der österreichischen Sachgütererzeugung und dem Bauwesen insgesamt etwas ab (1997: 5,04% ; 1998: 3,33%). Gleichzeitig verbesserte sich aber die Finanzierungssituation der Unternehmen insgesamt. Die Eigenkapitalquote (1997: 28,83%, 1998: 30,53%) und die Risikokapitalquote 2) (1997: 40,11%, 1998: 42,49%) konnten wesentlich erhöht werden. Dadurch verbesserte sich auch die wichtigste Kennzahl der Selbstfinanzierungskraft, Cash-flow zu Fremdkapital, deutlich von 18,70% (1997) auf 21,81% (1998).

 

Der Finanzierungsaufwand hat sich in Relation zum Umsatz für die Sachgütererzeugung und das Bauwesen insgesamt seit 1995 durchgehend verringert (1995: 1,53%; 1996: 1,36%; 1997: 1,14%; 1998: 1,02%). Hier spiegelt sich die anhaltend rückläufige Zinsentwicklung in den Erfolgsrechnungen der Unternehmen wieder.

 

Die angeführten Kennzahlenwerte sind jeweils die Medianwerte.



Umsatzveränderung nach Branchen
 
 1996/97 1997/98 
Anzahl Umsatz Anzahl Umsatz 
 
Nahrungs- und Genussmittel 111 3,25 84 1,60 
Textil, Bekleidung, Leder 78 4,32 61 1,63 
Holz 73 6,90 47 4,26 
Papier, Pappe 48 3,47 35 6,34 
Verlagswesen und Druck 46 1,78 37 3,20 
Chemie,Gummi und Kunststoff 124 5,60 112 4,74 
Steine, Erden, Glas 77 2,55 55 1,83 
Metall 171 8,69 111 6,33 
Maschinen 156 3,39 128 6,49 
Elektro 74 5,34 62 9,06 
Fahrzeuge 28 3,39 31 10,97 
Sonstige 27 1,52 31 1,60 
Bauwesen 109 2,98 91 4,41 
Sachgütererzeugung und Bauwesen insgesamt 1.122 4,53 885 4,45
 


Cash-flow-Veränderung nach Branchen
 
 1996/97 1997/98 
Anzahl Cash-flow Anzahl Cash-flow 
 
Nahrungs- und Genussmittel 111 4,35 84 3,44 
Textil, Bekleidung, Leder 78 −10,99 61 6,46 
Holz 73 5,25 47 5,15 
Papier, Pappe 48 14,38 35 −8,32 
Verlagswesen und Druck 46 6,30 37 3,67 
Chemie,Gummi und Kunststoff 124 7,35 112 9,38 
Steine, Erden, Glas 77 −1,41 55 1,70 
Metall 171 19,11 111 2,59 
Maschinen 156 4,51 128 3,80 
Elektro 74 11,18 62 0,11 
Fahrzeuge 28 −11,24 31 20,30 
Sonstige 27 −9,12 31 11,61 
Bauwesen 109 −2,89 91 0,06 
Sachgütererzeugung und Bauwesen insgesamt 1.122 5,04 885 3,33 


1) Die "Systematik der Wirtschaftstätigkeiten ÖNACE 1995" ist die nationale Fassung der NACE (Nomenclature générale des activités économiques dans les Communautés Européennes) Rev.1 )

2) Risikokapital = Eigenkapital+Abfertigungsrückstellung+Pensionsrückstellung+Unterstützungsfonds+langfristige Rückstellungen