Presseaussendung


Europa malt für Kinder – Kinder malen für Europa

Wien, 5. 4. 2000


Gouverneur Dr. Klaus Liebscher begüßte als Schirmherr der Aktion „Euro-Welt – Europa malt für krebskranke Kinder“ anläßlich der Übergabe der im St. Anna Kinderspital unter der Patenschaft der Oesterreichischen Nationalbank bunt bemalten 1,80 m großen Euro-Münze diese Initiative aufs Herzlichste.

 

Mit 1. Jänner 2002 werden alle Österreicherinnen und Österreicher ihren neuen Euro in Händen halten und die Produktion der Euro-Banknoten und –Münzen läuft auf Hochtouren. Demgemäß betonte Dr. Liebscher, dass die Oesterreichische Nationalbank als quasi „Euroinstitut“ sehr daran interessiert ist, die ohnedies bereits hohe Akzeptanz des Euro (54 % der Österreicher befürworten die Einführung des Euro) in der Bevölkerung zu fördern und dadurch die Entstehung einer europäischen Geldkultur zu unterstützen. Dieses Eigeninteresse koppeln zu können mit einem sozialen Zweck, nämlich krebskranken Kindern in den Euroländern zu helfen, bereite große Freude.

 

Die Initiative für diese in allen 11 Euroländern durchgeführte Aktion geht vom Euro-Point Frankfurt – einer Vereinigung von Banken und Unternehmen in Frankfurt – aus. Seit Jänner 2000 sind 1000 überdimensionale weiße Euro-Münzen von Frankfurt aus unterwegs in die 11 Euroländer, wo sie von Kindern gemeinsam mit Künstlern ein bunt bemaltes Gesicht bekommen werden. Ende Juni erfolgt der Rücktransport der bemalten Euro nach Frankfurt, wo sie ab September in der Kunstmeile für die Öffentlichkeit ausgestellt und sowohl in Buchform als auch mittels eines Kataloges via Internet dem gesamten Eurogebiet präsentiert werden. Ziel der Aktivitäten im Rahmen des Projektes „Euro malt für krebskranke Kinder“ ist es, den Wert jedes einzelnen Euro zu steigern, um im Rahmen einer Endauktion am 15. Oktober 2000 in Frankfurt einen höchstmöglichen Versteigerungserlös zum Wohl der begünstigten krebskranken Kinder zu erlangen. 

 

In Österreich werden bis Mitte Juni rund 40 Euro bemalt. Gouverneur Liebscher betonte seine Dankbarkeit gegenüber der Leitung des St. Anna Kinderspitals unter der Führung von Prof. Dr. Gadner für die bereitwillige Zusammenarbeit sowie dem Künstler Prof. Hans Staudacher für die selbstlose Mithilfe bei der Bemalung des OeNB-Euro.

 

Den beiden mit höchstem Engagement malenden Kindern, Sommeth und Daniel, kündigte er stellvertretend für alle anderen an der Malaktion in Österreich beteiligten kleinen „Künstler“ als Dank für ihren großen Einsatz, unser neues Geld bunt zu machen, zum Abschluss der Initiative die Übergabe eines Geschenkes der Oesterreichischen Nationalbank in Form eines Sparbuches im Wert von EUR 100,-- Ende Juni 2000 an.


Europa malt für Kinder – Kinder malen für Europa