Presseaussendung


Repräsentanz der Oesterreichischen Nationalbank in Brüssel unter neuer Leitung

Wien, 26. 6. 2000


Die OeNB verfügt über Vertretungen in Brüssel, Paris, London und New York. Am 26. Juni 2000 übergaben Herr Gouverneur Dr. Liebscher und Frau Vizegouverneurin Dr. Tumpel-Gugerell die Leitung der seit 1988 bestehenden Brüsseler Repräsentanz in der Ständigen Vertretung Österreichs bei der EU an Herrn Dr. Reinhard Petschnigg und verabschiedeten Frau Dr. Daniela Bankier, die die Repräsentanz seit September 1995 bis zu ihrem Wechsel in das Kabinett von EU-Kommissarin Schreyer im September 1999 geleitet hatte. Ebenfalls verabschiedet wurde Herr Mag. Arpa, der seither die Leitung der OeNB-Repräsentanz innehatte.

 

Der neue Repräsentant, Dr. Petschnigg, ist seit Oktober 1993 für die Oesterreichische Nationalbank tätig. In der Abteilung für Integrationsangelegenheiten und Internationale Finanzorganisationen und in der Abteilung für die Analyse wirtschaftlicher Entwicklungen im Ausland betreute er u. a. IWF-Agenden, nahm für Österreich im Länderprüfungskomitee der OECD teil, wirkte an der Euro-Vorbereitung mit und widmete sich zuletzt verstärkt der Analyse der Wirtschaft des Euroraums. Frau Mag. Lehner, seine Stellvertreterin in der Repräsentanz Brüssel, war in der OeNB in den letzten Jahren insb. in die Vorbereitung von EZB-Ratssitzungen involviert. 

 

Anläßlich der Übergabe der Leitung der Repräsentanz Brüssel stellte Gouverneur Dr. Liebscher fest, dass aus Notenbanksicht die weitere Vertiefung der europäischen Integration nicht nur die Voraussetzungen für die bevorstehende EU-Erweiterung schaffe, sie stärke auch die Glaubwürdigkeit der Unumkehrbarkeit der Währungsunion. Er wies auf die Aufgabenteilung zwischen der Europäischen Zentralbank und den nationalen Zentralbanken im Eurosystem hin und betonte, dass hierin eine der Einzigartigkeit der EU angemessene Struktur für das Management einer gemeinsamen Währung geschaffen worden sei. 

 

Das weitere Zusammenwachsen der Kapitalmärkte in der EU werde zu einer Verstärkung der Zusammenarbeit der wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger führen. In diesem Zusammenhang habe die Repräsentanz in Brüssel die Aufgabe eines Sensors für Entwicklungen in der europäischen Wirtschafts- und Finanzmarktintegration und bleibe auch in der Währungsunion eine wesentliche Informations- und Kommunikationsschnittstelle.