Presseaussendung


Das Informationsprogramm der OeNB zur Euro-Bargeldeinführung

Neuer Folder „Auf dem Weg zum Euro-Bargeld“

Wien, 21. 12. 2000


Knapp über ein Jahr vor der Einführung des Euro-Bargelds am 1. Jänner 2002 laufen die Vorarbeiten der Oesterreichischen Nationalbank genau nach Plan. Neben den Vorbereitungen für die Herstellung, Lagerung und Verteilung von 340 Mio. Euro-Banknoten und 1,5 Mrd. Euro-Münzen gehört dazu auch eine umfassende Information der Bevölkerung über den Umstellungsprozess. 

 

Als Auftakt zu diesem Informationsprogramm bringt die OeNB einen Folder heraus, der die wichtigsten Schritte „Auf dem Weg zum Euro-Bargeld“ – so auch der Titel – erläutert. Die handliche Broschüre wird beginnend mit Jänner 2001 angeboten und kann bei Partnern, zu denen Kreditinstitute, Postämter, Behörden und andere Stellen zählen, bezogen werden. „Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir nicht nur für das Funktionieren der Logistik sorgen, sondern auch Bevölkerung und Wirtschaft mit authentischen Informationen durch den gesamten Umstellungsprozess begleiten,“ erläutert OeNB-Gouverneur Dr. Klaus Liebscher das Konzept für die erfolgreiche Bewältigung der Bargeldeinführung. „Je besser alle Beteiligten über die Modalitäten Bescheid wissen, desto reibungsloser wird auch die Umstellung funktionieren. Für die OeNB sind daher beide Ziele – die logistische Vorbereitung und die Information der Bevölkerung – gleichermaßen bedeutsam.“

 

Bis zum Sommer 2001 werden OeNB und Europäische Zentralbank (EZB) die Bevölkerung, aber auch Kreditinstitute, Handel und Sicherheitsapparat über das Euro-Bargeld und seine Einführung vorinformieren. Besondere Bedeutung wird dabei – und auch in weiterer Folge – der Information von Schülern und Senioren sowie von Bevölkerungsgruppen mit besonderen Bedürfnissen (z. B. Blinde und Sehbehindete) zugemessen.

 

Im September 2001 werden das endgültige Aussehen der Euro-Banknoten und deren Sicherheitsmerkmale erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt; bis dorthin werden aus Sicherheitsgründen nur Entwürfe gezeigt. Zugleich läuft die Vorverteilung der Euro-Banknoten und -Münzen an Kreditinstitute und Unternehmen an. Letztere können Euro-Bargeld, Euro-Münzen auch in Form von Startpaketen für 2000.- Schilling, über Kreditinstitute erwerben. Das Euro-Bargeld darf jedoch nicht vor 1. Jänner 2002 in Umlauf gebracht werden.

 

Ebenfalls im September startet die Intensivphase im Informationsprogramm von OeNB und EZB: Broschüren, Folder, Poster, Informationsinserate, TV-Spots und Veranstaltungen werden die Bevölkerung mit den Terminen und der Vorgangsweise beim Umtausch sowie mit dem Aussehen und den Sicherheitsmerkmalen der neuen Banknoten vertraut machen. Die Verteilung der Informationsmaterialien erfolgt über ein Netzwerk von Partnern, auch eine Postwurfsendung ist vorgesehen.

 

Ab Mitte Dezember 2001 können die Konsumenten an den Bank- und Postschaltern für 200.- Schilling Startpakete mit Euro-Münzen erwerben. Ab 1. Jänner 2002 sind die Euro-Banknoten und –Münzen gesetzliches Zahlungsmittel. In der Folge sollen die neuen Zahlungsmittel so rasch wie möglich in Umlauf gebracht werden. Schilling-Bargeld kann aber parallel noch bis 28. Februar 2002 als gesetzliches Zahlungsmittel verwendet und in den Kreditinstituten gegen Euro umgetauscht werden – bis 50.000 Schilling kostenlos, darüber hinaus können Gebühren verrechnet werden. Der Umtausch erfolgt zum unveränderbaren Kurs von 13,7603 Schilling für einen Euro. Gesetzliches Zahlungsmittel ist ab 1. März 2002 nur noch der Euro.

 

Danach ist der Schilling-Umtausch – zeitlich unbegrenzt – noch bei der OeNB und ihren Zweiganstalten möglich, Schilling-Münzen werden auch bei der Münze Österreich AG gewechselt. Der Umtausch in der OeNB und in der Münze Österreich AG ist vor und ab dem 1. März 2002 kostenlos.