Presseaussendung


Die österreichische Zahlungsbilanz im Monat Jänner 2001

(auf Basis von Zahlungsströmen; "Cash-Basis")

Wien, 20. 3. 2001


 
Im Jänner 2001 belief sich das Defizit der Leistungsbilanz auf Cash-Basis auf 0,28 Mrd. Euro (4 Mrd. S) gegenüber 0,37 Mrd. Euro im entsprechenden Vergleichsmonat des Vorjahres.

Die aggregierten Zahlungsströme für Waren- und Dienstleistungen ergaben für den Berichtszeitraum ein Defizit von 0,29 Mrd. Euro.

Obwohl die Aussagekraft von Einzelmonatsergebnissen erfahrungsgemäß nicht überbewertet werden darf, zeigen die Jännerergebnisse den schon in einigen Monaten des Vorjahres beobachteten Trend: Ein höheres Defizit der Warenzahlungen wird durch eine Verbesserung des Dienstleistungsaktivums teilweise kompensiert.

Die Salden der beiden anderen Teilaggregate der Leistungsbilanz - Einkommen und Laufende Transfers – zeigten gegenüber dem Jänner 2000 Saldenverbesserungen und zwar um 0,26 bzw.0,14 Mrd. Euro.

Der größenmässig nicht ins Gewicht fallende negative Saldo der Vermögensübertragungen erhöhte sich minimal. 

Die Kapitalbilanz zeigte im Jänner 2001 einen Nettokapitalimport in Höhe von 0,24 Mrd. Euro (3 Mrd. S) gegenüber 2,02 Mrd. Euro im Jänner 2000. Maßgebend für den geringeren Nettokapitalimport war die Entwicklung der Portfolioinvestitionen.

Im Gegensatz zum Vorjahresmonat, wo im Bereich der Portfolioinvestitionen ein hoher Kapitalimport von 3,65 Mrd. Euro verzeichnet wurde, zeigte der Jänner 2001 einen Kapitalimport von nur 0,27 Mrd. Euro. Dieser Rückgang erklärt sich vor allem aus einem verstärkten Engagement von Inländern in ausländischen Wertpapieren im Ausmaß von insgesamt 4,21 Mrd. Euro netto. Der Schwerpunkt der Investitionsentscheidungen konzentrierte sich auf kurzfristige Anleihen. Ausländische Anleger erwarben dagegen mit 4,48 Mrd. Euro um 1,33 Mrd. Euro weniger inländische Wertpapiere, wobei dies vor allem langfristige Anleihen betraf. 

Der Kapitalabfluss aus der Teilbilanz Direktinvestitionen blieb im Jänner 2001 im Vergleich zum Vorjahr faktisch unverändert, wobei sowohl aktiv- als auch passivseitig geringere Bruttoinvestitionen zu verzeichnen waren.

Die Sonstigen Investitionen schlossen mit einem Nettokapitalexport von 0,13 Mrd. Euro gegenüber 1,22 Mrd. Euro im Jänner des Vorjahres. Vor allem geringere kurzfristige Kreditgewährungen der Banken trugen zu der Reduktion des Kapitalabflusses bei.

Die offiziellen Währungsreserven verringerten sich gegenüber dem Ultimo 2000 um 0,41 Mrd. Euro.


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