Presseaussendung


Anzahl der Kreditinstitute in Österreich und deren Beschäftigte

Stand: 31.12.2000

Wien, 23. 3. 2001


  • Verringerung der Hauptanstalten von 951 (31.12.1999) auf 923.
  • Zweigstellenreduzierung im Berichtszeitraum um 20 Plätze.
  • Rückgang der Bankstellen daher um 48 Standorte auf 5.479.
  • Geringfügige Erhöhung der Anzahl der Beschäftigten nach Köpfen um 296 (bzw. 0,4%) auf 75.071.
  • Beschäftigungsrückgang bei kapazitätsorientierter Betrachtung im Berichtsjahr um 250 auf 69.457.    
Bei den Hauptanstalten ist eine Verringerung von 951 (1999) auf 923 eingetreten. Die Anzahl der Zweigstellen ist gleichzeitig von 4.576 (1999) auf 4.556 zurückgegangen. Somit wurden die Bankstellen in Österreich im Berichtsjahr um 48 Plätze vermindert. Damit hat sich der seit 1993 feststellbare Trend zur Reduktion des Bankstellennetzes gegenüber dem Vorjahr wieder verstärkt.

Kreditinstitute gesamt

Die Gesamtveränderung zum 31.Dezember 2000 ist auf 26 Fusionen, vier Neugründungen und sechs Schließungen zurückzuführen. Schießungsgründe waren überwiegend Konzessions-zurücklegungen.


 HauptanstaltenZweigstellen
 
Neugründungen449
Schließungen−6−92
Fusionierungen−2623
 −28−20

Im Berichtsjahr fanden 53 Neugründungen von Bankstellen, und zwar in Wien 14, in Niederösterreich 10, in Oberösterreich neun, in der Steiermark sieben, in Tirol vier, in Salzburg und Kärnten je drei, in Vorarlberg zwei und im Burgenland eine, statt.Die Schließungen der 98 Bankstellen verteilten sich auf Wien (32), Niederösterreich (23), Kärnten (12), Oberösterreich (neun), Tirol (acht), Salzburg (sieben), die Steiermark fünf und Vorarlberg und Burgenland jeweils eine.Die Anzahl der Fusionen hat sich 2000 gegenüber dem Vorjahr um 6 auf 26 erhöht. Obwohl mehr als 90 Prozent davon auf den Raiffeisensektor entfielen, führte die im Jahr 2000 vereinbarte Integration der Bank Austria in die Bayerische Hypo- und Vereinsbank Gruppe mit der Fusion der Bank Austria Creditanstalt International in die Bank Austria zur größten Verschmelzung im Berichtszeitraum. Darüber hinaus kam es im Aktienbankensektor in Wien noch zu einem weiteren Zusammenschluss. Von den 24 (1999:18) Raiffeisenfusionen fanden neun in Niederösterreich, acht in Oberösterreich, drei in Tirol und jeweils zwei im Burgenland und in Vorarlberg statt.In den 923 Kreditinstituten sind 16 Zweigniederlassungen ausländischer Banken in Österreich enthalten. 11 Aktienbanken und sieben Sonderbanken befinden sich zu 100%, weitere sechs Aktienbanken und fünf Sonderbanken mehrheitlich in Auslandsbesitz.


Entwicklung der österreichischen KI im Auslandsbesitz
 
 199019952000
 
100% Auslandsbesitz141718
davon aus EU-Ländern589
davon aus anderen Ländern999
50 − unter 100% Auslandsbesitz101311
davon aus EU-Ländern477
davon aus anderen Ländern664
Zweigniederlassungen ausl.Banken2716
davon aus EU-Ländern1315
davon aus anderen Ländern141


Der Vergleich zeigt eine deutliche Zunahme bei den aus der EU stammenden Kreditinstituten, während bei den aus Drittstaaten kommenden Banken eine Stagnation bzw. zuletzt sogar ein Rückgang feststellbar ist.Mit dem Beitritt zur Währungsunion verstärkte sich der Trend zur Errichtung von Zweigniederlassungen im Rahmen der Niederlassungsfreiheit.Darüber hinaus üben noch weitere 167 Kreditinstitute ihre Tätigkeit in Österreich auf Basis der Dienstleistungsfreiheit aus.Zum 31.12.2000 wurden von inländischen Kreditinstituten 24 Filialen (1999: 22) und 60 Repräsentanzen (1999: 71) im Ausland betrieben. Nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung:


 FilialenRepräsen­tanzen
 
1990966
19951572
20002460


Die Anzahl der Beschäftigten nach Köpfen im österreichischen Bankwesen hat sich zum Stichtag 31.12.2000 gegenüber dem Vorjahr geringfügig von 74.775 um 296 Mitarbeiter (bzw. 0,4%) auf 75.071 erhöht. Ausgehend vom Höchststand (1992) reduzierte sich der Mitarbeiterstand um 2.061 Mitarbeiter bzw. 2,7 Prozent. Lediglich bei kapazitätsorientierter Betrachtung laut Quartalsbericht, wo für das Berichtsjahr 69.457 Mitarbeiter ausgewiesen werden, ergibt sich gegenüber 1999 ein Rückgang von 250 Beschäftigten.

Mitarbeiter insgesamt

Zur längerfristigen Entwicklung der Beschäftigtenzahlen im österreichischen Bankwesen siehe nachstehende Grafik (nach Köpfen).- 4 -Bei sektoraler Betrachtung zeigt sich ein erwähnenswerter Personalrückgang lediglich bei den Aktienbanken und Bankiers (- 3,6%). Nennenswerte Ausweitungen des Mitarbeiterstandes erfolgten im Raiffeisensektor (+ 2,6%) und bei den Sonderbanken (+ 9,5%).Die Anzahl der männlichen Hauptbeschäftigten wurde im Jahr 2000 um 455 (1999: – 437) Mitarbeiter weiter reduziert, während die weiblichen Hauptbeschäftigten um 551 (1999: – 66) und die weiblichen Teilzeitbeschäftigten um 186 (1999: + 348) Mitarbeiterinnen zugenommen haben (siehe Grafik).

Verteilung der Beschäftigten nach Geschlecht sowie nach Haupt- und Teilzeit
MH männliche Hauptbeschäftigte
MT männliche Teilzeitbeschäftigte 
WH weibliche Hauptbeschäftigte
WT weibliche Teilzeitbeschäftigte