Presseaussendung


2001 Fälschungen in den ersten drei Quartalen 2002

Öffentlichkeitsarbeit, Schulungen und Kooperation mit Sicherheitsbehörden wirksam

Wien, 7. 10. 2002


Die Oesterreichische Nationalbank hat seit Jahresbeginn 2.001 Stück Euro-Fälschungen – gegenüber 2.034 Stück gefälschter Schillingnoten und Vorgängerwährungen der anderen Euro-Länder im selben Vergleichszeitraum 2001 – aus dem Umlauf gezogen. Das Falschgeldaufkommen bleibt somit im Jahresvergleich stabil, allerdings war in den Sommermonaten ein saisonal bedingter Anstieg zu verzeichnen.


Der Euro ist als Weltwährung eine für den Fälscher attraktive Währung und folglich ist die Zahl und Qualität der Euro-Fälschungen im Vergleich zum Schilling teilweise recht hoch. Schwerpunkt des Fälschungsaufkommens sind die Ballungszentren, insbesondere der Großraum Wien.


Das erfolgreiche Wirken der breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit sowie der Schulungsaktivitäten durch die OeNB und die enge Kooperation mit den Sicherheitskräften und deren Aktivitäten ist aus der gestiegenen Zahl der Sicherstellungen ersichtlich. In den nächsten Monaten verstärkt die OeNB erneut ihre Schulungstätigkeit für Multiplikatoren (Bargeldprofis). Kenntnis der Sicherheitsmerkmale auf den echten Euro-Banknoten und genaues Betrachten und Vergleichen schützt im Alltag vor Verlusten durch die Akzeptanz von Falschgeld. Die Oesterreichische Nationalbank rät daher dringend stets MEHRERE Sicherheitsmerkmale auf einer Banknote zu prüfen. Insbesondere bei der Bezahlung von geringfügigen Beträgen mit hohen Banknoten (EUR 50, EUR 100) ist die Kontrolle der Sicherheitsmerkmale zu empfehlen.

Die wichtigsten Prüfschritte:

  • FÜHLEN der erhabenen Oberflächen (Banknotenvorderseite) 
  • SEHEN (gegen eine gute Lichtquelle betrachtet)
  • KIPPEN (gegen eine gute Lichtquelle betrachtet)    

Informationen zu den Sicherheitsmerkmalen und zur Echtheitsprüfung erhalten Sie bei der Oesterreichischen Nationalbank in Wien und allen Zweiganstalten in den Bundesländern sowie unter „Der Euro“.