Presseaussendung


Die Prof. Dr. Kienzl-Lecture ist eine Chance für den Sozial-und Wirtschaftswissenschaftlichen Nachwuchs

Dr. Klaus Liebscher, Gouverneur
Wien, 18. 10. 2002


Prof. Dr. Kienzl hat in seinem Arbeitsleben in vielen Postionen der österreichischen Wirtschaftspolitik – nicht zuletzt während seiner Tätigkeit in führenden Managementpositionen in der Oesterreichischen Nationalbank – den Erfolg des österreichischen Weges entscheidend mitgeprägt. Er stand, Zeit seines wirtschaftspolitisch dominierten Lebens, immer für den undogmatischen Grundsatz, dass es keinen wirtschaftspolitischen Maßnahmenkatalog, der in allen Ländern und zu allen Zeiten mit Aussicht auf Erfolg anwendbar wäre, gäbe, betonte Gouverneur Dr. Liebscher anlässlich der gemeinsam mit der Wirtschaftsuniversität-Wien ins Leben gerufenen Dr. Heinz Kienzl-Lecture.

Zur Würdigung des erfolgreichen Wirkens von Dr. Kienzl wurde in Kooperation zwischen OeNB und WU-Wien der Dr. Heinz Kienzl-Preis und die Dr. Heinz Kienzl-Lecture geschaffen. Ersterer ist mit 20.000 Euro dotiert und soll NachwuchswissenschaftlerInnen der Wirtschaftsuniversität Wien zuerkannt werden, wobei insbesondere interdisziplinär angelegte Arbeiten auf dem Gebiet der Sozialforschung sowie der Wachstums-, Umwelt-, Geld-, Fiskal, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik gefördert werden. Zweitere soll einen Rahmen und eine Plattform für Vorträge von angesehenen Wirtschafts- oder SozialwissenschafterInnen bzw. von wissenschaftlich fundierten Praktikern bieten, führte Dr. Liebscher weiter aus.

Unsere global vernetzte Gesellschaft braucht dringend den lebendigen interdisziplinären Dialog im Sinne einer konstruktiv geführten Auseinandersetzung über die Alternativen der wirtschaftspolitischen Konfliktlösung. Dr. Heinz Kienzl war und ist ein mehrdimensionaler Mensch, ein "Neugieriger" der in seinem Umfeld nicht nur "tätig", sondern "engagiert" war und ist. Die beiden bereits erwähnten Forschungsinitiativen sollen helfen, eben dieses "Engagement" zu fordern und zu fördern, schloß Dr. Liebscher.