- Rückgang der Bankstellen um 75 Standorte auf 5.378 (–1.4%).
- Inländische Kreditinstitute betreiben 25 Filialen und 46 Repräsentanzen im Ausland.
- 20 Banken sind zu 100% und neun weitere mehrheitlich in Auslandsbesitz.
- Anzahl der Beschäftigten geht um 0.8% auf 75.779 zurück.
Die Anzahl der Hauptanstalten der österreichischen Kreditinstitute1) hat sich 2002 nicht verändert. Die Zweigstellen zeigen einen Rückgang von 4.546 (2001) auf 4.471. Somit wurden die Bankstellen in Österreich im Berichtsjahr um 75 Plätze vermindert. Der Trend zur Reduktion des Bankstellennetzes hat sich 2002 wieder verstärkt fortgesetzt (vor allem auf Grund von Standortzusammenführungen der Bank Austria Creditanstalt).
Auf Grund der 17 Neugründungen (hievon 9 Mitarbeitervorsorgekassen), 13 Fusionen und vier Schließungen ist die Anzahl der Hauptanstalten 2002 konstant geblieben. Schließungsgründe waren jeweils zwei Konzessionszurücklegungen bzw. Liquidationen (Kärntner Kredit – Bürgschaftsbank Ges.m.b.H. und Merrill Lynch International Bank Ltd. Zwnl.Österreich).
Tabelle: Entwicklung der Bankstellen
Regional wirkten sich die 50 Neugründungen von Bankstellen auf Wien mit 25, Niederösterreich mit sieben, Tirol mit fünf, die Steiermark und Oberösterreich mit jeweils vier, Salzburg mit drei, sowie Kärnten und Vorarlberg mit jeweils einer aus.
Die Schließungen der 124 Bankstellen verteilten sich auf Wien (32), Niederösterreich (26), Tirol (15), Oberösterreich (14), Steiermark (12), Salzburg neun, Burgenland acht, Vorarlberg fünf und Kärnten drei.
Die auffällige Anzahl von Schließungen ist auf die bereits erwähnte Standortbereinigung der Bank Austria Creditanstalt zurückzuführen.
Im Berichtsjahr fanden dreizehn Fusionen (2001: 20) statt, und zwar in Niederösterreich und Tirol jeweils vier, in Wien zwei, in der Steiermark, in Vorarlberg und im Burgenland jeweils eine. Die größte Verschmelzung stellte dabei die Übernahme der Creditanstalt durch die Bank Austria Creditanstalt dar.
Neben dieser Sektor übergreifenden Großfusion fanden im Sparkassensektor drei, im Raiffeisensektor acht und im Sonderbankensektor eine Verschmelzung statt.
In den 907 Kreditinstituten sind 18 Zweigniederlassungen ausländischer Banken in Österreich enthalten. 11 Aktienbanken und neun Sonderbanken befinden sich zu 100%, weitere fünf Aktienbanken, eine Sparkasse und drei Sonderbanken mehrheitlich in Auslandsbesitz.
Tabelle: Entwicklung der österreichischen KI in Auslandsbesitz
Der Vergleich zeigt für 2002 eine leichte Zunahme bei den aus der EU kommenden Banken.
Mit dem Beitritt zur Währungsunion verstärkte sich der Trend zur Errichtung von Zweigniederlassungen im Rahmen der Niederlassungsfreiheit.
Darüber hinaus üben noch weitere 212 Kreditinstitute ihre Tätigkeit in Österreich auf Basis der Dienstleistungsfreiheit aus.
2002 wurden von inländischen Kreditinstituten 25 Filialen (2001: 21) und 46 Repräsentanzen (2001: 43) im Ausland betrieben. Nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung:
Tabelle: Filialen und Repräsentanzen
Die Anzahl der Beschäftigten (nach Köpfen) im österreichischen Bankwesen hat sich zum Stichtag 31.12.2002 gegenüber dem Vorjahr von 76.373 um 594 Mitarbeiter (bzw. 0,8%) auf 75.779 verringert. Verglichen mit dem Höchststand (1992) liegt der Mitarbeiterstand dzt. nur um 1.353 Mitarbeiter bzw. rd. 1,8% niedriger.
Bei kapazitätsorientierter Betrachtung ergibt sich gegenüber 2001 eine Reduktion um 90 Beschäftigte auf 69.525.
Die sektorale Betrachtung zeigt den größten Personalrückgang (rd. 25%) bei den Aktienbanken und Bankiers. Dies ist allerdings im Zusammenhang mit der Übernahme der Creditanstalt durch die Bank Austria zu sehen. Der Sparkassensektor konnte daher mit einer zwölfprozentigen Zunahme des Beschäftigtenstandes seine Bedeutung als größter Arbeitgeber des österreichischen Kreditwesens weiter auf rd. 37% der Bankmitarbeiter ausbauen.
Nennenswerte Ausweitungen des Mitarbeiterstandes erfolgten noch bei den Landes-Hypothekenbanken (+ 5,4%) und im Sonderbankensektor (+ 6,7%).
Wien hat mit 42,2% den größten Anteil an Beschäftigten im österreichischen Bankwesen, demzufolge wirkte sich auch der Rückgang der Beschäftigten mit – 907 in diesem Bundesland am stärksten aus.
Die Abnahme der Hauptbeschäftigten (- 835) verteilt sich mit – 490 auf die weiblichen und mit – 345 auf die männlichen Mitarbeiter. Dagegen kam es vor allem bei den männlichen Teilzeitbeschäftigten zu einer Zunahme (+ 230); das entspricht gegenüber dem Vorjahresstand einer Ausweitung um rd. 33%.