In der Ausgabe vom 19.03.2003 titulierte der KURIER ein Interview mit Fr. Vize-Gouverneur Dr. Tumpel-Gugerell mit den Worten „Wir wollen Aus für Fremdwährungskredite“. Tumpel-Gugerell legt Wert auf die Tatsache, dass dieser Satz in der dargestellten Form nicht gesagt wurde und zu dem Missverständnis führen könne, die OeNB wolle künftig die Vergabe von Fremdwährungskrediten unterbinden.
Wie im abgedruckten Interviewtext richtig wiedergegeben, betonte die OeNB-Vize-Gouverneurin, dass die OeNB weder beabsichtige, Fremdwährungskredite zu „verbieten“, noch dazu in einem liberalisierten Finanzmarkt geeignete Instrumente zur Verfügung stünden.
Angesichts der Tatsache, dass im Jahr 2002 mehr als die Hälfte des Yen-Kreditvolumens im Euroraum an Österreicher vergeben wurde und auch der österreichische Anteil an Schweizer Franken-Krediten überdurchschnittlich hoch ist, sieht sich die Oesterreichische Nationalbank dazu verpflichtet, auf die mit Fremdwährungskrediten verbunden Risiken hinzuweisen und diesbezüglich in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein zu schaffen.
OeNB-intern wird zur Zeit an einer vertiefenden Studie zur Frage der Fremdwährungskredite in Österreich gearbeitet, die in der ersten Aprilhälfte der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird und die damit zu einer Versachlichung und nüchternen Darstellung der Problematik beitragen soll.
Pressedienst
OeNB: Klarstellung zu Fremdwährungskrediten
Wien, 20. 3. 2003. Vize-Gouverneurin Dr. Tumpel-Gugerell stellt missverständlichen KURIER-Titel vom 19.03.2003 klar, die OeNB wolle „Aus für Fremdwährungskredite“
Verleger, Herausgeber und Hersteller:
Oesterreichische Nationalbank
Mag. Wolfdietrich Grau
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