GRENZÜBERSCHREITENDE VERFLECHTUNG IM WERTPAPIERBEREICH NIMMT WEITER ZU
- Zukäufe und positive Bewertungsgewinne erhöhen das Vermögen an ausländischen
Rentenwerten in Händen von Österreichern auf 110 Mrd. EUR - Auslandsnachfrage nach österreichischen Staatstiteln weiterhin hoch
- Ausländische Anleger halten bereits 98 Mrd EUR an österreichischen Staatstiteln
Per Ende September 2002 besaßen Österreicher ausländische festverzinsliche Wertpapiere im Ausmaß von 110 Mrd EUR, nahezu ausschließlich in Form von Schuldverschreibungen, das heißt festverzinsliche Wertpapiere mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr. Dies zeigt die jüngst von der OeNB veröffentlichte Statistik über ausländische Wertpapiere in Händen von Österreichern und österreichische Wertpapiere in Händen von ausländischen Anlegern („Portfolioposition Österreichs“). Dieser Vermögenswert ist gegenüber Ende Juni 2002 um knapp 4,5 Mrd EUR gestiegen, wobei dies zu 40% auf positive Wertpapierkurs- und Wechselkurseffekte zurückgeht. Institutionelle Anleger – wie Versicherungsunternehmen, Pensionskassen und Investmentfonds – sind nach wie vor mit einem Anteil von knapp 50% die größte Investorengruppe. Es folgt der Bankensektor – einschließlich OeNB – mit einem Anteil von knapp über 40%.
In der Zeit von Juli bis September 2002 war der Bankensektor mit Neuinvestitionen im Ausmaß von 2,6 Mrd EUR der Hauptakteur am Kapitalmarkt. Private Haushalte und öffentliche Stellen haben ausländische festverzinsliche Wertpapiere im 3. Quartal 2002 abgestoßen.
Die Neuinvestitionen der Österreicher im 3. Quartal 2002 konzentrierten sich vorwiegend auf Wertpapiere in Euro. Somit hatten österreichische Anleger Ende September 2002 zu 61% Euro-denominierte Schuldverschreibungen von Euroraum-Emittenten in ihrem Portfolio.
Ausländische Investoren besaßen zu Ende September 2002 österreichische festverzinsliche Wertpapiere im Ausmaß von 196 Mrd EUR, davon entfielen 96% auf Schuldverschreibungen.
Wie in der Vergangenheit waren Emissionen des öffentlichen Sektors am attraktivsten für ausländische Investoren. Somit sind österreichische Rentenwerte des Staates mit einem Marktwert von 98 Mrd EUR im Besitz von ausländischen Anlegern. Gegenüber Juni 2002 ist dieser Wert -bedingt durch weitere Zukäufe und positive Wertpapierkurseffekte- um 5 Mrd EUR gestiegen. Anders war die Entwicklung bei inländischen Bankenemissionen, deren Bestand in Händen von ausländischen Anlegern trotz positiver Bewertungseffekte auf 78 Mrd EUR gesunken ist.
