Entwicklung der inländischen Investmentfonds
Stand: September 2003
Quelle: OeNB Investmentfondsstatistik
EZB Statistik der sonstigen Finanzintermediäre
Trotz Börsenerholung und seit Jahresbeginn positiver Gesamtperformance der österreichischen Investmentfonds moderate Neuveranlagungen in Publikumsfonds und Stagnation bei Spezialfonds.
- Per September 2003 verwalteten 22 österreichische Kapitalanlagegesellschaften mit 1.863 aufgelegten Investmentfonds einen Vermögensbestand (verwaltetes Volumen) von 109,4 Mrd. EUR.
- Das netto in Investmentfonds investierte Kapital (veranlagtes Volumen unter Ausklammerung der "Fonds in Fonds"-Veranlagungen) erhöhte sich im 3. Quartal 2003 mit 1,85 Mrd. EUR bzw. 2,0% wieder etwas schwächer und betrug per Ende September 2003 95,9 Mrd. EUR.
- Dieser Anstieg im 3. Quartal resultierte aus einem Nettomittelzufluss von 1,02 Mrd. EUR, Kursgewinnen in der Höhe von 1,17 Mrd. EUR. abzüglich Ausschüttungen im Ausmaß von 0,34 Mrd. EUR.
- Der Nettomittelzufluss von 1,02 Mrd. EUR ergab sich aus verhaltenen Neuveranlagungen in Publikumsfonds von 0,94 Mrd. EUR und sehr geringen Zuflüssen in Spezialfonds in der Höhe von 0,08 Mrd. EUR.
- Von Dezember 2002 bis Ende September 2003 errechnete sich eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) von +4,4%.
- Per Ende September 2003 wurden in den Ländern der Währungsunion 44,28 Mrd. EUR (46,2%), im Inland 26,50 Mrd. EUR (27,6%) und in Ländern der übrigen Welt 25,15 Mrd. EUR (26,2%) veranlagt.
Vermögensbestand (verwaltetes Volumen) der österreichischen Investmentfonds Ende September 2003: 109,4 Mrd. EUR.
Zum Berichtstermin verwalteten die 22 österreichischen Kapitalanlagegesellschaften mit ihren 1.863 aufgelegten Investmentfonds einen Vermögensbestand (inkl. "Fonds in Fonds"-Veranlagungen) von 109,4 Mrd. EUR (Ende 2002: 102,7 Mrd. EUR).
Zunahme des in Investmentfonds veranlagten Kapitals im dritten Quartal um 1,85 Mrd. EUR bzw. 2,0%.
Neuinvestitionen von 1,02 Mrd. EUR, zuzüglich Kursgewinne in der Höhe von 1,17 Mrd. EUR abzüglich Ausschüttungen von 0,34 Mrd. EUR erhöhten das vom Publikum und institutionellen Investoren in inländischen Investmentfonds investierte Kapital (veranlagtes Volumen unter Ausklammerung der "Fonds in Fonds"-Veranlagungen) im dritten Quartal 2003 um 1,85 Mrd. EUR bzw. 2,0%. Damit belief sich das in inländischen Investmentfonds veranlagte Kapital per Ende September 2003 auf 95,9 Mrd. EUR.
Verhaltene Neuveranlagungen in Publikumsfonds (0,94 Mrd. EUR) und stagnierende Investitionen bei Spezialfonds (0,08 Mrd. EUR) ergaben im 3. Quartal 2003 einen Nettomittelzufluss von 1,02 Mrd. EUR.
Während im Vorjahr das Wachstum des Veranlagungsvolumens massiv von institutionellen Investoren getragen wurde, waren bei dieser Investorengruppe nach geringen Investitionen im 1. Quartal 2003 (+0,51 Mrd. EUR) und Tilgungen im 2. Quartal (?0,73 Mrd. EUR) von Ende Juni bis Ende September mit 0,08 Mrd. EUR nur sehr geringe Neuinvestitionen zu beobachten.
Aber auch in Publikumsfonds wurde im 3. Quartal mit 0,94 Mrd. EUR nur sehr verhalten investiert, wodurch sich der Trend der schwachen Neuveranlagungen des heurigen Jahres fortsetzte. Wurden im Vorjahr durchschnittlich 1,42 Mrd. EUR pro Quartal neu veranlagt, so flossen in dem wesentlich besseren Börsejahr 2003 nur mehr 0,93 Mrd. EUR im Quartalsdurchschnitt in Publikumsfonds.
Kursgewinne im dritten Quartal, Gesamtperformance1) der österreichischen Investmentfonds bis Ende September 2003 4,4%.
Nach Kursverlusten von 0,73 Mrd. EUR im ersten Quartal bescherte das wieder freundlichere Börsenklima den Investmentfonds ab dem 2. Quartal wieder Kursgewinne.
Von Dezember 2002 bis Ende September 2003 ergab sich eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) von 4,4%. Dabei verzeichneten Aktienfonds eine positive Performance von 7,2%, Mischfonds ein Plus von 4,8%. Rentenfonds wiesen einen Kursgewinn von 3,5% auf. Geldmarktfonds (im Sinne der EZB Verordnung 2001/13) zeigten von Dezember 2002 bis Ende September 2003 eine positive Performance von 2,1%.
Nahezu der gesamte Anstieg des Vermögensbestandes fiel im 3.Quartal 2003 auf ausländische Werte.
Der Vermögenszuwachs im dritten Quartal 2003 wurde nahezu zur Gänze von Veranlagungen in ausländische Titel getragen. So verzeichneten die ausländischen Rentenwerte einen Anstieg von 1,15 Mrd. EUR (2,4%) während die inländischen Rentenwerte um 0,38 Mrd. EUR (?1,8%) abnahmen. Auch bei der Veranlagungskategorie Aktien- und Beteiligungspapiere war die Zunahme der ausländischen Werte mit 1,00 Mrd. EUR weit höher als der Anstieg der inländischen Aktien- und Beteiligungspapiere (0,05 Mrd. EUR).
Eine Ausnahme bildet die Veranlagungskategorie Investmentzertifikate, bei der die inländischen Werte einen höheren Anstieg als die ausländischen Titel verzeichneten. Allerdings bedeutet augrund von Doppelzählungen die Zunahme der inländischen Investmentzertifikate keine effektive Erhöhung des investierten Kapitals.
Rentenwerte dominieren die Veranlagungsstruktur der Investmentfonds.
Hinsichtlich der Struktur des veranlagten Kapitals dominierten mit einem Anteil von 73,0% (70,04 Mrd. EUR) die Rentenwerte, gefolgt von den Aktien und Beteiligungspapieren mit 16,8% (16,08 Mrd. EUR) und den Investmentzertifikaten mit 4,5% (4,35 Mrd. EUR).
Rund 46% des Fondskapitals ist in Ländern der Währungsunion (exkl. AT) veranlagt. Im 3. Quartal 2003 expandierte diese Region mit 4,8% am stärksten.
Per Ende September 2003 wurden in den Ländern der Währungsunion (exkl. AT) 44,28 Mrd. EUR (46,2%), im Inland 26,50 Mrd. EUR (27,6%) und in Ländern der übrigen Welt 25,15 Mrd. EUR (26,2%) veranlagt. Mit einem Anstieg in der Höhe von 4,8% gegenüber Juni 2003 entfiel die höchste Zuwachsrate auf die Veranlagungen in den Ländern der Währungsunion (exkl. AT) gefolgt von den Investitionen in den Ländern der übrigen Welt mit 2,2%. Das investierte Kapital im Inland ist hingegen um 2,6% gesunken.
Das Verhältnis Inlands- zu Auslandsveranlagungen betrug per September 2003 27,6% zu 72,4% (Dezember 2002: 32,2% zu 67,8%).
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1) Berechnung der OeNB: Saldo aus Kursgewinnen und Kursverlusten / durchschnittlich gebundenes Kapital kapitalgewichtet entsprechend den betrachteten Fondskategorien