Presseaussendung


Aktuellste Daten der Wertpapierstand-Statistik

Die Währung Euro war das Zugpferd

Wien, 15. 12. 2003


  • Entscheidung für den Euro als Anlagewährung bestimmte im ersten Halbjahr 2003 die österreichischen Zukäufe von ausländischen Schuldverschreibungen
  • Institutionelle Anleger nach wie vor die bedeutendsten inländischen Investoren
  • Auslandsnachfrage  nach österreichischen Staatstiteln weiterhin hoch              

Die „Portfolioposition Österreichs“ der Oesterreichischen Nationalbank für den Stichtag Ende Juni 2003 (Standstatistik über ausländische Wertpapiere in Händen von Österreichern und österreichische Wertpapiere in Händen von ausländischen Anlegern) zeigt folgende Ergebnisse:

 

Österreicher veranlagen in ausländische Wertpapiere:

 

Österreicher besaßen Ende Juni 2003 im Ausmaß von 125 Mrd EUR ausländische festverzins­liche Wertpapiere. Dieser Bestand wurde gegenüber dem Jahresultimo 2002 durch Zukäufe um 9 Mrd EUR erhöht. Die entsprechenden Bewertungseffekte (Wertpapierkursgewinne, Wechselkursverluste) kompensierten sich. Im ersten Halbjahr 2003 hat der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter an Wert verloren und die Staatsanleiherenditen sowohl in den USA als auch im Euroraum sind gefallen.

 

Analyse nach Investoren

Wie in der Vergangenheit waren institutionelle Anleger – v.a. Versicherungsunternehmen, Pensionskassen und Investmentfonds – die Hauptakteure; ihr Vermögensbestand an ausländischen festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich um mehr als 5 Mrd EUR auf 61 Mrd EUR. Das Bankensystem (OeNB und Banken) vermehrte sein entsprechendes Portefeuille um rund 2 Mrd EUR auf 53 Mrd EUR und die öffentlichen Stellen um rund 1,5 Mrd EUR (Bestand per Juni 2003: 3,5 Mrd EUR).

 

Währungsweise Analyse

Für die Investitionsentscheidung der Österreicher im ersten Semester 2003 war die Anlagewährung von entscheidender Bedeutung. Zu Jahresultimo 2002 betrug der Anteil der Euro denominierten Schuldverschreibungen an den Beständen der österreichischen Investoren 77%. Durch Zukäufe im ersten Halbjahr 2003 erhöhte sich dieser Wert auf 80%, das sind rund 95 Mrd. EUR. Die zweitwichtigste Anlagewährung, nämlich der US‑Dollar trug nur 1/10 zur währungsweisen Struktur bei.



Österreichischer Vermögensbestand an ausländischen Schuldverschreibungen zu Jahresmitte 2003

Ausländische Investoren veranlagen in österreichische Wertpapiere

 

Per Ende Juni 2003 betrug der Auslandsbesitz von österreichischen festverzinslichen Wertpapieren 210 Mrd EUR.

 

Analyse nach Emittenten

In den Monaten Jänner bis Juni 2003 erwarben ausländische Investoren österreichische Wertpapiere in Höhe von rund 17 Mrd EUR, vorwiegend Emissionen des österreichischen öffentlichen Sektors und nur in geringem Ausmaß inländische Bankenemissionen.

 

Analyse der Währungsgliederung in Kombination mit den österreichischen Emittenten­sektoren

Ausländische Investoren besitzen im Ausmaß von rund 111 Mrd EUR Schuldverschreibungen des öffentlichen Sektors, davon sind 83% in Euro denominiert. Weitere 8% haben als Nominalwährung US‑Dollar und 6% lauten auf Schweizer Franken.

Gleichzeitig sind langfristige Bankenemissionen in Höhe von rund 73 Mrd EUR im Besitz von Ausländern und davon sind nur 59% in Euro denominiert. Jedoch lauten 18% auf US‑Dollar und 12% haben Nominalwährung Schweizer Franken.

Schuldverschreibungen des sonstigen Sektors – vor allem aus der Gruppe der institutionellen Anleger und Unternehmen – sind im Ausmaß von rund 19 Mrd EUR im Besitz von ausländischen Anlegern. Davon sind 62% in Euro denominiert und 27% in Schweizer Franken.


Herausgeber:

Oesterreichische Nationalbank

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