- Entscheidung für den Euro als Anlagewährung bestimmte im ersten Halbjahr 2003 die österreichischen Zukäufe von ausländischen Schuldverschreibungen
- Institutionelle Anleger nach wie vor die bedeutendsten inländischen Investoren
- Auslandsnachfrage nach österreichischen Staatstiteln weiterhin hoch
Die „Portfolioposition Österreichs“ der Oesterreichischen Nationalbank für den Stichtag Ende Juni 2003 (Standstatistik über ausländische Wertpapiere in Händen von Österreichern und österreichische Wertpapiere in Händen von ausländischen Anlegern) zeigt folgende Ergebnisse:
Österreicher veranlagen in ausländische Wertpapiere:
Österreicher besaßen Ende Juni 2003 im Ausmaß von 125 Mrd EUR ausländische festverzinsliche Wertpapiere. Dieser Bestand wurde gegenüber dem Jahresultimo 2002 durch Zukäufe um 9 Mrd EUR erhöht. Die entsprechenden Bewertungseffekte (Wertpapierkursgewinne, Wechselkursverluste) kompensierten sich. Im ersten Halbjahr 2003 hat der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter an Wert verloren und die Staatsanleiherenditen sowohl in den USA als auch im Euroraum sind gefallen.
Analyse nach Investoren
Wie in der Vergangenheit waren institutionelle Anleger – v.a. Versicherungsunternehmen, Pensionskassen und Investmentfonds – die Hauptakteure; ihr Vermögensbestand an ausländischen festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich um mehr als 5 Mrd EUR auf 61 Mrd EUR. Das Bankensystem (OeNB und Banken) vermehrte sein entsprechendes Portefeuille um rund 2 Mrd EUR auf 53 Mrd EUR und die öffentlichen Stellen um rund 1,5 Mrd EUR (Bestand per Juni 2003: 3,5 Mrd EUR).
Währungsweise Analyse
Für die Investitionsentscheidung der Österreicher im ersten Semester 2003 war die Anlagewährung von entscheidender Bedeutung. Zu Jahresultimo 2002 betrug der Anteil der Euro denominierten Schuldverschreibungen an den Beständen der österreichischen Investoren 77%. Durch Zukäufe im ersten Halbjahr 2003 erhöhte sich dieser Wert auf 80%, das sind rund 95 Mrd. EUR. Die zweitwichtigste Anlagewährung, nämlich der US‑Dollar trug nur 1/10 zur währungsweisen Struktur bei.
