Presseaussendung


Entwicklung der inländischen Investmentfonds im Jahr 2003

Wien, 22. 3. 2004


Entwicklung der inländischen Investmentfonds im Jahr 2003
  • 24 österreichische KAGs mit 1.893 aufgelegten Investmentfonds verwalteten Ende 2003 einen Vermögensbestand von 111,0 Mrd EUR (Ende 2002: 102,7 Mrd EUR).
  • Das netto in Investmentfonds investierte Kapital (ohne "Fonds in Fonds"-Veranlagungen) stieg 2003 mit 7,06 Mrd EUR bzw. 7,8% auf Grund der gegenüber den Vorjahren höheren Kursgewinne wieder etwas stärker.
  • Der Anstieg im Jahr 2003 resultierte aus einem um mehr als die Hälfte gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Nettomittelzufluss von 4,36 Mrd EUR, Kursgewinnen in der Höhe von 5,89 Mrd EUR abzüglich Ausschüttungen im Ausmaß von 3,19 Mrd EUR.
  • Von Dezember 2002 bis Ende Dezember 2003 errechnete sich eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) von +5,5%.
  • Veranlagungen in ausländische Werte spürbar gestiegen, rund 72% des Fondskapitals sind im Ausland veranlagt (2002: 68%).     

2 neu gegründete Kapitalanlagegesellschaften erhöhten die Anzahl der österreichischen Anbieter von Investmentfonds auf 24. Vermögensbestand (verwaltetes Volumen) der österreichischen Investmentfonds per Ende Dezember 2003: 111,0 Mrd EUR.

Im 4. Quartal 2003 erhöhte sich die Anzahl der österreichischen Anbieter von Investmentfonds um 2 Gesellschaften. Die C-Quadrat KAG und die BA-CA Real Invest Immobilien-Kapitalanlage GmbH, die bereits einen Immobilienfonds auf Grundlage des am 1. September 2003 in Kraft getretenen Immobilien-Investmentfondsgesetzes aufgelegt hat. 

Zum Berichtstermin verwalteten somit 24 österreichische Kapitalanlagegesellschaften mit 1.893 aufgelegten Investmentfonds einen Vermögensbestand (inkl. "Fonds in Fonds"- Veranlagungen) von 111,0 Mrd EUR (Ende 2002: 102,7 Mrd EUR). 

Zunahme des in Investmentfonds veranlagten Kapitals im Jahr 2003 um 7,06 Mrd EUR bzw. 7,8%.

Ein Nettomittelzufluss von 4,36 Mrd. EUR (2002: 10,64 Mrd. EUR), Kursgewinne in der Höhe von 5,89 Mrd. EUR (2002: -4,28 Mrd. EUR) abzüglich Ausschüttungen von 3,19 Mrd. EUR (2002: 3,10 Mrd. EUR) erhöhten das vom Publikum und institutionellen Investoren in 

inländischen Investmentfonds investierte Kapital (veranlagtes Volumen unter Ausklammerung der "Fonds in Fonds"-Veranlagungen) im Jahr 2003 mit 7,06 Mrd. EUR bzw. 7,8% auf Grund der höheren Kursgewinne gegenüber den Vorjahren wieder etwas stärker. Damit belief sich das in inländischen Investmentfonds veranlagte Kapital per Ende Dezember 2003 auf 97,1 Mrd. EUR. 

Sowohl in Publikumsfonds (3,85 Mrd. EUR) als auch in Spezialfonds (0,51 Mrd. EUR) wurde moderat investiert, sodass sich für das Jahr 2003 nur ein geringer Nettomittelzufluss von 4,36 Mrd. EUR ergab. 

Während im Vorjahr das Wachstum des Veranlagungsvolumens noch massiv von institutionellen Investoren (Spezialfonds) getragen wurde, ergab sich im Jahr 2003 bloß ein Nettomittelzufluss von 0,51 Mrd. EUR. 

Wurden im Jahr 2002 durchschnittlich 1,42 Mrd. EUR pro Quartal neu in Publikumsfonds veranlagt, so betrug der Zufluss in dem wesentlich besseren Börsejahr 2003 im Quartalsdurchschnitt nur mehr 0,96 Mrd. EUR. 

Auch im Vergleich zu den Primäreinlagen war 2002 noch eine wesentlich stärkere Präferenz zugunsten Investmentfonds zu beobachten gewesen. Im Jahr 2003 waren hingegen die Neuveranlagungen in Investmentfonds und der Anstieg an Primäreinlagen mit jeweils rund +4,8% praktisch gleich hoch. 

Kursgewinne im vierten Quartal, Gesamtperformance der österreichischen Investmentfonds bis Ende Dezember 2003 +5,5%. 

Nach Kursverlusten von 0,73 Mrd. EUR im ersten Quartal 2003 bescherte das wieder freundlichere Börsenklima den Investmentfonds ab dem 2. Quartal Kursgewinne. 

Von Dezember 2002 bis Ende Dezember 2003 ergab sich eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) von 5,5%. Dabei verzeichneten Aktienfonds eine positive Performance von 12,3% und 

Mischfonds ein Plus von 6,5%. Rentenfonds wiesen einen Kursgewinn von 3,4% auf. Geldmarktfonds (gemäß EZB Definition) zeigten eine positive Performance von 2,5%. 

Nahezu der gesamte Anstieg des Vermögensbestandes entfiel im Jahr 2003 auf ausländische Werte. Vermögenszuwächse im 4. Quartal 2003 erfolgten vor allem in Bankguthaben. 

Der Vermögenszuwachs im Berichtsjahr 2003 wurde nahezu zur Gänze von Veranlagungen in ausländische Titel getragen. So verzeichneten die ausländischen Rentenwerte einen Anstieg von 5,75 Mrd. EUR (+13,3%) während die inländischen Rentenwerte um 3,11 Mrd. EUR (-13,8%) abnahmen. Auch bei der Veranlagungskategorie Aktien- und Beteiligungspapiere war die Zunahme der ausländischen Werte mit 2,06 Mrd. EUR weit höher als der Anstieg der inländischen Aktien- und Beteiligungspapiere (0,22 Mrd. EUR). Damit entfallen nur rd. 1 Mrd. EUR (0,9%) auf Veranlagungen in österreichische Aktien und Beteiligungspapiere. 

Besonders zu erwähnen ist, dass im vierten Quartal 2003 sehr vorsichtig agiert wurde und beim Vermögenszuwachs der Aufbau von Bankguthaben (1,53 Mrd. EUR) dominierte. Bestände an Aktien und Beteiligungspapieren konnten trotz guter Börsesituation nur um 0,65 Mrd. EUR zunehmen. 

Rentenwerte dominierten die Veranlagungsstruktur der Investmentfonds. 

Hinsichtlich der Struktur des veranlagten Kapitals dominierten mit einem Anteil von 70,4% (68,39 Mrd. EUR) die Rentenwerte, gefolgt von den Aktien und Beteiligungspapieren mit 17,2% (16,72 Mrd. EUR), den sonstigen Vermögensanlagen mit 7,5% (7,25 Mrd. EUR) und den Investmentzertifikaten mit 4,9% (4,75 Mrd. EUR). 

Rund 72% des Fondskapitals werden im Ausland veranlagt. 

Per Ende Dezember 2003 wurden in den Ländern der Währungsunion (exkl. AT) 45,53 Mrd. EUR (46,9%), im Inland 27,40 Mrd. EUR (28,2%) und in Ländern der übrigen Welt 24,21 Mrd. EUR (24,9%) veranlagt.

Das Verhältnis Inlands- zu Auslandsveranlagungen betrug per Dezember 2003 28,2% zu 71,8% (Dezember 2002: 32,2% zu 67,8%). 



Entwicklung der inländischen Investmentfonds im Jahr 2003

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