Mit Beschluss des Generalrates vom 9. September 2004 wird die Oesterreichische Nationalbank - mit Blick auf ihre jahrzehntelange Tradition der Förderung von Wissenschaft und Forschung in Österreich - eine Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien (IHS) zur Verbesserung der postgradualen wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung in Österreich eingehen. Damit soll für Österreich, ähnlich wie in der Schweiz oder den Niederlanden, eine nationale PhD-Ausbildung mit international vergleichbarer Spitzenqualität nachhaltig gesichert werden. Internationale Vergleiche zeigen, dass es für kleine Länder schwierig ist, eine genügend große Zahl hoch qualifizierter akademischer Lehrer und Forscher an einem Ort zu konzentrieren, wie dies beispielsweise in Cambridge oder Massachusetts (Harvard, MIT, NBER) der Fall ist. Eine derart nationale Anstrengung fehlte bisher in Österreich.
Das IHS hat durch seine Konzentration auf die postgraduierte Weiterbildung auf diesem Gebiet die bei weitem größte Erfahrung in Österreich. Das IHS will mit einem Bündel von Maßnahmen, welches u. a. eine Erweiterung von Professuren und Assistenten, Forschungssabbaticals und höhere Stipendien für den studentischen Nachwuchs vorsieht, dieses ambitionierte Ziel in einigen Jahren erreichen.
Konkret wird die OeNB dem IHS ab dem Jahr 2005 – zusätzlich zu ihrer „Basisfinanzierung für das IHS“ – für 3 Jahre jährlich 500.000 Euro zur Verfügung stellen. Eine wesentliche Voraussetzung für diese außerordentliche und zweckgebundene Subventionserhöhung der OeNB für das IHS bleibt allerdings, dass auch der Bund das IHS weiterhin – auf valorisierter Basis – subventioniert. Die vom IHS erbrachten Leistungen werden nach drei Jahren evaluiert.
Das Institut für Höhere Studien sollte damit in der Lage sein, Österreich im Bereich der postgradualen wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung im internationalen Spitzenfeld zu positionieren und im Bereich der Forschung international wettbewerbsfähig zu bleiben.
Presseaussendung
OeNB kooperiert mit IHS zur Verbesserung der postgradualen wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung in Österreich
Wien, 10. 9. 2004
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