Auch wenn Notenbanken wichtiger Industrienationen im Rahmen des kürzlich verlängerten Goldabkommens in den nächsten fünf Jahren weiter Gold verkaufen werden, bleibt es dennoch ein wichtiger Bestandteil der offiziellen Währungsreserven“, erklärte Nationalbankdirektor Dr. Peter Zöllner am Freitag beim von Euromoney veranstalteten „Gold Investment Summit“ in London.
Goldbestände seien die einzige Form von Währungsreserven die niemandes Verbindlichkeit sind. „Gold hat sich außerdem langfristig als Inflationsschutz bewährt, dient der Risikostreuung und wird auch von privaten Investoren als realer Wert in Zeiten geopolitischer Unsicherheit geschätzt“, so Zöllner.
Im stark diversifizierten Reservenportfolio der Oesterreichischen Nationalbank spielt Gold nach wie vor eine wichtige Rolle. „Der Wert der Goldreserven übersteigt zur Zeit den Wert der Dollarreserven im OeNB-Portefeuille klar“, gab Zöllner Einblick in die Veranlagungsstruktur der österreichischen Devisenreserven.
Zöllner kann einer in akademischen Kreisen da oder dort diskutierten Einführung einer Goldwährung nichts abgewinnen, „weil das Währungsregime des Goldstandards bereits vor dreißig Jahren gescheitert ist“. Allerdings ist Zöllner der festen Überzeugung, dass Gold seine wichtige monetäre Rolle auch in der Zukunft beibehalten wird.
Presseaussendung
Gold bleibt wichtiger Bestandteil der Währungsreserven
Wien, 5. 11. 2004
Verleger, Herausgeber und Hersteller:
Oesterreichische Nationalbank
Sekretariat des Direktoriums / Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Günther Thonabauer
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