Mehr als 200.000 Besucher wechselten bei der „Rollenden Zweiganstalt der OeNB“ seit 2002 rund 113,5 Mio. Schilling in Euro. Was mit einer einmalig geplanten Service-Aktion der OeNB im Zuge des Schilling-Euro-Tausches begann, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der erfolgreichsten Roadshows Österreichs entwickelt. „Mit der Euro-Tour haben wir ein in Europa für Notenbanken einzigartiges Instrument ins Leben gerufen, um direkt mit den Bürgern in Kontakt zu treten. Dieser intensive Kontakt in den letzten Jahren war für alle Seiten von Vorteil. Für die Bürger, weil wir ihnen direkt vor Ort wichtige Services zur Verfügung stellen können und für uns als OeNB, weil wir auf der Euro-Tour Tag für Tag ein wichtiges Feedback über den Euro und unsere Arbeit bekommen“, erklärt OeNB Vize-Gouverneur Dr. Wolfgang Duchatczek, „Heute ist die „Rollende Zweiganstalt der OeNB“ aus dem Dienstleistungsangebot der Oesterreichischen Nationalbank nicht mehr wegzudenken.“
2005: Mit 89 Stationen die bislang größte Euro-Tour
Da das Interesse der Bürger am Euro und seinen Sicherheitsmerkmalen ungebrochen hoch ist und sich der Schilling-Euro-Tausch nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, setzt die OeNB mit der Euro-Tour 2005 neue Maßstäbe. Heuer stehen nämlich so viele Stationen wie noch nie auf dem Tourplan: Zwischen der ersten Station in Wien am 13. Mai und der letzten am 27. August wieder in Wien macht die „Rollende Zweiganstalt der OeNB“ in allen 9 Bundesländern in insgesamt 85 Städten und Gemeinden für jeweils einen ganzen Tag halt. Dabei werden den Besuchern täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr folgende bewährte Dienstleistungen geboten:
1. Alle Informationen rund um den Euro
- Informationen zu den Sicherheitsmerkmalen
- Live-Demonstration echte Banknoten vs. Fälschungen
- „Euro-Sicherheits-Check“ vor Ort
3. Euro-Gewinnspiel
- Gewinnfrage rund um die Sicherheitsmerkmale des Euro
- Tägliche Gewinne: Münzsets mit 1-Euro Münzen aus allen Euro-Ländern
Schillingbestände im Gegenwert von 827 Mio. Euro noch in UmlaufTrotz der raschen und erfolgreichen Umstellung auf den Euro gibt es heute noch immer ruhende Schillingbestände im Gegenwert von etwa 827 Mio. Euro. Davon belaufen sich 230 Mio. Euro auf „alte“ Schillingserien, die zum Zeitpunkt des Eurotausches nicht mehr gesetzliches Zahlungsmittel waren. Dies zeigt, dass Banknoten und Münzen sehr gerne gesammelt werden und daher teilweise den Weg zurück zur Notenbank nicht mehr finden werden. Für alle Österreicherinnen und Österreicher, die noch alte Schilling in Euro tauschen wollen ist der Gratis Schilling-Euro-Tausch bei allen Kassen der Oesterreichischen Nationalbank und natürlich bei der „Rollenden Zweiganstalt der OeNB“ möglich.
Österreichische Besonderheit: Letzte Schillingserie kann unbegrenzt getauscht werden – Vorsicht lediglich bei sehr alten Schilling-Banknoten
In den meisten europäischen Ländern ist die Umtauschmöglichkeit der Vorläuferwährung zeitlich begrenzt und die ehemalige nationale Währung verliert mit einem Fixdatum ihren Wert. In Österreich jedoch kann die letzte Schilling-Serie ohne zeitliches und betragsmäßiges Limit bei der OeNB getauscht werden. Anders verhält es sich nur bei alten Banknotenserien, die bereits vor der Euro-Einführung außer Kraft gesetzt wurden. Das damals kommunizierte Datum, bis zu dem die Banknoten getauscht werden können, die so genannte Präklusivfrist, bleibt weiterhin aufrecht.
1.000-Schilling Banknote „Bertha von Suttner“: Ausgegeben 1970. Eingezogen 1985. Heuer verliert sie ihre Gültigkeit
Das bedeutet für heuer, dass die 1970 ausgegebene und bereits vor 20 Jahren außer Kraft gesetzte 1.000‑Schilling Banknote mit dem Porträt von Bertha von Suttner am 30.08.2005 ihre Gültigkeit verliert. Derzeit sind noch rund 463.000 Stück der „Bertha von Suttner-Banknote“ im Umlauf. „Mit der Euro-Tour 2005 leisten wir heuer einen wichtigen Beitrag, dass die Österreicherinnen und Österreicher speziell darauf achten, ob sie noch eine Bertha von Suttner-Banknote zu Hause haben. Wenn ja, dann können sie diese bequem bei der „Rollenden Zweiganstalt der OeNB“ gratis in Euro tauschen,“ so OeNB Vize-Gouverneur Dr. Wolfgang Duchatczek.
Der detaillierte Tourplan mit allen 89 Stationen ist auf der Website der Oesterreichischen Nationalbank unter www.oenb.at abrufbar.