Presseaussendung


Der Blick hinter die Fassaden – Architekturausstellung im Geldmuseum der OeNB

Erstmals präsentiert eine Ausstellung die Architektur von Nationalbankgebäuden der 25 Staaten des ESZB-Systems im Spannungsfeld der Architekturepochen.

19. 9. 2005


Der Bogen der bestehenden Gebäude von Notenbanken, die in dieser Ausstellung gezeigt werden, spannt sich vom frühen Historismus mit der Belgischen Nationalbank, deren Gebäude 1868 errichtet wurde, über die beginnende Moderne Anfang des 20. Jahrhunderts, die Nachkriegsarchitektur bis zur Gegenwart mit dem Wettbewerb für den Neubau der Europäischen Zentralbank, 2002-2004, der von dem österreichischen Architektenteam Coop Himmelb(l)au gewonnen wurde. Wie der Titel dieser Ausstellung bereits verrät, wird erstmals auch ein Blick hinter die Außenfassaden dieser architektonisch bemerkenswerten Gebäude ermöglicht. 

 

Der Vergleich der Architektur der Notenbanken des ESZB-Systems – der europaweit in dieser Ausstellung erstmals erarbeitet wurde – zeigt deutlich, dass Nationalbankgebäude aus architektonischer Sicht einen eigenen Bautypus darstellen, dessen Ziel auf die einfache Formel: Repräsentanz, Sicherheit und (Währungs-)Stabilität gebracht werden kann. Dass diese Botschaft in der Architekturepoche des 19. Jahrhunderts anders aussah als heute, ist verständlich und nachvollziehbar, dennoch: Der Wunsch nach Signethaftigkeit ist zum Beispiel in der überreichen und stärker auf Repräsentanz bedachten Zeit des Historismus ebenso gegenwärtig wie in der Funktionsbezogenheit der Gegenwart. 

 

Wie Gouverneur Dr. Liebscher anläßlich der Ausstellungseröffnung betonte, „spiegelt die Architektur der gezeigten Bauten auch die kulturelle Aufgabe der Notenbanken wider, der wir uns bis heute verpflichtet fühlen“. Es ist kein Zufall, dass sich unter den Architekten große Namen wie Arne Jacobsen in Kopenhagen, Gaetano Koch in Mailand, Leopold Bauer in Wien oder – um auch einen zeitgemäßen Namen anzuführen – Wilhelm Holzbauer bei dem neuen OeNB-Gebäude (OeNB II) finden.  

 

Dass sich beim Wettbewerb um den Neubau der EZB in Frankfurt das österreichische Architektenteam Coop Himmelb(l)au letzten Endes gegen international anerkannte Konkurrenten wie Frank O.Gehry aus Los Angeles durchsetzen konnte, verdeutlicht wieder einmal die hohe Qualität und große Konkurrenzfähigkeit österreichischer Leistungen.  

 

Geld und Baukunst scheinen viel Gemeinsames zu haben; nicht zuletzt symbolisieren beide bleibende Werte, Stabilität und Sicherheit.



Herausgeber:

Oesterreichische Nationalbank

Sekretariat des Direktoriums/Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: (+43-1) 404 20-6666



  • Danmarks Nationalbank

     

  • Danmarks Nationalbank – Innenansicht

     

  • Danmarks Nationalbank – Stiegenaufgang

     


  • Nationale Bank van Belgie/Banque Nationale de Belgique

     

  • Nationale Bank van Belgie/Banque Nationale de Belgique – Innenansicht

     

  • Banque de France

     


  • Banco de Portugal

     

  • Banco de Portugal – Innenansicht

     

  • Banque de France

     




  • Latvijas Banka

     

  • Europäische Zentralbank – Entwurf

     

  • De Nederlandsche Bank

     


  • Oesterreichische Nationalbank

     

  • Oesterreichische Nationalbank – Verbindungsbrücke

     

  • The National Bank of Malta

     




  • Banco de España – Tresor

     

  • Banco de España

     

  • Ceska Národni Banka

     


  • Ceska Národni Banka – Innenansicht

     

  • Latvijas Banka – Stiegenaufgang

     

  • Magyar Nemzeti Bank

     


  • Magyar Nemzeti Bank – Innenansicht

     

  • Národná Banka Slowenska

     

  • Národná Banka Slowenska – Innenansicht

     



Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Zentralbanken. Die Rechte am Entwurf des neuen Gebäudes der EZB liegen bei Coop Himmelb(l)au.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung „Der Blick hinter die Fassaden“ ist die Wiedergabe in Medien zulässig.


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