Die Bemühungen der Oesterreichischen Nationalbank, der größten österreichischen Banken und Versicherungen sowie des Bundes, einen normalen Geschäftsbetrieb der BAWAG P.S.K. bis zum geplanten Verkauf sicherzustellen, konnten nunmehr positiv abgeschlossen werden. Zuvor waren noch wesentliche rechtliche Fragen durch die FMA und das BMF geklärt worden.
Die Banken BA-CA, Erste Bank, ÖVAG und RZB sowie die Versicherungen Allianz, Generali, Uniqa und Wiener Städtische gründeten am Mittwoch den 14. Juni 2006 zwei Gesellschaften zur Unterstützung der BAWAG P.S.K.. In die eine Gesellschaft bringen die BA-CA, die Erste Bank und die RZB je 100 Mio. EUR und die ÖVAG 50 Mio. EUR ein; in die zweite Gesellschaft werden je 25 Mio. EUR von den Versicherungen eingebracht. Die mit 20% an den Gesellschaften beteiligte BAWAG P.S.K. hat jeweils die Funktion des Kontrollgesellschafters.
Mit Hilfe der vereinbarten Konstruktion kann sich die BAWAG P.S.K. zusätzliche Eigenmittel (Tier 1 Kapital) in Höhe von insgesamt 450 Mio. EUR anrechnen. Als Gruppe erreicht die BAWAG P.S.K. mit ihrer Muttergesellschaft damit wieder eine aufsichtsrechtlich adäquate Eigenmittelausstattung. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Mittelbereitstellung für die Banken und Versicherungen weitgehend risikolos ist. Daher ist eine Veranlagung der 450 Mio. EUR auch ausschließlich in Euro-Staatsanleihen mit ausgezeichnetem Rating zulässig.
Mitte Mai war bereits der erste Teil des Unterstützungspakets in Form des BAWAG P.S.K.-Sicherungsgesetzes beschlossen worden, das die Grundlage für eine Haftung des Bundes in Höhe von bis zu 900 Mio. EUR bildet.
Mit den abgeschlossenen Vergleichsverhandlungen in den USA, der auf Basis der Bundesgarantie erfolgten Bilanzerstellung für das Jahr 2005 und der verbesserten Eigenmittelsituation liegen nunmehr wesentliche Voraussetzungen vor, den eingeleiteten Verkaufsprozess der Bank professionell und planmäßig voran zu bringen.
Diese konsequente Unterstützung der BAWAG P.S.K. durch die größten Teilnehmer des österreichischen Finanzmarktes zeigt deutlich die Verfolgung eines mit dem Bund, der Finanzmarktaufsicht und der OeNB gemeinsamen Ziels: die Sicherung der Finanzmarktstabilität in Österreich.
Rückfragehinweise:
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