Mit einem Staraufgebot an Vortragenden begeht die OeNB bei der heurigen Volkswirtschaftlichen Tagung das zehnjährige Bestehen der Wirtschafts- und Währungsunion.
Nach der Tagungseröffnung durch Gouverneur Dr. Liebscher wird Bundeskanzler Dr. Gusenbauer zum Thema „Der Euro in der erweiterten EU aus österreichischer Sicht“ sprechen. Vizekanzler und Finanzminister Mag. Molterer wird aktuelle „Herausforderungen und Chancen für die österreichische Wirtschaftspolitik“ erörtern. Ebenfalls am Vormittag des ersten Konferenztages sind zwei Spitzenvertreter von EU-Institutionen zu Gast: EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zieht Bilanz über „10 Jahre Eurosystem“, und Jean-Claude Juncker, Präsident der Eurogruppe, untersucht die Frage „Die WWU und die wirtschaftspolitischen Institutionen der EU – Intelligentes Design oder ‚Learning by Doing’?“ Eine transatlantische Perspektive wird der Vorsitzende des wirtschaftspolitischen Beraterstabs des amerikanischen Präsidenten, Prof. Edward P. Lazear, in seinem Vortrag „Die WWU, der Euro und Europas Rolle in der Weltwirtschaft“ einnehmen.
Der Nachmittag des ersten Tages gehört den Ökonomen. International renommierte Professoren, wie Charles Wyplosz, Mathilde Maurel, Philip Lane, Andrew K. Rose und Charles Goodhart, diskutieren die WWU-Erweiterung, die Wechselwirkung der WWU mit der Finanzmarktintegration und dem Handel sowie die Frage, ob der Euro zukunftssicher sei. Der Präsident der De Nederlandsche Bank und Vorsitzende des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, Arnout H.E.M. Wellink, äußert sich in seiner Dinner Speech zu dem hochaktuellen Thema „Bankenaufsicht im Euroraum: Erfahrungen, Herausforderungen und Aussichten“.
Den zweiten Tagungstag leitet der Präsident a.D. der Deutschen Bundesbank, Hans Tietmeyer, mit einer historischen Betrachtung zur WWU ein. Den Abschluss der Konferenz bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Österreich und die WWU“ unter hochrangigen österreichischen Vertretern der Politik, der Sozialpartner und den Leitern von WIFO und IHS.
Im Rahmen der Tagung wird die OeNB auch eine neue Ausstellung zur WWU und zum Euro präsentieren.