Presseaussendung


Mit Salz, Beil und Rind auf Shopping-Tour – Frühe Zahlungsmittel in Europa

Eine Ausstellung im Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB)

Wien, 9. 6. 2009


Salz, Beil und Rind – kaum jemand wird in diesen Gegenständen Zahlungsmittel vermuten. Es sind dies aber nur drei Beispiele einer großen Zahl heute oft skurril anmutender Geldformen, die es auf dem Weg zu einem modernen Geldwesen in Europa gegeben hat.

 

Ausgehend vom einfachen Tauschhandel in der Steinzeit beleuchtet die Ausstellung die Entwicklung früher Zahlungsmittel in Europa. Die Formenvielfalt dieser prämonetären Zahlungsmittel war erstaunlich groß: So spannt sich der Bogen der gezeigten Objekte vom Gerätegeld über keltische Noppenringe bis zu Zobelfellen und Stockfischen, die sogar noch im Spätmittelalter als Naturalgeld verwendet wurden. Selbst die in Homers Epen als Wertmesser für Sklaven, Waffen und andere Wertgegenstände dienenden Rinder fanden ihren Platz in der Ausstellung.

 

„Gerade diese Vielzahl an Zahlungsmitteln macht die Unzulänglichkeiten der Tauschwirtschaft im Vergleich zur modernen Geldwirtschaft offensichtlich“, hielt OeNB-Gouverneur Dr. Ewald Nowotny im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung fest.

 

Besondere Höhepunkte sind 25.000 Jahre alte Steinwerkzeuge oder bronzezeitliche Ringbarrendepots, die in der Ur- und Frühgeschichte als Zahlungsmittel dienten.

 

Die zahlreichen Objekte, die von renommierten Leihgebern aus dem In- und Ausland sowie aus der OeNB-Sammlung stammen, ermöglichen spannende Einblicke in einen zu Unrecht vernachlässigten Bereich der europäischen Geldgeschichte.

 

 

Zur Ausstellung

 

Ausstellungstitel:

Mit Salz, Beil und Rind auf Shopping-Tour. Frühe Zahlungsmittel in Europa.

Ausstellungsdauer:

10. Juni 2009 bis 29. Jänner 2010

Adresse:

Oesterreichische Nationalbank, Geldmuseum, Otto-Wagner-Platz 3, A-1090 Wien

Öffnungszeiten des Geldmuseums:

Dienstag und Mittwoch von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Donnerstag von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr

Freitag von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr

Samstag bis Montag sowie an Feiertagen, 24. 12. und 31. 12. geschlossen

 

Führungen & Workshops:

Für Gruppen ab 10 Personen, kostenlos, Terminvereinbarung notwendig!

Anmeldung:

Tel.: (+43-1) 404 20-6644, Fax: (+43-1) 404 20-6695,geldmuseum@oenb.at

Eintritt:

Frei

Anreise:

U2 Schottentor, Straßenbahn Linien 37/38/40/41/42/43/5

 

 

Weitere Informationen unter www.geldmuseum.at bzw. www.oenb.at



Verleger, Herausgeber und Hersteller:

Oesterreichische Nationalbank

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit

Mag. Günther Thonabauer 

Tel.: (+43-1) 404 20-6666



  • Ringbarrenmischdepotfund Fels am Wagram – Bundesdenkmalamt

    Ringbarrenmischdepotfund, 2.200 bis 1.600 v. Chr., Fundort Fels am Wagram, NÖ. Bundesdenkmalamt. 

  • Detail Ringbarrenmischdepotfund Fels am Wagram – Bundesdenkmalamt

    Detail aus dem Ringbarrenmischdepotfund, 2.200 bis 1.600 v. Chr., Fundort Fels am Wagram, NÖ. Bundesdenkmalamt. Untergewichtige Ring- und Spangenbarren wurden durch Manschetten an das Normgewicht angepasst. 

  • Vitrinenansicht Bronzezeit

    Vitrinenansicht Bronzezeit. 


  • Ringbarrendepot NHM

    Ringbarrendepot, 2.300 bis 1.600 v. Chr. Naturhistorisches Museum (NHM). Diese ringförmigen Barren aus der frühen Bronzezeit dienten als Zahlungsmittel und Opfergeld. 

  • Keltische Eisenbarren – Kreissparkasse Köln

    Keltische Eisenbarren, 1. Jh. vor bis 1. Jh. nach Chr. Kreissparkasse Köln. Bereits Caesar erwähnt in seinem Werk über den gallischen Krieg das keltische Barrengeld. 

  • Übersicht prämonetäre Zahlungsmittel

    Übersicht prämonetäre Zahlungsmittel: Getreide, Felle, Salz, Bernstein, Beile, Äxte, Schmuck- und Barrengeld. 


  • Viehgeld

    Vitrine Viehgeld. Jerkfilms Wien. Von Homers Zeiten bis ins Mittelalter dienten Rinder als Zahlungsmittel und Wertmaßstab. 

  • Frühmittelalterliche Eisenbarren, 9. Jh.

    Frühmittelalterliche Eisenbarren, 9. Jh., Bojná. Archäologisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften. 

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