Die jährlich stattfindende Conference on European Economic Integration tagt heuer am 16. und 17. November 2009 im Hotel Marriott in Wien. Die Tagung trägt den Titel „The Euro’s Contribution to Economic Stability in CESEE“ und widmet sich der Frage, inwieweit der Euro für Zentral-, Ost- und Südosteuropa bereits ein Stabilitätsanker ist beziehungsweise in Zukunft sein könnte.
Bei der diesjährigen Konferenz soll die Rolle des Euro aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet werden. Einige wenige ost- bzw. südosteuropäische Länder haben den Euro bereits eingeführt, andere überlegen noch und stehen hinsichtlich des richtigen Zeitpunktes einer Euro-Einführung vor schwierigen Entscheidungen. Ungeachtet dessen ist der Euro vor allem in südost-europäischen Ländern bereits eine beliebte Parallelwährung, was insbesondere bei der Kreditvergabe zusätzliches Risikopotential in sich birgt.
Zehn Jahre Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) zeigen, dass der Euro zwar einen guten Puffer gegen globale Schocks darstellt, den Aufbau interner und externer Ungleichgewichte jedoch nicht verhindern kann. Daher ist auch in jenen EU-Ländern, die bereits vom Schutzschirm des Euros profitieren, die Wirtschaftspolitik gefordert.
In Anschluss an die Konferenzeröffnung durch den Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny, wird Joaquín Almunia, Wirtschafts- und Finanzkommissar der Europäischen Kommission, über die Rolle des Euro referieren. Danach folgen zahlreiche Gouverneure und Vizegouverneure ost- und westeuropäischer Notenbanken. Mit Gertrude Tumpel-Gugerell, Direktoriumsmitglied der EZB, ist auch die EZB am ersten Konferenztag hochrangig vertreten. Am zweiten Tag wird Paul de Grauwe, Wirtschaftsprofessor der Katholieke Universiteit Leuven, die Diskussion eröffnen. Die Konferenz schließt mit einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion zur aktuellen und künftigen Situation der Banken in Zentral-, Ost- und Südosteuropa.
Nähere Informationen über Inhalte und Vortragende können dem Programm (152 KB) entnommen werden.