Presseaussendung


2012: Euro-Bargeld feiert 10-jähriges Jubiläum

1. 12. 2011


2012 jährt sich zum 10. Mal die Einführung von Euro-Bargeld. Die Einführung der Gemeinschaftswährung ist eine einmalige Errungenschaft in der europäischen Geschichte. Für mehr als 300 Millionen Europäer in 17 Ländern ist der Euro mittlerweile zu einem selbstverständlichen Zahlungsmittel geworden. Der Euro nutzt vor allem kleinen, exportorientierten Volkswirtschaften wie Österreich.

 

2012 steht ganz im Zeichen des Jubiläums einer Weltwährung: Die Einführung von Euro-Bargeld jährt sich im nächsten Jahr zum 10. Mal. Als Buchgeld wurde die Gemeinschafts­währung bereits 1999 eingeführt. Mittlerweile gehört der Euro auch zum Alltag jeder Österreicherin und jedes Österreichers. Aktuell befinden sich insgesamt 880 Mrd Euro im Umlauf. Die OeNB schätzt den tatsächlichen österreichischen Bargeldumlauf auf etwa 25 Mrd. Euro. Somit sind die Euro-Banknoten und -Münzen der Gemeinschaftswährung das greifbarste Symbol der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU).

 

Die Einführung des Euro war eine gewaltige logistische Herausforderung für die ursprünglich beteiligten zwölf Euroländer. Der Erfolg sprach für sich: Zum Jahreswechsel 2002 konnten mit Schlag Mitternacht die ersten Euro-Banknoten bei Bankomaten bzw. bei den eigens eingerichteten Schilling-Euro-Kassen bezogen werden. Sogar der damalige OeNB-Gouverneur Dr. Klaus Liebscher ließ es sich nicht nehmen, eigenhändig am Wiener Rathausplatz die ersten Euro-Banknoten an die Bevölkerung auszugeben. Nach den zwei Monaten der dualen Phase, in der Schilling und Euro parallel galten, war der Umtausch praktisch abgeschlossen.

 

Vorteile des Euro

Trotz der aktuellen Schuldenprobleme einiger Staaten hat sich der Euro als Währung bewährt. Der Euro wurde zur Weltwährung und die kleine, exportorientierte Volkswirtschaft Österreichs hat davon profitiert: 350.000 neue Arbeitsplätze seit der Euro-Einführung, die aktuell niedrigste Arbeitslosenquote der EU und 55 % der Exporte gehen in den Euroraum (vgl. 2002: 42 %). Der Euro fördert den Wettbewerb und bringt den Konsumentinnen und Konsumenten höhere Preistransparenz. Zusätzlich schützt er Österreich besser gegen internationale Spekulationen. Der Euro ermöglichte den Wegfallvon Kosten für Transaktionen mit Fremdwährungen und Wechselkursrisiken. Spesen und Gebühren gehören somit beim Reisen in Euroländern der Vergangenheit an. Das nutzt nicht zuletzt auch dem Tourismusland Österreich.

 

Euro-Bargeldumlauf und -versorgung

Pro Tag werden durchschnittlich knapp 6 Mio Stück Banknoten von der OeNB-Tochter Geldservice Austria (GSA) auf ihre Umlauffähigkeit und Echtheit überprüft. DieSicherheitsmerkmale der Banknoten entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und machen es somit schwierig, den Euro zu fälschen: In Österreich sinkt das Fälschungsaufkommen kontinuierlich (-45,14 % im 1. Halbjahr 2011).Bargeld ist nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel der Österreicherinnen und Österreicher: Durchschnittlich befinden sich Euro-Banknoten und -Münzen im Wert von EUR 69 in den österreichischen Geldbörsen.

 

Schilling-Bargeld-Tausch

Bei der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) können weiterhin alle Schilling-Banknoten und -Münzen der letzten Serie ohne zeitliches und betragsmäßiges Limit getauscht werden: An den OeNB-Kassen, mittels eines Wertbriefs oder in den Sommermonaten bei der Euro-Tour. Kuriose Geschichten beweisen seit 10 Jahren, wo Überbleibsel der alten Währung entdeckt werden. Im Rahmen der Euro-Tour können diese Schätze in Euro gewechselt werden.

 



 



Verleger, Herausgeber und Hersteller:

Oesterreichische Nationalbank

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit

Mag. Günther Thonabauer 

Tel.: (+43-1) 404 20-6666

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