Oesterreichische Nationalbank und österreichische Wirtschaft
Wirtschafts- und Währungsunion – Entscheidungen für den Übergang zum Euro
Konjunktureller Hintergrund
Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute im ersten Quartal 1998
Rentenmarkt im Jahr 1997 − Die wichtigsten Entwicklungen im Rückblick
Erwerbsstatistik für in- und ausländische Wertpapiere im Jahr 1997
Zahlungsbilanz im Jahr 1997
Umstellung in der Systematik der österreichischen Zahlungsbilanz
Internationale Wirtschaft
Konjunkturelle Entwicklung in den Industrieländern
Monetäre Entwicklung in den Industrieländern
Internationale Verschuldung
Zusammenarbeit im internationalen Währungs- und Finanzsystem
Studie
Disinflation und Fiskalpositionen – Eine komparative Analyse der EU-Länder in der Periode 1970 bis 1996
Seit den frühen siebziger Jahren ist die Staatschuld in den EU-Ländern mit Ausnahme von Luxemburg stark gestiegen. Verschiedene Autoren unterstellen, daß diese Entwicklung in engem Zusammenhang mit der Disinflationspolitik steht. Andere Autoren hingegen sehen einen solchen Zusammenhang nicht. In dieser Studie wird der Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Staatschuld und Disinflation in den 15 EU-Ländern für den Zeitraum 1970 bis 1996 untersucht, wobei der Einfluß der Auswirkungen der Disinflation auf Realzinsen, budgetärer Primärsaldo, Wirtschaftswachstum und Seigniorage analysiert wird. Die Ergebnisse dieser Arbeit deuten darauf hin, daß die Wirkungen der Disinflation auf die öffentliche Verschuldung – mit unterschiedlicher Intensität – über vier Kanäle gewirkt hat. Hauptfaktor für die in Europa zwischen 1970 und Mitte der neunziger Jahre beobachtete Schuldensteigerung dürfte aber die diskretionäre Fiskalpolitik gewesen sein.
Die im Teil „Studien“ dieses Hefts zum Ausdruck gebrachte Meinung des jeweiligen Autors kann im Einzelfall von der Meinung der OeNB abweichen.