Berichte und Studien

Berichte und Studien 4/1999


Wirtschaftliche Entwicklung in der Währungsunion und in der EU

Wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und in der EU 

Gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich 1999 bis 2001 vom Herbst 1999 

Zusammenarbeit im ESZB und europäische Integration 

 

Monetäre Entwicklung in Österreich

Geschäftstätigkeit der inländischen Kreditinstitute in den ersten drei Quartalen 1999

Zahlungsbilanz im ersten Halbjahr 1999

Direktinvestitionen Österreichs − Ergebnisse der Befragung 1997 und Entwicklung ausgewählter Indikatoren 

 

Internationale Wirtschaft

Entwicklungen in ausgewählten Industrieländern außerhalb der EU 

Internationale Verschuldung und Emerging Markets 

Zusammenarbeit im internationalen Währungs- und Finanzsystem 

 

Studien

 

Coordinated Portfolio Investment Survey (CPIS) 1997 − Ergebnisse aus der ersten weltweiten Erfassung von regional gegliederten Wertpapierbeständen im Rahmen eines IWF-Statistik­projekts

Diese Studie basiert auf dem vom IWF im Dezember 1999 publizierten Bericht über den ersten Coordinated Portfolio Investment Survey zum Stichtag 31. Dezember 1997, an dem 29 Länder, darunter auch Österreich, teilnahmen. Sie analysiert die Bestände an ausländischen langfristigen festverzinslichen Wertpapieren und Anteilscheinen mit dem Schwerpunkt der regionalen Gliederung der Gläubiger- und Emittentenländer. Dabei wurde untersucht, in welchen Instrumenten und in welchen Regionen die Europäische Union, Amerika und der asiatisch/pazifische Raum ihre Veranlagungsschwerpunkte in der Portefeuillestruktur hatten. Bei all diesen Veranlagungen spielte die Achse Vereinigtes Königreich − USA − Japan eine entscheidende Rolle. Die Ergebnisse wurden mit den österreichischen Beständen an ausländischen Wertpapieren und den österreichischen Auslandsverpflichtungen aus Wertpapieren in Bezug gesetzt.

 

Effekte des jüngsten Rohölpreisanstiegs auf die Inflation in Österreich − ein Vergleich mit historischen Angebotsschocks 

Die beiden „historischen“ Erdölschocks der siebziger und frühen achtziger Jahre waren in Österreich mit erheblichen makroökonomischen Auswirkungen verbunden. Das Wirtschaftswachstum wurde signifikant gebremst bzw. war sogar leicht negativ, das Beschäftigungswachstum verflachte bzw. stieg die Arbeitslosigkeit. Mit der steigenden Inflation wurde eine Preis-Lohnspirale in Bewegung gesetzt, und die Leistungsbilanz verschlechterte sich deutlich. Die jüngste Rohölpreiserhöhung wurde zum Anlass genommen, zu untersuchen, ob für Österreich ähnliche Auswirkungen zu erwarten sind: wenn ja welche, wenn nicht, warum nicht. Verglichen zu den siebziger und frühen achtziger Jahren spielt die Energie für die Produktion eine vergleichsweise geringere Rolle, die Energieintensität hat deutlich abgenommen. Der von Preisänderungen ausgehende Niederschlag in der Inflations­rate ist schwächer. Die geringere Sensibilität der Inflation auf Angebotsschocks dieser Art wird aber auch durch zusätzliche strukturelle Phänomene erklärt: Mit dem EU-Beitritt hat sich das Preis- und Wettbewerbsgefüge in Österreich verändert. Stärkere Konkurrenz, einhergehend mit der Notwendigkeit zu Kostenreduktionen bzw. Effizienzsteigerungen durch Rationalisierungen, bestimmten die unternehmerischen Umfeldbedingungen in den neunziger Jahren. Im Unterschied zu den ersten beiden Ölpreisschocks sind den Prognosen zufolge auch keine nachteiligen Auswirkungen auf andere Bereiche der Volkswirtschaft zu erwarten.

 

Die im Teil „Studien“ dieses Hefts zum Ausdruck gebrachte Meinung des jeweiligen Autors kann im Einzelfall von der Meinung der OeNB abweichen.



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