Berichte und Studien

Berichte und Studien 1/2000


Wirtschaftliche Entwicklung in der Währungsunion und in der EU

Wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und in der EU

Konjunkturelle Entwicklung in Österreich

Zusammenarbeit im ESZB und europäische Integration

 

Monetäre Entwicklung in Österreich

Geschäftstätigkeit der inländischen Kreditinstitute im Jahr 1999

Zahlungsbilanz in den ersten drei Quartalen 1999

 

Internationale Wirtschaft

Entwicklungen in ausgewählten Industrieländern außerhalb der EU

Entwicklungen in ausgewählten Reformländern

Zusammenarbeit im internationalen Währungs- und Finanzsystem

 

Studien

Gibt es einen Kreditkanal in Österreich?

Neben der direkten Übertragung geldpolitischer Impulse durch Änderung der Zinssätze wird in jüngerer Zeit verstärkt der Kreditkanal diskutiert. Sollte die Geldpolitik über den Kreditkanal wirken, bedeutet dies, dass kleinere und hoch verschuldete Unternehmen als Folge von asymmetrischer Information stärker unter geldpolitischen Maßnahmen zu leiden hätten. Die Analyse der von der OeNB erhobenen Bilanzdaten anhand deskriptiver Statistiken zeigt für den Kreditkanal typische Muster auf. Panelregressionen zeigen, dass kleinere Firmen stärker unter Finanzierungsrestriktionen leiden als große Unternehmen. Anschließend wird bestätigt, dass darüber hinaus für kleine Firmen die Finanzierungsrestriktionen bei restriktiver Geldpolitik stärker ansteigen als für größere Unternehmen. Folglich scheint der Kreditkanal für die Übertragung der Geldpolitik in Österreich von Bedeutung zu sein. Der traditionelle Zinskanal übt dagegen keine nennenswerte Wirkung auf die Investitionsnachfrage der Unternehmen aus.

 

Das österreichische Bankenanalysesystem

Die Oesterreichsiche Nationalbank analysiert sowohl auf Grund ihres gesetzlichen Auftrags laut BWG als auch aus geld- und währungspolitischem Interesse regelmäßig die österreichische Bankenlandschaft. Die Basis für diesbezügliche Analysen bilden neben zahlreichen qualitativen Informationen die von den Geschäftsbanken gemeldeten Daten. Die systematische Analyse einer großen Anzahl von Kreditinstituten ist mit vertretbarem Arbeitseinsatz nur dann einigermaßen verlässlich möglich, wenn es gelingt, durch automationsunterstützte Systeme eine Konzentration der detaillierten Beobachtung auf die wahrscheinlichsten Risikofälle zu erreichen. Aus diesem Grund wurde ein modulares Analysesystem entwickelt, dessen Methodik bereits 1994 − in derselben Schriftreihe − publiziert wurde. Auf Grund zahlreicher Anfragen sowie diverser Änderungen und Erweiterungen bzw. Neuerungen im Lichte internationaler Vergleiche und gewonnener Erfahrungen in der praktischen Anwendung, schien es sinnvoll, neuerlich eine Beschreibung des österreichischen Bankenanalysesystems mit all seinen Modulen zu veröffentlichen.



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