Wirtschaftliche Entwicklung in der Währungsunion und in der EU
Wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und in der EU
Gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich 2000 bis 2002 vom Herbst 2000
Zusammenarbeit im ESZB und europäische Integration
Monetäre Entwicklung in Österreich
Geschäftstätigkeit der inländischen Kreditinstitute in den ersten drei Quartalen 2000
Zahlungsbilanz im ersten Halbjahr 2000
Direktinvestitionen Österreichs
Neues Konzept der Statistik über die Portfolioposition für aus- und inländische Wertpapiere
Internationale Wirtschaft
Entwicklungen in ausgewählten Industrieländern außerhalb der EU
Internationale Verschuldung und Emerging Markets
Zusammenarbeit im internationalen Währungs- und Finanzsystem
Studien
Rolle und Perspektiven des österreichischen Aktienmarktes
Während die Aktie als Finanzierungsinstrument für die österreichische Wirtschaft in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, hat die Rolle österreichischer Aktien als Veranlagungsinstrument − vor allem für institutionelle Investoren − nicht im gleichen Ausmaß zugenommen. Dies hat zur niedrigen Bewertung des österreichischen Aktienmarktes und zum geringen Marktvolumen der an der Wiener Börse notierten Werte beigetragen. Die nach wie vor vergleichsweise geringe Bedeutung der Aktie in Österreich beeinträchtigt die Möglichkeit der externen Eigenkapitalfinanzierung österreichischer Unternehmen.
Die Währungsunion erleichtert jedoch grenzüberschreitende Kapitalströme. Die in den letzten Jahren neu gegründeten Wachstumsbörsen haben den österreichischen Unternehmen neue Möglichkeiten zur Eigenkapitalaufnahme auch über ausländische Börsen eröffnet. Die Wiener Börse steht daher unter wachsendem Konkurrenzdruck, zumal die zunehmende Integration der Kapitalmärkte die Liquidität erhöht und eine effizientere Preisgestaltung ermöglicht. Ob die in der Währungsunion weiter bestehende Aufteilung des Börsenhandels auf mehrere regionale Plätze von Vorteil ist, ist nicht eindeutig zu beantworten. Den Nachteilen der Marktfragmentierung, die mit der Aufteilung des Handels auf mehrere Börsen einhergehen, stehen mögliche Vorteile aus dem Wettbewerb zwischen den Börsen gegenüber.
Die HIPC-Initiative: Ein Weg der Dritten Welt aus der Verschuldung?
In den Sechzigerjahren herrschte die Meinung vor, dass in den Entwicklungsländern der schnelle Aufbau einer modernen, exportgetriebenen Wirtschaft durch Verschuldung, insbesondere bei den internationalen Finanzmärkten, erfolgen könnte. Interne und externe Ursachen machten jedoch eine Entwicklung der Dritten Welt gemäß diesen Vorstellungen unmöglich. Die Außenverschuldung der Entwicklungsländer stieg auf ein unhaltbares Niveau. Mit der Zahlungseinstellung Mexikos erreichte die internationale Schuldenkrise 1982 einen ersten Höhepunkt. Trotz der konzessionären Umschuldungen durch den Pariser Club (traditionelle Schuldenerleichterung) seit den Achtzigerjahren konnte der Schuldenstand der Entwicklungsländer nicht auf ein dauerhaft tragbares Niveau gesenkt werden. Die HIPC-Initiative wurde 1996 von Weltbank und IWF ins Leben gerufen, um eine „endgültige“ Lösung für das Verschuldungsproblem der ärmsten Entwicklungsländer zu bieten. Ob der Schuldenerlass ausreichend ist, dass die Länder nach Abschluss der HIPC-Initiative ihre Schulden tatsächlich selbst tragen, den wirtschaftlichen Aufschwung erfahren und die Armut reduzieren können, bleibt offen.
Die im Teil „Studien“ dieses Hefts zum Ausdruck gebrachte Meinung des jeweiligen Autors kann im Einzelfall von der Meinung der OeNB abweichen.