Die Direktinvestitionsumfrage zum Stichtag 31.12.2006 erlaubt erstmals zuverlässige Angaben über die Rolle ausländisch kontrollierter multinationaler Konzerne für Österreichs Direktinvestitionen. Als „regionales Headquarter“ oder „Brückenkopf“ zählen dabei direkt oder indirekt unter mehrheitlicher Auslandskontrolle stehende Investoren.
Von 1.006 meldenden Investoren waren nach dieser Definition 278 „ausländisch kontrolliert“. Sie hielten 905 der insgesamt 3.273 erfassten Auslandsbeteiligungen. Wertmäßig entfallen von den insgesamt 80 Mrd EUR an aktiven Direktinvestitionen 29 Mrd EUR auf ausländische Multis. Von den 479.000 Auslandsbeschäftigten sind 162.000 in Tochtergesellschaften ausländischer multinationaler Konzerne mit Sitz in Österreich beschäftigt. Mit anderen Worten heißt dies, dass rund zwei Drittel der Direktinvestition auf „echt österreichische“ Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen entfallen.
