FAQs zu Meldungen

FAQs zu Direktinvestitionen (grenzüberschreitende Unternehmensbeteiligungen)


Was ist eine Direktinvestition?



Unter Direktinvestitionen versteht man eine grenzüberschreitende Beteiligung – ab 10% – am stimmberechtigten Stammkapital eines Unternehmens.

Beispiele für meldepflichtige Transaktionen



Verkaufs-/Kaufpreise von Beteiligungen (auch Aktien), Zuschüsse für Neugründungen im Ausland, nicht rückzahlungspflichtige Zuschüsse zum Eigenkapital, Working Capital, Verlustabdeckung, Rücklagendotationen.

Was ist eine aktive/passive Direktinvestition?



Aktive Direktinvestition:

Ein inländisches Unternehmen (oder Privatperson) ist an einem ausländischen Unternehmen beteiligt.

 

Passive Direktinvestition:

Ein ausländisches Unternehmen (oder Privatperson) ist an einem inländischen Unternehmen beteiligt.

Welche Meldeperiode muss eingetragen werden?



Die Meldeperiode ist der Monat, in dem eine Transaktion stattfindet.

Zum Beispiel: Bei Käufen/Verkäufen von Beteiligungen ist das Datum des Vertragsabschlusses relevant. Sie wird im Format JJJJMM (z. B. 200705) angegeben.

Ab welchem Wert muss gemeldet werden?



Zu melden sind Zahlungen, die pro Geschäftsfall Euro 100.000,-- bzw. Euro-Gegenwert erreichen oder übersteigen. Meldungen mit geringeren Transaktionswerten sind jedoch zulässig. Das gesamte Volumen der Transaktion soll auf einmal gemeldet werden, egal ob der Betrag aufgeteilt wurde.

Mit welchem Kurs werden Transaktionen umgerechnet?



Fremdwährungstransaktionen sind zum jeweiligen Tageskurs zum Entstehungszeitpunkt der Transaktion oder Monats-Devisenmittelkurs (auf dieser Homepage unter dem Menüpunkt statistische Daten abfragbar) des Entstehungsmonats umzurechnen.

Was ist ein ISIN-Code?



Der ISIN-Code ist eine offizielle Wertpapier-Kennnummer. Dieser ISIN-Code ist bei Direktinvestitionsmeldungen nur bei Aktienkäufen und -verkäufen anzugeben.

Wer ist unterzeichnungsberechtigt?



Entweder ein/e vom Unternehmen berechtigte/r (interner) Sachbearbeiter/in oder ein/e selbständige/r Meldebevollmächtigte/r (z. B. Steuerberater, Rechtsanwalt, Treuhänder etc.).

Was ist das Kennzeichen Ersatzmeldung?



In diesem Datenfeld ist ein E (für Ersatzmeldung) einzutragen, falls schon eine Meldung für diese Periode gemacht wurde und Ergänzung, Verbesserung etc. gemacht werden müssen. Eine Ersatzmeldung überschreibt die Originalmeldung und muss deswegen komplett neu (auch Stammdaten) ausgefüllt werden.

Wann muss ein Stammdatenblatt (D2 oder D3) ausgefüllt werden?



Zum Vergeben der OeNB-Identnummer (eindeutige Identifizierung eines Unternehmens), zum Anlegen neuer Beteiligung in der OeNB-Datenbank, zum Aktualisieren von schon bestehenden Beteiligungen, zum Beenden einer Beteiligung (Verkauf, Auflösung etc).

Was ist der ÖNACE-Code?



Die österreichische Version der europäischen Wirtschaftstätigkeitenklassifikation NACE. Dieser Code dient zur eindeutigen Einordnung der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens. Eine Liste der zulässigen ÖNACE-Codes finden Sie auf der Website von Statistik Austria.

Was ist der Anteil am Gesellschaftskapital des ausländischen Unternehmens?



Hier ist der Wert der Beteiligung in EUR und Prozent für jenen Anteil des Gesellschaftskapitals des ausländischen Unternehmens anzugeben, den der inländische Melder hält.