- Das Finanzvermögen von Österreichern im Ausland belief sich zum 31. Dezember 2000 auf 276 Mrd EUR, gleichzeitig hatten Österreicher im Ausland Verpflichtungen in der Höhe von 311 Mrd EUR; beide Seiten stiegen somit im Vergleich zum Vorjahr um jeweils rund 20%.
- Die Internationalisierungsquote ist weiter angestiegen: auf 134% (aktivseitig) bzw. 151% (passivseitig).
- Wesentlich für die Entwicklung des Finanzvermögens Österreichs auf der Aktivseite war der weitere Aufbau des grenzüberschreitenden Wertpapierbesitzes.
Österreichs Finanzanlagen im Ausland beliefen sich zu Jahresende 2000, 31. Dezember, auf 276,3 Mrd EUR (3.802 Mrd ATS). Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt 1999 bedeutet dies eine Steigerung von 23%. Grund für diese Entwicklung war das Interesse österreichischer Investoren an ausländischen Wertpapieren. Der Marktwert der im österreichischen Besitz befindlichen Wertpapiere wurde zum Berichtsstichtag gegenüber dem 31. Dezember 1999 um 35 % gesteigert und betrug 125,1 Mrd EUR, wobei inländische Anleger nicht nur ihren Besitz an festverzinslichen Wertpapieren, sondern vor allem an Anteilspapieren erhöhten. Das Auslandsvermögen der Österreicher an Krediten und Einlagen und der von Österreichern im Ausland gehaltene Investitionsstock aus Direktinvestitionen wurde gegenüber dem Vergleichszeitpunkt 1999 um jeweils 17 % gesteigert und betrug zum Jahresende 108,5 bzw. 23,8 Mrd EUR.
Die sektorale Analyse der Finanzanlagen Österreichs zeigt, dass zum Stichtag 31. Dezember 2000 auf die Gruppe der Kommerzbanken wie im Jahr 1999 rund 45 % des gesamten österreichischen Auslandsvermögens entfielen. Der sonstige Sektor baute hingegen seinen Anteil von 41 auf 45 % aus. Der sonstigen Sektor umfasst sonstige Finanzinstitute, Versicherungen und Pensionskassen sowie Unternehmen und private Haushalte.
Zum Stichtag 31. Dezember 2000 standen dem Auslandsvermögen Österreichs Auslandsverpflichtungen im Wert von 311,3 Mrd EUR (4.284 Mrd ATS) gegenüber. Aus dem Vergleich mit dem entsprechenden Stichtag des Jahres 1999 ergibt sich eine Steigerung von 19 %. Der Standort Österreich wurde durch zusätzliche Direktinvestitionen von ausländischen Firmen weiter ausgebaut, wodurch der Beteiligungsstand zum Stichtag einen Wert von 31,1 Mrd EUR erreichte (+30 %). Auch auf der Passivseite ging die Dynamik der grenzüberschreitenden Vermögensausweitung vor allem auf Investitionen in Wertpapiere zurück: Ausländische Investoren erhöhten ihre Portfeuilles in inländischen Wertpapieren um 20 %. Der Marktwert der im Auslandsbesitz befindlichen Wertpapiere betrug somit zum Berichtsstichtag 166,8 Mrd EUR. Die grenzüberschreitenden Einlagen und Kredite des Auslands in Österreich erreichten einen Wert von 113,4 Mrd EUR (+14 %).
Die Struktur der Finanzanlagen der Ausländer in Österreich blieb weitgehend konstant. Per Ende 2000 bestanden die Verpflichtungen Österreichs gegenüber dem Ausland zu mehr als der Hälfte aus Verpflichtungen inländischer Banken und erreichten einen Wert von 161,4 Mrd EUR. Der entsprechende Anteil des öffentlichen Sektors betrug 25 %, jener des sonstigen Sektors 22 %.
Im Bemühen der Öffentlichkeit aktuelle Informationen zur Verfügung zu stellen, ist die Tabelle zur Internationalen Vermögensposition für die Jahre 1995 bis 2000 bereits im "Statistischen Monatsheft 5/2001" (Tabelle 7.1.0) publiziert. Eine ausführliche Beschreibung der Entwicklung der Internationalen Vermögensposition im Jahr 2000 wird in "Berichte und Studien 3/2001" veröffentlicht werden. Beides wird im Internet über die Homepage der Oesterreichischen Nationalbank abrufbar sein.
Tabelle – Internationale Vermögensposition 2000