Rede Mag. Dr. Aurel Schubert


Österreichs Internationale Vermögensposition im Lichte der Finanzkrise

Erste Einschätzung aktueller Entwicklungen

Mag. Dr. Aurel Schubert
Wien, 5. 12. 2008

Es gilt das gesprochene Wort.


Internationales Umfeld: Finanzkrise, Konjunkturabkühlung und starker Euro

  • Österreichs Kapitalbeziehungen mit dem Ausland werden – insbesondere seit Jahresbeginn 2008 – durch die internationale Finanzkrise beeinflusst. Wertpapierveranlagungen – vor allem Aktien - werden zugunsten des Einlagen- und Kreditgeschäfts massiv zurückgefahren.

  • Der Zinsanstieg im Euroraum bis Mitte 2008 setzte verzinsliche Wertpapiere unter Kursdruck.

  • Der Euro gewann 2007 gegenüber allen wichtigen Währungen an Wert und belastet Fremdwährungsanleger.

  • Die Wiener Börse kann sich dem internationalen Abwärtstrend der Finanzmärkte seit Mitte 2007 nicht entziehen und sorgt für kräftige Verluste ausländischer Investoren.



Tabelle 1: Makroökonomische Rahmenbedingungen1)
Periodendurchschnitte
 
Wirtschaftswachstum2006200720082)
 Euroraum2,8%2,6%1,2%
 USA2,8%2,0%1,7%
 Japan2,4%2,1%1,1%
 EU-83)6,6%6,0%4,4%
 
Verbraucherpreise2006200720082)
 Euroraum2,2%2,1%3,2%
 USA3,2%2,8%3,2%
 Japan0,3%0,0%0,9%
 
Renditen langfristiger staatlicher Rentenpapiere20062007Q1 bis Q3 2008
 Euroraum3,8%4,3%4,3%
 USA4,9%4,8%4,5%
 Japan1,7%1,7%1,5%
 
Wechselkurse per Ultimo20062007Q3 2008
 EUR/USD1,321,471,43
 EUR/YEN156,93164,93150,47
 EUR/GBP0,670,730,79
 EUR/CHF1,611,651,58
 
Aktienindizes20062007Q1 bis Q3 2008
 ATX21%1%−39%
 DJ Eurostoxx 5014%7%−31%
 DAX21%22%−28%
 DJI 3016%6%−18%
 
     


Krise nimmt Finanzglobalisierung Wind aus den Segeln


Grafik 1: Österreichs Finanzverflechtung

  • Die Internationalisierungsdynamik der heimischen Kapitalmärkte wurde durch die Finanzmarktkrise vorläufig unterbrochen. Das von österreichischen Investoren gehaltene Wertpapiervermögen im Ausland, das in der Vergangenheit den wichtigsten Beitrag zur heimischen Finanzglobalisierung leistete, lag Ende September 2008 – bedingt durch Kursverluste von rund 24 Mrd EUR - sogar unter dem Jahresendstand 2007 (von 275 Mrd EUR).

  • Der US-Dollar federte diese Einbußen – infolge seines starken Anstiegs im 3. Quartal 2008 – durch Wechselkursgewinne von 1,2 Mrd EUR geringfügig ab.

  • Die Internationalisierungsquote zeigte sich mit rund 555% des BIP am 30.09.2008 erstmals seit Beginn der statistischen Erfassung rückläufig. Bereits 2007 (+21 Prozentpunkte) kündigte sich eine solche Verlangsamung an, nachdem 2005 (+120 Prozentpunkte) und 2006 (+50 Prozentpunkte) noch stark expansive Finanzbestände verzeichnet worden waren.

  • Diese Entwicklung erfolgt aber auf hohem Niveau: Aktiva und Passiva im Ausland erreichen zusammen bereits mehr als 1.500 Mrd EUR und liegen damit beim Vierfachen des Jahres 1998.

  • D.h. Österreich ist fixer Teil der internationalen Kapitalmärkte und hat durch die finanzielle Öffnung in den letzten Jahren viel profitiert. Derzeit findet eine „Entschleunigung“ – ein De-Leveraging – auf hohem Niveau statt.


Österreich hat im internationalen Vergleich einen offenen Finanzsektor


Grafik 2: Finanzieller Offenheitsgrad im internationalen Vergleich

  • Österreich weist als kleine, sehr offene Volkswirtschaft tendenziell intensivere Finanzbeziehungen mit dem Ausland auf als große Wirtschaftsräume wie der Euroraum oder Deutschland.

  • Die Finanzbestände des Euroraums, der einen großen Teil seiner real- und finanzwirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb der eigenen Grenzen abwickelt, lagen Ende 2007 mit etwa dem Dreieinhalbfachen der jährlichen Wirtschaftsleistung sogar deutlich unter dem österreichischen Vergleichswert.

  • Einige Länder wie Großbritannien oder die Niederlande sind – aufgrund ihrer Funktion als internationale Finanzzentren, die Kapital unabhängig von deren lokaler Wirtschaft aus dem Ausland anziehen und weiterverteilen – jedoch deutlich höher mit dem Ausland verflochten. Die Schweiz weist gar eine Internationalisierungsquote von rund 1.300% auf.


Österreichs Nettoverpflichtungen liegen auf Euroraum-Niveau


Grafik 3: Finanzvermögen im internationalen Vergleich

  • Österreichs Nettoposition aus internationalen Finanzveranlagungen ist traditionell negativ. Die Nettoverpflichtungen bewegten sich dabei aber stets in einem stabilen Korridor zwischen rund 30 und 55 Mrd EUR. Ende 2007 lagen sie mit 41 Mrd EUR bei 15% des BIP. Seit einigen Jahren exportiert die österreichische Volkswirtschaft nunmehr – spiegelbildlich zu anwachsenden Leistungsbilanzüberschüssen – netto Kapital ins Ausland und unterstützt damit die Rückführung der Nettoverpflichtungen.

  • Wichtigster heimischer Schuldnersektor ist der Bund, der sich – unterstützt durch sein Triple-A-Rating – sehr leicht im Ausland vor allem durch langfristige verzinsliche Papiere finanziert. Ende 2007 lagen dessen Nettoverpflichtungen aus diesem Instrument bei 122 Mrd EUR.

  • Auch der Euroraum war Ende 2007 gegenüber dem Rest der Welt im Ausmaß von 1.100 Mrd EUR verschuldet (13% des BIP). Forderungen von rund 13.800 Mrd EUR standen Verpflichtungen von etwa 14.900 Mrd EUR gegenüber. In Relation zum BIP errechnet sich daraus eine Internationalisierungsquote von 356%, d. h. rund 200 Prozentpunkte niedriger als für Österreich.


Aktienvermögen bricht 2008 ein


Grafik 4: Regionalentwicklung des österreichischen Aktienvermögens

  • Österreichs Aktienvermögen im Ausland macht mit rund 5% nur einen sehr geringen Anteil an den gesamten Auslandsaktiva aus. Ende September 2008 lag es bei 22,5 Mrd EUR. Gegenüber Ende 2007 (37 Mrd EUR) bedeutet das ein Minus von rund 40% (Verkäufe + Bewertungsverluste). Damit wurde der nach dem Platzen der Technologieblase verzeichnete Tiefststand des Jahres 2002 (19,4 Mrd EUR) Ende September 2008 fast wieder erreicht.

  • Österreichische Aktionäre erleiden im Ausland zwischen Jänner und September 2008 mit 11 Mrd EUR herbe Buchverluste. Einschließlich verzinslicher Papiere und Investmentzertifikate lagen die Kursverluste bei Wertpapieren insgesamt – wie eingangs erwähnt – sogar bei 24 Mrd EUR.

  • Vorläufige Schätzungen lassen allein im Oktober 2008 weitere Aktienkursverluste von etwa 4 Mrd EUR erwarten. Investmentzertifikate verloren rund 2,5 Mrd EUR, verzinsliche Papiere rund 3,5 Mrd EUR. Diese Wertpapierverluste wurden jedoch durch entsprechende Wechselkursgewinne von insgesamt rund 4 Mrd EUR teilweise kompensiert.

  • Deutschland und die USA dominieren das Geschehen der Aktienmärkte traditionell mit großem Abstand. In den ersten drei Quartalen 2008 erreichten die Kursverluste alleine in diesen Ländern rund 2,2 Mrd EUR bzw. 1,3 Mrd EUR.

  • Wachstumsmärkte spielen für heimische Aktienbesitzer – abgesehen von Russland, das für rund 1 Milliarde an Kursverlusten steht – keine Rolle.


Wiener Börse als Stimmungsbarometer für Osteuropa


Grafik 5: Preiseffekte und Transaktionen bei von Ausländern gehaltenen österreichischen Anteilscheine

  • Tiefrot färbte sich auch die Bilanz ausländischer Wertpapieranleger, die mit  österreichischen Papieren in den ersten drei Quartalen 2008 Kursverluste von 23 Mrd EUR erlitten. 2007 hatte es nur geringe Kursverluste gegeben.

  • Allein 19 Mrd EUR davon sind der Entwicklung an der Wiener Börse sowie den im Ausland notierten inländischen Unternehmen zuzuschreiben. Zwischen 2003 und 2006 hatten internationale Investoren noch Kursgewinne von rund 26 Mrd EUR aus österreichischen Aktien lukriert.

  • Der Oktober brachte nach ersten Schätzungen für ausländische Investoren in Österreich Wertpapierkursverluste in der Größenordung von etwa 10 Mrd EUR, wovon – infolge des überdurchschnittlichen Verlusts des ATX – etwa drei Viertel auf Aktien entfielen.

  • Die Aktienbörsen der europäischen Wachstumsmärkte sind zwischen Jänner und Oktober 2008 ebenfalls eingebrochen: Polen, die Tschechische Republik, Ungarn und Russland verzeichneten Kursverluste von etwa 50-60%.

  • Aufgrund der hohen Osteuropakompetenz heimischer Unternehmen fungierte der ATX bisher gewissermaßen als internationales Stimmungsbarometer für Veranlagungen in dieser Region. Dem breit angelegten Vertrauensverlust der Investoren konnte sich 2008 jedoch keine Börse der Welt entziehen, weshalb die Signalfunktion des ATX für Osteuropa in diesem Abwärtstrend nicht überbewertet werden darf.


Industrieländer bestimmen das österreichische Gesamtportefeuille


Grafik 6: Regionalverteilung des österreichischen Auslandsvermögens

  • Österreichs Finanzaktiva sind fast zur Hälfte im Euroraum, d. h. durchwegs in stabilen Ländern  und ohne Währungsrisiko investiert (330 Mrd EUR).

  • Mit 95 Mrd EUR entfallen 13% des Gesamtvermögens auf die erweiterte EU1). Sie stellt für inländische Investoren damit die wichtigste Gruppe der Wachstumsmärkte dar. Die makroökonomische Stabilität dieser Länder hat sich im Vorfeld des EU-Beitritts und danach deutlich verbessert und das dortige hohe Engagement österreichischer Investoren bislang gerechtfertigt. Die einsetzende Konjunkturabkühlung erfordert jedoch eine laufende und kritische Neubewertung dieses Exposures.

  • In den Wachstumsmärkten Ost- und Südosteuropas, die von ökonomischen und institutionellen EU-Standards teilweise noch erheblich abweichen, sind insgesamt 50 Mrd EUR veranlagt. Diese Länder stellen jenen Teil des österreichischen Portfolios dar, der neben überdurchschnittlichen Ertragschancen auch erhöhte Risiken mit sich bringt. Mit einem Anteil von 7% am Gesamtvermögen hält sich das Gewicht dieser Länder aber in engen Grenzen.

  • Österreichs Risikoprofil wird damit vor allem durch Industrieländer geprägt: Die hohe Finanzverflechtung mit dem Euroraum führt aber gewissermaßen zu einem indirekten Import von US-amerikanischen Risiken, da einige wichtige Finanzpartnerländer Österreichs wesentlich stärker mit den USA vernetzt sind als Österreich selbst. Umgekehrt sind ost- und südosteuropäische Wachstumsmärkte infolge deren gering entwickelter Finanzmärkte nur eingeschränkt an die USA gebunden.


Österreichs wichtigste Finanzpartnerländer


Grafik 7: Österreichs regionales Auslandsvermögen nach Instrumenten Ende 2007

  • Sechs der fünfzehn wichtigsten Finanzpartnerländer Österreichs sind europäische Wachstumsmärkte. Sie stehen mit einem Anlagevolumen von rund 115 Mrd EUR aber nur für ein Sechstel des gesamten Anlagevermögens im Ausland.

  • Alleine Deutschland, das mit etwa 125 Mrd EUR mit Abstand die wichtigste Zielregion für österreichische Finanzanlagen ist, übertrifft diese sechs Länder. Fast ein Viertel des gesamten Wertpapiervermögens und knapp ein Fünftel der Kreditforderungen entfallen auf Deutschland.

  • Die Struktur der Anlageinstrumente variiert jedoch stark: Deutschland absorbiert die Hälfte des veranlagten Kapitals in Form von Wertpapieren, während in den genannten Wachstumsmärkten Direktinvestitionen und Kredite dominieren.


Wachstumsmärkte gewinnen im Kredit- und Einlagengeschäft an Bedeutung


Grafik 8: Forderungen aus Krediten und Einlagen in ausgewählten Regionen Europas

  • Österreichs Kredit- und Einlagenforderungen sind in jüngster Zeit dramatisch angestiegen. Der Euroraum bindet fast die Hälfte (44%) dieses Anlagesegments. Das stärkste Wachstum ging 2007 aber von der erweiterten EU (+44%) sowie der Region Ost- und Südosteuropa (+39%) aus, während das Vermögen im Euroraum stagnierte.

  • Die Finanzkrise hat die Bedeutung von Krediten und Einlagen als vergleichsweise risikoarmes Substitut für Wertpapiere verstärkt. Ende September 2008 sprengte das Volumen in der erweiterten EU (57 Mrd EUR) und in Ost- und Südosteuropa (38 Mrd EUR) zusammengerechnet bereits fast die 100-Mrd-EUR-Grenze.

  • Entgegen dem Bild der Gesamtveranlagungen, deren Schwerpunkt auf den Wertpapiermärkten der Industrieländer liegt, lässt die große Bedeutung des Kredit- und Einlagengeschäfts in der erweiterten EU sowie in Ost- und Südosteuropa gewisse Risiken erkennen.


Wertpapiere verlieren im Zuge der Finanzkrise deutlich an Glanz


Grafik 9: Österreichs Veranlagungsstruktur

  • Die bereits 2007 erkennbare Suche der Anleger nach Sicherheit setzte sich in den ersten drei Quartalen 2008 verstärkt fort: Kredit- und Einlagenvolumina schwellen gemessen am Jahresbeginn 2008 aktiv- und passivseitig je um knapp ein Fünftel an.

  • Die bislang tragende Säule der finanziellen Internationalisierung, die Wertpapiere, brechen im Umfeld der Finanzmarktkrise hingegen ein.

  • Nachdem die Dynamik des internationalen Wertpapiergeschäfts nach dem Platzen der Technologieblase wieder einen neuen Höhepunkt erreicht hatte, zeichnet sich für 2008 eine Phase der Stagnation ab.

  • Insgesamt nehmen Aktien und Investmentzertifikate mit weniger als 10% nur einen geringen Anteil des gesamten Finanzvermögens im Ausland ein.


Österreich finanziert sich vorwiegend im Euroraum


Grafik 10: Österreichs wichtigste Gläubiger

  • Der Euroraum bleibt Ende 2007 mit Abstand die wichtigste Finanzierungsregion Österreichs, auf den rund die Hälfte der Finanzverpflichtungen entfällt. Alleine Deutschland steht mit rund 165 Mrd EUR für ein Fünftel der gesamten Auslandspassiva.

  • Unter den 15 wichtigsten Gläubigerländern befinden sich vorwiegend westliche Industrieländer.

  • Österreichs Finanzverpflichtungen waren Ende 2007 zu rund 80% in Euro ausgewiesen. Bei der Finanzverschuldung im engeren Sinn – d. h. verzinsliche Wertpapiere, Kredite und Einlagen, nicht aber Anteilsrechte – lag dieser Anteil bei rund 70%, d. h. es bestand ein sehr geringes Währungsrisiko. Im Vergleich dazu haben viele kleine Länder wie die Wachstumsmärkte der erweiterten EU oder Ost- und Südosteuropas häufig mehr als 90% ihrer Auslandsverschuldung in Fremdwährung begeben.  Angesichts der jüngst aufgetretenen Währungsturbulenzen in einigen dieser Länder werden die Vorteile der Mitgliedschaft Österreichs in einem großen Währungsraum besonders offensichtlich.


Zusammenfassung

  • Der Wohlstandsgewinn Österreichs ist traditionell eng mit hoher wirtschaftlicher Auslandsaktivität verbunden. Rasch expandierende internationale Finanzbestände belegen, dass sich Österreich über viele Jahre an internationalen Märkten behaupten konnte. Finanzforderungen und –verpflichtungen erreichen zusammen mittlerweile mehr als das Fünffache der jährlichen Wirtschaftsleistung.

  • Die enorme Globalisierungsdynamik der letzten Jahre wurde durch die Finanzkrise jedoch bereits 2007 stark gebremst und 2008 vorläufig unterbrochen. Ende September 2008 war erstmals sogar ein leichter Rückgang der Internationalisierungsquote festzustellen.

  • Österreich weist traditionell eine stabile Nettoverpflichtungsposition auf, die zwischen -30 und -55 Mrd EUR schwankt. Ende 2007 lag sie bei -41 Mrd EUR (15% des BIP) und damit auf ähnlichem Niveau wie jene des Euroraums (13% des BIP).

  • Das Finanzmarktgeschehen wurde 2008 vor allem durch die Aktienmärkte dominiert: Österreichs Vermögen aus ausländischen Aktien brach zwischen Jänner und Oktober 2008 kursbedingt um rund 15 Mrd EUR oder rund 40% des Jahresendstands 2007 ein. Wechselkursgewinne von rund 5,5 Mrd EUR konnten diese Verluste teilweise kompensieren. Aktienforderungen machen mit etwa 5% jedoch nur einen geringen Anteil der gesamten Finanzforderungen aus. Insgesamt lagen die Kursverluste aller Wertpapiere in diesem Zeitraum bei rund 34 Mrd EUR.

  • Gestoppt wurde auch der Höhenflug der Wiener Börse. Mit etwa 26 Mrd EUR verloren ausländische Anleger in nur zehn Monaten jenes Volumen, das sie zwischen 2003 und 2006 aus Kursgewinnen im ATX gewonnen hatten. Insgesamt verloren österreichische Wertpapiere im Auslandsbesitz rund 33Mrd EUR.

  • Industrieländer bestimmen Österreichs Finanzbeziehungen mit dem Ausland. Die herausragende Rolle spielt dabei Deutschland, das annähernd für je ein Fünftel der Bestände steht. Wachstumsmärkte der erweiterten EU und in Ost- und Südosteuropa gewinnen aber vor allem im Kredit- und Einlagengeschäft an Bedeutung. Dies lässt auf ein erhöhtes Risiko in diesem Segment schließen.

  • Der Euroraum erweist sich gerade in schwierigen Zeiten als Schutzschild gegen makroökonomische Schocks. Österreichs Auslandsverpflichtungen sind zu 80% in Euro denominiert und weisen daher – im Gegensatz zu vielen kleinen Ländern außerhalb des Währungsraums – ein geringes passives Währungsrisiko auf.



Anhang


Anhang 1: Entwicklung wichtiger Aktienmärkte
Anhang 2: Entwicklung wichtiger Währungen zum Euro
Anhang 3: Zinsentwicklung

Verleger, Herausgeber und Hersteller:

Oesterreichische Nationalbank

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit

Mag. Günther Thonabauer 

Tel.: (+43-1) 404 20-6666

1) Erweiterte EU: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn. Osteuropa: Moldawien, Russland, Ukraine, Weißrussland. Südosteuropa: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Kroatien, Serbien.

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