- Leistungsbilanz weiterhin mit geringem Defizit
- Überschuss der Waren- und Dienstleistungsbilanz leicht rückläufig
- Zunahme grenzüberschreitender Wertpapierinvestitionen in beide Richtungen
Seit Mitte 2003 ist ein Trend zur leichten Passivierung der österreichischen Leistungsbilanz zu beobachten: Auch für den Zeitraum Jänner bis Februar 2004 wies die Leistungsbilanz auf Basis von Zahlungsströmen mit -0,18 Mrd. Euro ein geringes Defizit auf; im Zeitraum Jänner bis Februar 2003 war ein Überschuss von 0,43 Mrd. Euro festgestellt worden.
Verantwortlich für diese Entwicklung war die Bilanz der Waren- und Dienstleistungszahlungen: der Überschuss dieser Teilbilanz lag mit 1,05 Mrd. Euro etwas unterhalb des Vergleichswerts 2003 (1,28 Mrd. Euro), da die Zuwachsrate der Exportzahlungen geringer war als jene der Importzahlungen
Das Defizit der Einkommensbilanz war – im Wesentlichen bedingt durch höhere Nettoabflüsse aus Wertpapiererträgen – mit -0,98 Mrd. Euro etwas höher als im Zeitraum Jänner bis Februar 2003 (-0,79 Mrd. Euro).
Die Teilbilanz der Laufenden Transfers wies im Berichtszeitraum ein Passivum in Höhe von -0,25 Mrd. Euro auf. Ausgeglichen zeigte sich die Bilanz der Vermögensübertragungen .
Die Kapitalbilanz verzeichnete von Jänner bis Februar 2004 Nettokapitalzuflüsse aus Portfolioinvestitionen und Nettokapitalabflüsse aus „Sonstigen Investitionen“ (insbesondere Kredite und Einlagen), während die Teilbilanz Direktinvestitionen einen nahezu ausgeglichenen Saldo aufwies.
Geringer als im Vergleichszeitraum zeigten sich österreichische Direktinvestitionen im Ausland, die sich im Zeitraum Jänner bis Februar 2004 auf einen Nettokapitalexport von 0,18 Mrd. Euro beliefen (Jänner bis Februar 2003: 0,36 Mrd. Euro). Auch ausländische Direktinvestoren veranlagten in Österreich mit netto 0,13 Mrd. Euro weniger als in den ersten beiden Monaten 2003 (0,45 Mrd. Euro).
Tabelle – Zahlungsbilanzdaten für Jänner und Februar 2004