Presseaussendung


Entwicklung der inländischen Investmentfonds im Jahr 2005

Trotz guter Aktienperformance waren für Österreichs Fondsanleger Kapitalerhalt und Sicherheit wichtiger als hohe Rendite.

Wien, 24. 3. 2006


Hohe Investitionsbereitschaft der Anleger und freundliche Aktienmärkte ließen 2005 das investierte Kapital mit 24,3 Mrd EUR bzw. 22,3% mehr als doppelt so stark ansteigen wie 2004. Ende 2005 erreichte das in österreichischen Investmentfonds veranlagte Kapital 133,0 Mrd EUR.

Rund 60% des Anstieges resultierte aus der guten Performance der Fonds und rund 40% aus einem Nettokapitalzufluss.

Die 27 österreichischen Kapitalanlagegesellschaften erzielten mit ihren 2.087 aufgelegten Investmentfonds 2005 eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance von +10,1%. Dabei konnten sich die Fondsanleger in allen Fondskategorien über beträchtliche Kursgewinne erfreuen. Aktienfonds zeigten mit 26,3%   besonders hohe Kursanstiege. Dennoch agierten die Anleger österreichischer Investmentfonds sehr risikobewusst und tätigten Neuveranlagungen überwiegend in Rentenfonds.

 

2005 erhöhten die 27 österreichischen KAGs ihre Angebotspalette um 39 Publikumsfonds und 55 Spezialfonds (die ausschließlich von institutionellen Investoren gezeichnet werden können). 

Mit insgesamt 2.087 aufgelegten Investmentfonds verwalteten die österreichischen Kapitalanlagegesellschaften per Ende Dezember 2005 einen Vermögensbestand (inkl. „Fonds in Fonds“ Veranlagungen) von 156,68 Mrd EUR (Ende Dezember 2004: 125,29 Mrd EUR).

 

Hohe Investitionsbereitschaft der Anleger und freundliche Aktienmärkte ließen 2005 das investierte Kapital mit 24,27 Mrd EUR bzw. 22,3% mehr als doppelt so stark ansteigen wie 2004. Diese Zunahme resultierte aus Nettoinvestitionen (Käufe minus Verkäufe) von 13,48 Mrd EUR und Kursgewinnen in der Höhe von 14,19 Mrd EUR abzüglich Ausschüttungen von 3,40 Mrd EUR.   Ende 2005 erreichte das in österreichischen Investmentfonds veranlagte Kapital 132,96 Mrd EUR.

 

Die Fondsanleger konnten sich 2005 über kräftige Kursgewinne freuen. So wurde von Jänner bis Ende Dezember 2005 eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller Fonds von +10,1% erzielt. Fondsanleger, die in Aktienfonds investiert hatten, erreichten im Durchschnitt sogar Kursgewinne von 26,3%. Gemischte Fonds erzielten 11,2%, Rentenfonds 5,3%. Immobilienfonds zeigten 2005 eine positive Performance von 3,5%. Auch von den 96 aufgelegten „Alternativen Fonds“ waren über 90% im Plus und wiesen insgesamt einen Kursgewinn von 8,3% auf.

 

Trotz der hohen Aktienkursgewinne agierten die Anleger österreichischer Investmentfonds sehr risikobewusst und tätigten Neuveranlagungen überwiegend in Rentenfonds.

 

Die Fondsmanager bevorzugten im Rentenbereich insbesondere ausländische Papiere, die rund 36% des gesamten Vermögenszuwachses betrugen.   Erhöhte sich das Volumen der ausländischen Rentenwerte um 11,23 Mrd EUR (19,8%) so stiegen die inländischen Rentenwerte nur um 1,33 Mrd EUR (7,0%). Auch bei der Veranlagungskategorie Aktien- und Beteiligungspapiere entfiel ein sehr hoher Anteil des Jahreszuwachses (16,3%) auf ausländische Werte (+5,12 Mrd EUR bzw. 29,8%). Österreichische Aktien konnten auf Grund der sehr guten Performance des österreichischen Aktienmarktes 2005 (ATX +50,8%) einen Volumenszuwachs von 71,9% bzw. 1,24 Mrd EUR erzielen, was allerdings nur einem Anteil am gesamten Vermögenswachstum aller Fonds von 3,9% entsprach.

Hinsichtlich der Struktur des veranlagten Kapitals dominierten mit einem Anteil von 66,5% (88,40 Mrd EUR) die Rentenwerte, gefolgt von den Aktien und Beteiligungspapieren mit 19,0% (25,23 Mrd EUR), den Investmentzertifikaten mit 7,6% (10,04 Mrd EUR) und den sonstigen Vermögensanlagen mit 6,5% (8,67 Mrd EUR). Direktveranlagungen in inländische Aktien und Beteiligungspapiere machen nur 1,9% des Vermögensbestandes aus.

Einen sehr kräftigen Anstieg verzeichneten die erstmals ab dem 1. Quartal 2004 als Publikumsfonds aufgelegten Alternativen Fonds. Diese Fondskategorie wird oft fälschlicherweise mit der in anderen Ländern bezeichneten Kategorie Hedgefonds verglichen. Im Gegensatz zu   Hedgefonds, die überwiegend Derivate (Finanzinstrumente mit einem sehr hohen Risikohebel) beinhalten, sind in der sehr breit definierten österreichischen Kategorie der „Alternativen Fonds“ Derivate oft nur im Wert von wenigen Prozenten enthalten. Der überwiegende Anteil der „Alternativen Fonds“ besteht aus einem Portfolio aus Aktien und Renten.

Der Vermögensbestand der Alternativen Publikumsfonds hat sich von Dezember 2004 bis Dezember 2005 mit einer Zunahme von 1,21 Mrd EUR auf 2,01 Mrd EUR mehr als verdoppelt.  

Ein besonders hoher Anstieg war bei den Alternativen Spezialfonds (institutionelle Investoren) zu beobachten. Waren per Dezember 2004 nur 125 Mio EUR investiert, so erreichte der Vermögensbestand per Dezember 2005 ein Volumen von 3,92 Mrd EUR.



Struktur des Vermögensbestandes
in Mio EUR
 
 Berichtstermin
2004/12
Berichtstermin
2005/12
Veränderung
 StandAnteil in %StandAnteil in %absolutin %
 
inländische Rentenwerte19.02515,220.35013,01.3257,0
inl. Aktien und Beteiligungspapiere1.7201,42.9571,91.23771,9
inl. Investmentzertifikate16.59613,223.72415,17.12842,9
inl. Immobilien- u. Sachanlagenverm.1500,13250,2175117,3
ausländische Rentenwerte56.82145,468.05443,411.23319,8
ausl. Aktien und Beteiligungspapiere17.15513,722.27314,25.11829,8
ausl. Investmentzertifikate6.5295,210.0416,43.51253,8
ausl. Immobilien- u. Sachanlagenverm.810,12940,2213262,6
sonstige Vermögensanlagen7.2105,88.6675,51.45720,2
 
Vermögensbestand insgesamt125.287100,0156.685100,031.39825,1


Rückfragehinweis:

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Tel.: (+43-1) 404 20-5555

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