Die Gesamtbilanzsumme der in Österreich tätigen Kreditinstitute (unkonsolidierte Daten) erreichte Ende Dezember 2005 einen neuen Höchststand von 725 Mrd EUR und überschritt damit erstmals am Ende eines Jahres die 700-Mrd-Euro-Grenze. Vor allem das Auslandsgeschäft trug zu rund 60% zum starken Bilanzsummenwachstum bei. Das Einlagenauf-kommen erhöhte sich 2005 um +4,8% auf 221 Mrd EUR, wobei vor allem kurzfristigen Einlagenformen immer mehr Gewicht zukommt. Dem stand ein Kreditwachstum von 4,7% mit einem ausstehenden Kreditvolumen von 263 Mrd EUR gegenüber, 20,2% davon in Fremdwährung.
Die unkonsolidierte Bilanzsumme aller in Österreich tätigen Banken belief sich Ende 2005 auf 725,04 Mrd EUR; davon entfielen 45,7% auf die fünf größten in Österreich tätigen Banken und 56,2% auf die Top Ten Banken.
Bereits rund 34% aller unkonsolidierten Aktiva resultierten Ende 2005 aus dem Auslandsgeschäft. Die bedeutendsten Einflussgrößen waren dabei die Forderungen an ausländische Kreditinstitute (120,01 Mrd EUR), sowie die Forderungen an ausländische Kunden (69,27 Mrd EUR). Insgesamt erreichten die Auslandsforderungen Ende 2005 einen Wert von 245,92 Mrd EUR.
Auf der Passivseite lag der Anteil der Auslandsverbindlichkeiten gemessen an der Gesamtbilanzsumme bei rund 32%. Hier waren es vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten (98,01 Mrd EUR) sowie die ausländischen verbrieften Verbindlichkeiten (89,96 Mrd EUR), welche die Auslandsverbindlichkeiten auf 234,64 Mrd EUR anwachsen ließen.
Ende des Jahres 2005 betrug – nach einem Jahreszuwachs 2005 in Höhe von 11,7 Mrd EUR oder 4,7% – das ausstehende Kreditvolumen 263,29 Mrd EUR. Davon waren 53,18 Mrd EUR bzw. 20,2% Fremdwährungskredite. Im Durchschnitt lautete ein Fremdwährungskredit auf 140.900 EUR.
Die Einlagen von inländischen Nichtbanken erreichten zum Jahresultimo 2005 ein Volumen von 220,76 Mrd EUR (Jahreszuwachs 4,8%). Auch Ende 2005 waren die Spareinlagen immer noch die bedeutendste Einlagenkategorie: Ihr Anteil lag bei 62,0%. Die Bedeutung der kurzfristigeren Veranlagungen nimmt jedoch in den letzten Jahren zu. Der Stand der Sichteinlagen vergrößerte sich nach einem Jahreszuwachs von 12,2% auf 59,82 Mrd EUR (27,1%-Anteil an den gesamten Einlagen), was insbesondere durch die Entwicklung der Direktbanken stark beeinflusst wurde.
Der unkonsolidierte Eigenmittelstand stieg auf 51,95 Mrd EUR. Mit 34,68 Mrd EUR entfielen rund zwei Drittel der Eigenmittel auf das Kernkapital. Die unkonsolidierte Eigenmittelausstattung in Prozent der Bemessungsgrundlage (capital ratio) betrug 14,4%. Die Mindestausstattung liegt laut Bankwesengesetz bei 8%.
Detaillierte Informationen zu wichtigen Entwicklungen bei den österreichischen Kreditinstituten im Jahr 2005 werden bei einem Pressegespräch am 29. März 2006 in der OeNB bekannt gegeben.