Das Wachstum der Bilanzsumme der in Österreich tätigen Kreditinstitute setzt sich auch 2006 fort. Im 1. Quartal 2006 stieg die Bilanzsumme um 4,6% auf einen Stand von 758,43 Mrd EUR. Das Geschäft mit dem Ausland war im Wesentlichen dafür verantwortlich. Das Kredit- und das Einlagengeschäft expandierten im 1. Quartal 2006 mit jeweils rund 1% nur geringfügig.
Im ersten Quartal 2006 stieg die unkonsolidierte Bilanzsumme der in Österreich tätigen Kreditinstitute um 4,6% (+33,38 Mrd EUR) auf einen Stand von 758,43 Mrd EUR. Im selben Beobachtungszeitraum 2005 lag die Wachstumsrate bei 3,9% (+25,22 Mrd EUR).
Der Marktanteil der 10 größten Banken stieg im Vergleich zum Vorquartal um
0,8 Prozentpunkte leicht und erreichte ein Niveau von 57,0%.
Bedingt durch ein reges Geschäft mit ausländischen Kreditinstituten stiegen die Auslandsforderungen gegenüber dem Dezember des Vorjahres um 10,5% und die Auslandsverbindlichkeiten um 9,6%. Der Anteil des Auslandsgeschäftes gemessen an der Bilanzsumme lag am Ende des 1. Quartals 2006 auf der Aktivseite bei 35,8% und auf der Passivseite bei 33,9%.
Das Kreditgeschäft mit inländischen Nichtbanken zeigte gegenüber dem Dezember des Vorjahres eine leichte Steigerung (+1,0% bzw. +2,52 Mrd EUR). Dieser Anstieg wurde vollständig durch den 1,3%-igen Zuwachs (+2,68 Mrd EUR) im EUR-Kreditgeschäft hervorgerufen. Der Euro-Gegenwert der Ausleihungen in Fremdwährungen stagnierte1).Am Ende des ersten Quartals 2006 konnte somit ein Gesamtstand der Direktkredite von 265,81 Mrd EUR ausgewiesen werden.
Diese Entwicklung bewirkte, dass der Anteil der Fremdwährungskredite im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozentpunkte auf 19,9% zurückging.
Nach Größenklassen gegliedert, befanden sich zum 31.3.2006 rund 72% aller Euro–Kredite im Bereich bis 10.000 Euro2), ein Eurokredit belief sich auf durchschnittlich 35.175 Euro. Die meisten Fremdwährungskredite (34,0%) befanden sich hingegen im Segment zwischen 100.000 und 500.000 EUR. Im Durchschnitt lautete ein Fremdwährungskredit auf rund 139.000 Euro.
Die Gesamteinlagen bei allen in Österreich tätigen Kreditinstituten nahmen gegenüber dem Jahresende 2005 in Summe um 0,9% (+1,89 Mrd EUR) auf 222,65 Mrd EUR leicht zu. Im 1. Quartal des Vorjahres belief sich der Zuwachs noch auf 1,2% (+2,50 Mrd EUR). Bei den Einlagen wurde die Mehrheit (98,3%) in EUR veranlagt.
Der unkonsolidierte Eigenmittelstand stieg auf 57,26 Mrd EUR. Mit 39,41 Mrd EUR entfielen rund zwei Drittel der Eigenmittel auf das Kernkapital. Die unkonsolidierte Eigenmittelausstattung in Prozent der Bemessungsgrundlage (capital ratio) betrug 15,5%. Die Mindestausstattung liegt laut Bankwesengesetz bei 8%.