Österreichische Banken entwickeln sich weiterhin dynamisch (Statistiken Q1/06)
Wesentliche Entwicklungen im Bereich der Finanzstatistik in den ersten drei Quartalen 2005
Wien, 23. 1. 2006 (Mag. Nikolaus Böck)
Das Jahr 2005 gestaltete sich für die österreichischen Kreditinstitute äußerst erfolgreich. Sowohl die Ertrags- als auch die Bilanzsummenentwicklung zeigten sich sehr dynamisch.
Das starke Bilanzsummenwachstum war 2005 aktivseitig einerseits von einer wieder anziehenden Kreditnachfrage, andererseits durch die anhaltende Vertiefung der Geschäftsbeziehungen mit dem Ausland getragen. Die Einlagenstruktur verschob sich auch aufgrund der derzeitigen Zinslandschaft in Richtung kurzfristiger Veranlagungen, was vor allem im Bereich der Spareinlagen spürbar wurde. Das unkonsolidierte Betriebsergebnis der in Österreich tätigen Kreditinstitute erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2005 deutlich, auch das Jahresergebnis 2005 wird wesentlich über jenem des Vorjahres liegen.
1 Österreichische Banken besitzen 90 Auslandstöchter
Seit Beginn des Jahres 2005 stieg die Anzahl der in Österreich tätigen Kreditinstitute im Wesentlichen aufgrund der Tatsache, dass Wechselstuben seit Anfang 2004 als Kreditinstitute betrachtet werden, von 882 auf 887 leicht an. Der Zuwachs betraf die Sonderbanken (sechs Institute; davon fünf Wechselstuben) und die Zweigstellen gemäß § 9 Bankwesengesetz (BWG) mit einer Zunahme um drei Institute. Zwei Institute legten die Konzession zurück bzw. fusionierten. Obwohl das Wechselstubengeschäft seit Anfang 2004 konzessionspflichtig ist, werden Wechselstuben nicht in den nachfolgenden Betrachtungen berücksichtigt, da sie von der Meldungslegung an die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) gemäß BWG ausgenommen sind.
Die Anzahl der Bankstellen reduzierte sich gegenüber Dezember 2004 um zehn auf 5.238. Insgesamt betrachtet gab es 40 Neugründungen, 50 Schließungen und zwei Fusionen.
Die Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich sowie Steiermark und Wien wiesen die meisten Bankstellen auf und mit 3.486 Bankstellen hielten sie zwei Drittel aller Bankstellen in Österreich.
Die Anzahl aller Auslandstöchter österreichischer Banken, bei denen eine Beteiligung von zumindest 25% bestand, blieb auf dem Stand von Dezember 2004 (90). Im Jahr 2000 war der entsprechende Wert noch bei 67 gelegen. Nach den bedeutendsten Einzelländern gegliedert, existierten je neun Auslandstöchter in Kroatien und der Slowakischen Republik sowie acht in der Tschechischen Republik und sieben in Ungarn.
2 Bilanzsumme überstieg die 700 Mrd-EUR-Grenze
Die stetig ansteigende Entwicklung der Bilanzsumme gipfelte Ende September 2005 in einem Volumen von 713,77 Mrd EUR und überschritt damit erstmals zum Ende eines Quartals die 700 Mrd-EUR-Grenze. Die Bilanzsumme verzeichnete somit in den ersten drei Quartalen 2005 ein Wachstum von 9,3% bzw. 61,01 Mrd EUR.
Dabei konnten in allen Bankensektoren positive Bilanzsummenentwicklungen abgelesen werden. Innerhalb der einzelnen Kreditinstitutssektoren erzielten die Sonderbanken mit 15,1% das größte Wachstum, gefolgt von den Landes-Hypothekenbanken (11,6%) und den Volksbanken (10,4%). Über der durchschnittlichen Wachstumsrate befanden sich außerdem die Raiffeisenbanken und die Sparkassen mit 9,9% bzw. 9,5%. Unterdurchschnittliche Wachstumsraten lieferten die Aktienbanken (6,5%) und die Bausparkassen (0,6%).
Den größten Marktanteil gemessen an der Gesamtbilanzsumme hielt mit 31,7% weiterhin der Aktienbankensektor. Dahinter folgte der Raiffeisensektor mit 23,4% vor den Sparkassen mit 17,9%. Die Sonderbanken erzielten 9,3%, die Landes-Hypothekenbanken 8,5%, die Volksbanken 5,3%, die Bausparkassen 2,9% und die Zweigstellen gemäß §9 BWG 1,0%.
Der Anteil der Direktbanken (aufgeteilt auf die einzelnen Bankensektoren) gemessen an der Bilanzsumme stieg im Zeitraum Juni 2003 bis September 2005 von 0,12% auf 0,30%. In absoluten Zahlen ausgedrückt kamen die Direktbanken auf eine aggregierte Bilanzsumme von 2,14 Mrd EUR (Bilanzsumme aller Banken Ende September 2005: 713,77 Mrd EUR). Trotz ihres geringen Bilanzsummenanteils haben sie in ihrem Hauptgeschäftsfeld – Einlagen – eine doch bedeutende Rolle erlangt. Immerhin hielten die fünf Institute bei den Sichteinlagen Ende September 2005 einen Anteil von 2,86% (+2 Prozentpunkte gegenüber Juni 2003).
Mit Ausnahme des Burgenlands (–0,8%) konnte in jedem Bundesland eine Steigerung der Bilanzsumme beobachtet werden.1) Das Bilanzsummenwachstum wurde im Jahr 2005 von in Kärnten ansässigen Kreditinstituten (14,0%) und darüber hinaus von den Wiener Banken mit 11,4% angeführt. Traditionell hielten in Wien ansässige Kreditinstitute mit knapp 62% gemessen an der Bilanzsumme den größten Marktanteil. Dahinter kam kein einziges Bundesland über 10% Marktanteil.
Bei näherer Betrachtung des Bilanzsummenwachstums nach der Größe der Banken fällt auf, dass sich die Anzahl jener Institute mit einer Bilanzsumme über 1 Mrd EUR von 11 (Stand: September 2004) auf 13 erhöht hat. Ferner stieg der Marktanteil der zehn größten Banken seit Beginn des Jahres 2005 von 54,1% auf 54,8%.
Eine Reihung der zehn Kreditinstitute mit der größten Bilanzsumme ist aus Tabelle 1 ersichtlich:
| Tabelle 1 |
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| Reihung nach Bilanzsumme |
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| Stand September 2005 |
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| Bank Austria Creditanstalt AG |
| Erste Bank AG |
| Raiffeisen Zentralbank AG |
| BAWAG1) |
| Oesterreichische Kontrollbank AG |
| ÖVAG |
| RLB Oberösterreich AG |
| PSK1) |
| Kommunalkredit Austria AG |
| RLB Niederösterreich-Wien AG |
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3 Kreditnachfrage stieg wieder leicht an
Per 30. September 2005 wurde ein Stand von 259,96 Mrd EUR bei den Direktkrediten an inländische Nichtbanken ausgewiesen. In den ersten neun Monaten 2005 konnte im Kreditgeschäft somit ein Wachstum von 3,3% festgestellt werden.
Sowohl Euro- als auch Fremdwährungskredite verzeichneten gegenüber Dezember 2004 einen Zuwachs. Während die Euro-Kredite um 2,6% zulegten, war bei den Fremdwährungsausleihungen2) ein markanter Anstieg im Ausmaß von 6,6% festzustellen. Der Fremdwährungsanteil an den gesamten Ausleihungen stieg dadurch auf 19,6% (+0,6 Prozentpunkte).
Nach Größenklassen gegliedert wurden rund 71% aller Euro-Kredite im Bereich bis 10.000 EUR3) gemeldet, ein Euro-Kredit belief sich durchschnittlich auf 34.500 EUR. Die meisten Fremdwährungskredite (34,4%) hingegen befanden sich im Segment zwischen 100.000 EUR und 500.000 EUR. Im Durchschnitt lautete ein Fremdwährungskredit auf rund 138.000 EUR.
Keine wesentliche Veränderung war innerhalb der Fremdwährungsausleihungen erkennbar. Der Anteil der Ausleihungen in Schweizer Franken (CHF) innerhalb der Fremdwährungskredite lag bei rund 90%, die Kredite in japanischen Yen (JPY) kamen auf einen Anteil von rund 5%. In absoluten Zahlen belief sich das Volumen der CHF-Kredite per 30. September 2005 auf 45,9 Mrd EUR (Stand der JPY-Kredite: 2,5 Mrd EUR).
Betrachtet man das aushaftende Fremdwährungsausleihungsvolumen, so ergab sich weiterhin ein „West-Ost-Gefälle“. Vorarlberg lag mit einem Fremdwährungsanteil von 43,0% unverändert deutlich an der Spitze, gefolgt von Tirol mit 32,6%. Beim CHF-Anteil am aushaftenden Ausleihungsvolumen kamen nur die Bundesländer Vorarlberg (40,4%), Tirol (29,9%) und Steiermark (20,9%) über einen Anteil von 20%. Einzelne, vorwiegend westliche Kreditinstitute, wiesen sogar Relationen von deutlich über 60% auf.
Ende September 2005 wurden Fremdwährungsausleihungen – unverändert zu den Vorquartalen – mehr heitlich (59,3% oder 30,4 Mrd EUR von privaten Haushalten gehalten, an nichtfinanzielle Unternehmen wurden 31,6% der gesamten Fremdwährungsausleihungen vergeben. Alle anderen volkswirtschaftlichen Sektoren – wie Staat, Finanzintermediäre und private Organisationen ohne Erwerbszweck – spielten hinsichtlich der Fremdwährungsfinanzierung nach wie vor eine untergeordnete Rolle.
Bei den CHF-Ausleihungen wurde mehr als die Hälfte (62,2% oder 28,5 Mrd EUR) von privaten Haushalten in Anspruch genommen, wobei der Löwenanteil (18,1 Mrd EUR bzw. 59,7%) zur Beschaffung und Erhaltung von Wohnraum aufgenommen wurde. 18,2% flossen in die Finanzierung von Konsumgütern, der Rest in sonstige Verwendungszwecke (22,1%). Die nichtfinanziellen Unternehmen hatten einen Anteil von 30,3%, was einem aushaftenden Stand von 13,9 Mrd EUR entsprach.
4 Dynamische Entwicklung des Auslandsgeschäfts
Bis zum Ende des dritten Quartals 2005 stiegen die Auslandsforderungen deutlicher als die Auslandsverbindlichkeiten. Eine Zuwachsrate der Auslandsforderungen von 20,3% (+40,78 Mrd EUR) stand dabei einerZunahme der Auslandsverbindlichkeiten von 17,2% (+33,56 Mrd EUR) gegenüber. Durch die unterschiedlich starken Wachstumsraten überstiegen die Forderungen weiterhin die Verbindlichkeiten im Auslandsgeschäft (Grafik 7). In absoluten Zahlen ausgedrückt beliefen sich dieForderungen auf 241,24 Mrd EUR und die Verbindlichkeiten auf 228,84 Mrd EUR.
Der Anteil des Auslandsgeschäfts gemessen am Stand der Bilanzsumme lag per 30. September 2005 auf der Aktivseite bei 33,8%. Noch im Dezember 2003 hatte sich dieser Prozentsatz nur auf rund 29% belaufen. Auf der Passivseite lag der Anteil bei 32,1% der Gesamtbilanzsumme.
5 Starker Sichteinlagenzuwachs – Zinssätze für Einlagen im dritten Quartal 2005 rückläufig
Die Gesamteinlagen bei allen in Österreich tätigen Kreditinstituten nahmen gegenüber dem Jahresende 2004 in Summe um 2,6% auf 216,24 Mrd EUR zu. Den stärksten Einlagenzuwachs meldeten die Zweigstellen gemäß § 9 BWG (+2,43 Mrd EUR), gefolgt von den Raiffeisenbanken (+1,33 Mrd EUR) und den Landes-Hypothekenbanken (+0,85 Mrd EUR). Wie schon in den beiden Vorquartalen wiesen die Aktienbanken als einziger Sektor Einlagenrückgänge auch am Ende des dritten Quartals (–1,35 Mrd EUR) aus. Regional betrachtet führten die Bundesländer Wien (+2,27 Mrd EUR), Oberösterreich (+1,00 Mrd EUR) und Kärnten (+0,94 Mrd EUR) die Einlagenzuwächse an. Das Burgenland verzeichnete nach dem Minus im Kreditgeschäft auch im Einlagengeschäft (als einziges Bundesland) einen Rückgang im Ausmaß von 0,8%.
Bei den Zinssätzen für neu vereinbarte Einlagen von privaten Haushalten gab es im dritten Quartal 2005 weiterhin Rückgänge zu verzeichnen. Insbesondere bei einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren sanken die Zinssätze deutlich um 0,20 Prozentpunkte auf den historischen Tiefststand von 2,54%. Ein Vergleich mit dem Durchschnittszinssatz des Euroraums (2,05%) zeigte für den österreichischen Kunden aber immer noch einen erheblichen Zinsvorteil von 0,49 Prozentpunkten.
Die beschriebene Entwicklung der Zinslandschaft hatte auch Auswirkungen auf die Einlagen. So nahmen die Termineinlagen seit Jahresbeginn leicht um 3,3% und die Sichteinlagen noch deutlicher um 9,5% zu, während die Spareinlagen einen leichten Rückgang (–0,2%) aufwiesen. Ende September 2005 erreichten die einzelnen Einlagekategorien Stände von 58,39 Mrd EUR (Sichteinlagen), 22,14 Mrd EUR (Termineinlagen) bzw. 135,72 Mrd EUR (Spareinlagen).
Betrachtet man die Sichteinlagenentwicklung auf bankensektoraler Ebene, so wird deutlich, dass alle Sektoren im Sichteinlagengeschäft Zuwächse verzeichneten. An der Spitze standen die Aktienbanken (+1,27 Mrd EUR), die Sparkassen (+0,97 Mrd EUR) sowie die Zweigstellen gemäß § 9 BWG (+0,96 Mrd EUR). Der Anstieg bei den Zweigstellen gemäß § 9 BWG wurde zum Großteil durch Direktbanken hervorgerufen.
Im Bereich der eigenen Inlandsemissionen an Nichtbanken konnte eine spürbare Ausweitung festgestellt werden. Die eigenen Inlandsemissionen an Nichtbanken verzeichneten mit 16,4% Wachstum im Jahr 2005 einen signifikanten Anstieg. Ende September konnte somit ein Sprung auf 63,29 Mrd EUR (+8,91 Mrd EUR) beobachtet werden. Dieser Anstieg resultierte primär aus dem Zuwachs der begebenen Schuldverschreibungen (zum Börsenhandel zugelassene Papiere) um 5,44 Mrd EUR. Der restliche Zuwachs verteilte sich auf dieanderen verbrieften Verbindlichkeiten.
6 Gute Entwicklungder Ertragslage
In den ersten drei Quartalen 2005 belief sich das unkonsolidierte Betriebsergebnis der in Österreich tätigen Kreditinstitute auf 4,20 Mrd EUR. Gegenüber der Vergleichsperiode2004 bedeutete dies einen signifikanten Anstieg um 15,5%. Die Betriebserträge stiegen um 8,0% auf 11,48 Mrd EUR an, die Betriebsaufwendungen erhöhten sich dagegen nur um 4,1% auf 7,28 Mrd EUR. Daraus resultierend verbesserte sich die Cost-Income-Ratio deutlich um 2,4 Prozentpunkte und betrug zum Berichtszeitpunkt 63,4%.
Der Nettozinsertrag betrug 5,35 Mrd EUR und blieb im Vergleich zum Vorjahresergebnis unverändert. Im ersten bis dritten Quartal 2005 belief sich der Total Spread4) auf 1,12% und verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 0,10 Prozentpunkte. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in der Zinssatzstatistik der Europäischen Zentralbank (EZB) wider, die dort beobachtete Spanne über Neugeschäft-Zinssätze sank zwischen September 2004 und September 2005 um 0,14 Prozentpunkte.
Die Erträge aus dem Wertpapier- und Beteiligungsgeschäft betrugen 1,81 Mrd EUR und stiegen mit 22,8% markant an. Dabei war insbesondere bei den Erträgen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen ein deutlicher Anstieg zu registrieren. Wie bereits im zweiten Halbjahr 2005 beobachtet wurde, stiegen die Erträge aus Beteiligungen an inländischen verbundenen Unternehmen (+43,8%) stärker als jene an ausländischen Unternehmen (+13,1%).
Neben den beschriebenen Erträgen aus Wertpapieren und Beteiligungen sind darüber hinaus auch die Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft (+38% gegenüber 2004) markant angestiegen. Zuwächse beim Sachaufwand (+7,8%) bildeten den Hauptteil der Steigerungen bei den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (+4,2%). Hingegen expandierten die Personalaufwendungen nur unterdurchschnittlich (+1,9%). Für das Geschäftsjahr 2005 wird ein Jahresüberschuss von 3,84 Mrd EUR erwartet, der knapp ein Drittel über dem Wert des Jahres 2004 liegt.
7 Durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds: 8,8%
Ende September 2005 verwalteten 27österreichische Kapitalanlagegesellschaften mit 2.055 aufgelegten Investmentfonds einen Vermögensbestand (inklusive „Fonds in Fonds“-Veranlagungen) von 151,0 Mrd EUR. Das netto in Investmentfonds investierte Kapital (exklusive „Fonds in Fonds“-Veranlagungen) erhöhte sich Ende des dritten Quartals 2005 auf 129,4 Mrd EUR. Die errechnete kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) belief sich Ende September auf 8,8%. Hohe Zuflüsse konnten auch in den beiden neuen Fondskategorien Immobilienfonds und Alternative Fonds beobachtet werden. Das Fondsvolumen in diesen beiden Veranlagungssegmenten hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt.
8 Aufwärtstrend der Pensionskassen hält an
Die Anzahl der inländischen Pensionskassen lag Ende September 2005 bei 21. Davon existierten 14 betriebliche Pensionskassen, die berechtigt sind, Pensionskassengeschäfte für Anwartschafts- und Leistungsberechtigte eines Arbeitgebers durchzuführen. Die restlichen 7 überbetrieblichen Pensionskassen sind hingegen berechtigt, Pensionskassengeschäfte für Anwartschafts- und Leistungsberechtigte mehrerer Arbeitgeber durchzuführen.
Der Vermögensbestand der Pensionskassen erhöhte sich seit Jahresbeginn um 6,6% auf insgesamt 11,3Mrd EUR. Der Aufwärtstrend hält nun schon seit dem dritten Quartal 2002 an und bescherte den Pensionskassen damit immer neue Höchstwerte. Die wichtigste Veranlagungsform der Pensionskassen stellten weiterhin die Investmentzertifikate mit 94,4% (86,4% an inländische, 8,0% an ausländische Emittenten) am gesamten Vermögensbestand dar. Das Veranlagungsverhältnis Euro zu Fremdwährung blieb weiterhin sehr markant und fiel mit 97,4% zu 2,6% klar zugunsten des Euro aus.
Tabelle 2Ausgewählte Kennzahlen aus dem Bereich der Finanzstatistik |
| |
|---|
| 887 | 5 | −5 |
| 90 | 0 | 3 |
|
| 713.765 | 9,3 | 7,4 |
| 259.955 | 3,3 | 3,6 |
| 135.715 | −0,2 | 0,9 |
| 11.282 | 11,4 | 6,6 |
| 151.035 | 20,6 | 9,1 |
|
| 19,6 | 0,6 | 0,5 |
| 4,9 | −0,8 | −5,7 |
| 89,7 | −0,3 | 6,4 |
| 33,8 | 3,1 | 2,3 |
| 32,1 | 2,1 | 1,2 |
| 156,4 | 6,7 | −21,2 |
| 63,4 | −3,8 | 2,4 |
| 46,6 | −2,7 | −0,5 |
| 49,9 | −0,2 | 0,9 |
| 14,4 | −0,2 | 0,2 |
| |
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1) Bundesländervergleiche sind insofern nur bedingt aussagekräftig, als überregional tätige Kreditinstitute jeweils dem Standort der Hauptanstalt (wie z. B. die BA-CA dem Bundesland Wien) zugerechnet werden.