Bericht

Qualitätsmanagement im Meldewesen macht sich bezahlt (Statistiken Q2/08)

Ergebnisse der Melderbefragung der Abteilung für Aufsichts- und Monetärstatistik im Jahr 2007

Wien, 18. 4. 2008 (Gerhard Kaltenbeck)

Die Abteilung für Aufsichts- und Monetärstatistik (AUMON) der OeNB hat sich einer schrittweisen Implementierung eines „Umfassenden Qualitätsmanagements“ auf Basis der Philosophie von „Total Quality Management (TQM)“ verschrieben. Dies bedeutet unter anderem, dass die Berücksichtigung der Anliegen und Bedürfnisse der Melder einen hohen Stellenwert haben.

Um ein Höchstmaß an Qualität im Zuge der Meldungsübermittlungen zu erreichen, wurde von der Abteilung AUMON Ende 2007 eine Befragung bei den Meldewesenverantwortlichen der in Österreich tätigen Kreditinstitute durchgeführt. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, den Ist-Zustand im Bereich der Meldungslegung umfassend zu analysieren und etwaige Verbesserungspotenziale auszuloten.

 

Der Fragebogen wurde an 870 Kreditinstitute geschickt, 220 Fragebögenwurden ausgefüllt retourniert. Dies entspricht einer Rücklaufquote von rund 25%, wobei jedoch insbesondere im Raiffeisensektor sehr oft die Meinung sämtlicher Raiffeisenbanken eines Bundeslandes im Rahmen einer einzigen Rückmeldung zusammengefasst wurde.



Wesentlichste Ergebnisse

98% der Befragten sind die Melderserviceleistungen im Internet bekannt, 91% bezeichnen die Qualität der Meldebestimmungen als sehr gut bzw. gut. Die Aktualität der zur Verfügung gestellten Melderserviceleistungen wird ebenfalls mit über 90% gelobt, die Verständlichkeit der Schaubilder, aber auch jene der Ausweisungsrichtlinien, wird etwas niedriger (jeweils knapp unter 80%) bewertet. Die derzeit in Verwendung stehenden technischen Meldeschienen SRM (verschlüsseltes E-Mail) bzw. ConnectDirect (Filetransfer mit Leitungsverschlüsselung von Router zu Router) werden überwiegend (zu je rund 75%) als sehr gut bzw. gut bewertet, für das XBRL-Format (auf XML basierende Sprache, mit der elektronische Dokumente im Bereich der Finanzberichterstattung erstellt werden) zeigen lediglich rund 15% der Befragten Interesse. Rückfragen an die Meldewesenverantwortlichen sollten überwiegend per E-Mail erfolgen, das Medium Fax sollte kaum verwendet werden. Der Aufbau einer Melderplattform im Internet würde begrüßt werden.

 

Die Ansprechpartner in der OeNB erhalten überwiegend ausgezeichnete Beurteilungen in den Kategorien Verlässlichkeit, Kompetenz, Freundlichkeit sowie Erreichbarkeit.

 

Eine ausführliche Darstellung der Detailergebnisse der Melderbefragung erscheint in Statistiken – Daten & Analysen Q3/08.



Verleger, Herausgeber und Hersteller:

Oesterreichische Nationalbank

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit

Mag. Günther Thonabauer 

Tel.: (+43-1) 404 20-6666

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