Rinder und Kleinvieh, Muscheln, Perlen, Walzähne, Federn, Geräte, Schmuck, Steine, Salz, Getreide, Dörrfisch, Kakaobohnen, Tee, Zucker, Baumwollstoffe, Pelze, Tabak, Metalle, Papier … fast jede Ware konnte Geldfunktionen erfüllen. Die Erscheinungsformen haben sich mit den zeitlichen und örtlichen Verhältnissen geändert. Selbst in hoch entwickelten Geldwirtschaften treten in Krisenzeiten immer wieder so genannte Geldsurrogate in Erscheinung, wie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, als Zigaretten, Kaffee und andere begehrte Güter als Zahlungsmittel akzeptiert wurden.
Aus welchem Material das Geld ist, scheint für seine Funktion unerheblich zu sein. Nur beim Warengeld steht der Tauschwert in einem direkten Bezug zur materiellen Substanz. Ob dazu auch die ersten, im 7. Jahrhundert v. Chr. in Kleinasien geprägten Münzen aus Elektrum zählten, ist bis heute ungeklärt. Die Stücke waren an ein System genormter Gewichte gebunden und mit Stempeln – meist figurative Darstellungen von Tieren – versehen. Es ist aber nicht sicher, dass sich die Wertangaben entsprechend deutlich vermittelten und die Münzen nicht doch wie Metallbarren, nach Gewicht, gehandelt wurden. Nach Auffassung John Maynard Keynes war die Prägung in diesem Fall „nichts weiter als verwegene Eitelkeit, Nationalstolz oder Reklame, ohne weiterreichende Bedeutung“ und diente bestenfalls als Zeichen für die Feinheit des Metalls.
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Kaurimuscheln = Meeresschnecken.
Wurden bereits um 2000 v. Chr. im ägyptischen Raum als Zahlungsmittel verwendet. -

Teeziegel, 19. Jh., China/Mongolei
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Messermünze, China,
Chou-Dynastie (1122 bis 255 v. Chr.)
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Kanugeld, 18./19. Jh., Laos
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Bronzemanilla, Afrika, 19. Jh.
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Tigerzungengeld, Siam, 19. Jh.
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Goldstater,
Kroisos (561 bis 546 v. Chr.)




