
Einheit in der Vielfalt – kein anderes Symbol des vereinten Europas verkörpert dieses Motto besser als die Euro-Münzen. Mit ihren einheitlich gestalteten Vorderseiten (Avers) und den national gestalteten Rückseiten (Revers) vereinen sie in überzeugender Weise beide Aspekte.
Die neue Ausstellung der OeNB zeigt, wie die Motive auf den Münzen entstanden. Erstmals in Österreich werden die Entwürfe präsentiert, die am europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb für die Avers-Seite teilgenommen haben. Jeder Teilnehmer musste Entwürfe für die vollständige Münzserie vorlegen, wobei die Themenkreise “Bau- und Dekorationsstil”, “Ziele und Ideale der Europäischen Union” und “europäische Persönlichkeiten” zur Auswahl standen. Aus dem Wettbewerb gingen die Entwürfe von Luc Luycx, einem Graphiker an der Königlichen Münze von Belgien, mit fast 64% der Jurorenstimmen siegreich hervor.
Die Ausstellung zeigt aber auch Beispiele der Auswahlverfahren für die länderspezifisch gestalteten Revers-Seiten der zwölf Euro-Staaten. Bei jeweils acht Münzwerten ergibt dies die stattliche Anzahl von 96 Euro-Münztypen, wobei häufig auf nationale, vertraute Symbole, wie die "Attische Eule", zurückgegriffen wurde. Derzeit sind im ganzen Euro-Währungsbereich rund 63 Milliarden Stück Münzen im Umlauf – Kunst im Brieftaschenformat.
In diesem Sinn lädt Sie die OeNB ein, mit den Münzbildern auf eine europaweite Reise zu gehen. Entdecken Sie auch die Varianten, die für die Gestaltung des Euro-Symbols in Betracht gezogen wurden, bevor es die jetzige Form erhielt. Inspiriert vom griechischen Epsilon, schlägt das letztendlich ausgewählte Symbol € eine Brücke zur Antike und somit zur Wiege der europäischen Zivilisation. Gleichzeitig verkörpert es den ersten Buchstaben des Wortes "Europa". Die beiden Querstriche, die auch im Dollar- und Yen-Zeichen zu finden sind, stehen für die Stabilität der Währung.
Versetzen Sie sich in der Ausstellung der OeNB in die Rolle eines Jury-Mitglieds, vergleichen und bewerten Sie die unterschiedlichen Entwürfe.