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Seid umschlungen Millionen…

Beethoven und das Geld


seid umschlungen Millionen

 

Aus Anlass des Todestages von Ludwig van Beethoven vor 180 Jahren, am 26. 3. 1827, beschäftigt sich die Ausstellung „Seid umschlungen Millionen … Beethoven und das Geld“ mit der wirtschaftlichen Situation des großen Komponisten. 


Als Beethoven am 26. März 1827 in Wien starb, hinterließ er ein durchaus ansehnliches Vermögen und dies, obwohl er zeitlebens von Sorgen um seine finanzielle Situation geplagt wurde. Seine Existenzängste werden jedoch vor dem historischen Hintergrund und Beethovens persönlicher Situation verständlich. Als freischaffender Künstler ohne feste Anstellung war Beethoven in Wien von namhaften Gönnern und natürlich vom Erfolg seiner Werke abhängig. Der Umstand, dass er aufgrund eines Gehörleidens viele seiner Werke nie selbst hören konnte, musste verstörend und besorgniserregend für ihn sein. Verschärfend kam die schlechte politische und wirtschaftliche Lage Österreichs in dieser Zeit hinzu. Die napoleonischen Kriege hatten zu einer Wirtschaftskrise mit stetig steigenden Preisen und einer 1811 im Staatsbankrott mündenden Papiergeldinflation geführt. Wie Beethovens umfangreiche Korrespondenz zeigt, bekam er deren Folgen immer wieder direkt zu spüren. Neben den herkömmlichen Einnahmequellen als Konzertveranstalter, aus Verlagshonoraren, Widmungen und von wohlwollenden Förderern, erschloss sich Beethoven auch neue innovative Einnahmequellen. So erwarb er als einer der ersten, Aktien der neu gegründeten Privilegirten oesterreichischen National-Bank. In der Folge arbeitete er auch mit diesem Kapital, indem er die Aktien mehrfach belieh und wieder auslöste. 

 

Was seine Ausgaben betraf, zeigt sich ein zwiespältiges Bild: In Bezug auf Kleidung und Wohnen pflegte Beethoven einen eher bescheidenen Lebensstil, viel Geld benötigte er jedoch zur Behandlung seiner chronischen Krankheiten und für die Erziehung seines Neffen Karl. Interessante Einblicke in die Lebenswelt des Komponisten gewähren zahlreiche Dokumente und Briefe, die Beethoven als Gourmet und einen gegenüber modernen Erfindungen aufgeschlossenen Menschen zeigen. Obwohl er als zurückgezogen und schwierig galt, war er immer wieder karitativ tätig und versuchte mit seiner Musik Not leidenden Personen zu helfen.

 

In diesem Sinn zeigt die neue Ausstellung der OeNB das Musikgenie Ludwig van Beethoven als Mensch mit ganz gewöhnlichen finanziellen Alltagssorgen.



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