Peter Proksch

geb. 1935 in Wien


Peter Proksch

 

Künstler-Homepage: www.fantastic-art.at


Peter Proksch, Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, und die auf Tapisserien spezialisierte Textilkünstlerin Heide Proksch erhalten 1983 nach einem Ideenwettwerb den Auftrag der Oesterreichischen Nationalbank zu einem großen Bildteppich zur Ausstattung des Generalratssitzungssaals, der 1985 fertiggestellt wird.



Der doppelte Mercurius

1984–85

Mercurius, der römische Gott des Handels, dem griechischen Hermes etwa gleichzusetzen, ist als doppelter Mercurius, auch Rebis (res bina) genannt, das alchimistische Symbol für die Vereinigung des Gegen­sätzlichen.

Er stellt die „materia prima“ dar, den Stein der Weisen, mit dessen Hilfe man glaubte, unedle Metalle in Gold verwandeln zu können. Der Esoteri­ker aber hoffte, das Gold der Seele, Weisheit und Erkenntnis dadurch zu erlangen.

Zwischen Sonne und Mond, den beiden gegensätzlichen Prinzipien, wird der doppelte Mercurius von einem Fabelwesen, halb Greif, halb Einhorn, Symbol für die beflügelte Kraft der Phantasie, über eine Ruine, sie ver­sinnbildlicht die Vergänglichkeit alles Irdischen, hinweggetragen.

Aus dem Gestein wachsen Bäume und blühende Pflanzen, Sinnbilder der natürlichen Lebenskraft. Davor drei Gefässe mit den Elementen Erde, Luft und Wasser.

Das vierte Gefäss mit dem Element Feuer wird von Mercurius getragen. In der anderen Hand hält er den Kerykeion, den Herolds- und Zauber­stab, das Attribut seiner Herrschaft. Die Komposition als Ganzes ist eine Allegorie des menschlichen Strebens nach materieller und geistiger Ver­edelung.

© Peter Proksch



Maße:            315 x 425 cm
Technik:         Bildteppich
Entwurf:         Peter Proksch
Ausführung:   Heide Proksch


Einhorn (Entwurf zur Tapisserie "Der doppelte Merkurius")

Peter Proksch – Einhorn

 

Maße:    44 x 63 cm

Technik: Öl auf Holz



Tetragramm

Peter Proksch – Tetragramm

 

Maße:     65 x 65 cm   
Technik: Mischtechnik auf Holz



Lebenslauf

1935 in Wien geboren, während des Krieges auf dem Lande

1945 wieder in Wien besucht er das Realgymnasium

1950 Graphische Lehr- und Versuchsanstalt, Wien, Abteilung Gebrauchs­graphik

1955 Meisterdiplom

Bis 1962 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Meisterklasse von R. C. Andersen und Sergius Pauser sowie ein Jahr bei Chr. L. Martin  in künstlerische Drucktechniken

1963 erste Personalausstellung in Wien

 

Zahlreiche Ausstellungen in Paris, Rom, Turin, München, Köln, Düsseldorf, Basel, Vaduz, Tokio, New York, Tel Aviv, Caracas und in Wien

 

Der Künstler lebt und arbeitet in Niederösterreich.