Max Weiler

Absam in Tirol 1910–2001 Wien


Max Weiler

 

http://www.maxweiler.at

Max Weiler ist einer der großen Vertreter der österreichischen Malerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von der Natur und in enger Verbindung mit der Natur entwickelte Weiler seine gestische, meditative und abstrakte Malerei. 1960 vertrat er Österreich auf der Biennale in Venedig.  Von 1964 bis 1981 war er Professor für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien und erhielt nach zahlreichen Auszeichnungen 1979 das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. Max Weiler starb 2001.


 


Walddickicht

1965

Max Weiler – Walddickicht

 

Maße:    130 x 115 cm  
Technik: Tempera auf Leinwand



Lebenslauf

 


1910 geboren in Absam bei Hall in Tirol
1930–37 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien
1933 Meisterklasse von Prof. Karl Sterrer
1937 erhält Weiler den Rompreis, ein Stipendium der Akademie mit Aufenthalt in Rom
1939–42 Hilfslehrer in Telfs und Zams bei Landeck
1942–45 Dienst bei der Deutschen Wehrmacht in Oberitalien und Jugoslawien
1945–47 Ausführung der Fresken in der Theresienkirche auf der Hungerburg in Innsbruck
1951 erste Einzelausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, 
         in der Galerie Würthle in Wien und in der Neuen Galerie in Linz
1954–55 Wandmalereien im Innsbrucker Hauptbahnhof
1960 Vertreter Österreichs auf der XXX. Biennale von Venedig
1960 Großer Österreichischer Staatspreis 
1961 Gemäldeserie „Als alle Dinge“
1963 Gemäldeserie „Wie eine Landschaft“ mit ca. 100 Bildern
1964–81 Professur für Malerei an der Akademie der Künste
1975 erscheint die erste Monographie
1989 erste große Retrospektive im Museum des 20. Jahrhunderts, Wien
1990/92 Reisen zum Indischen Ozean, nach Kenia und Sardinien
2001 stirbt Max Weiler im Alter von 90 Jahren in Wien
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

Weiler zählt zu den bedeutendsten österreichischen Vertretern der modernen abstrakten Malerei. Er schuf Tafelbilder, Graphiken und zahlreiche Fresken, unter anderem in der Theresienkirche auf der Hungerburg (1945–47), im Hauptbahnhof (1954–55) und im Stadtsaal in Innsbruck (1960) und in der Friedenskirche in Linz-Urfahr (1951) sowie Mosaike, Glasbilder und Keramikwandbilder im öffentlichen Raum, die zum Teil starken Protest hervorriefen. Schon in seiner Studienzeit lernte Weiler durch seinen Lehrer Karl Sterrer die chinesische Landschaftsmalerei der Sung-Dynastie (960–1279) kennen, die ihn ein Leben lang beschäftigte und begleitete. Weiler ging es nicht um die topographische Wiedergabe von Landschaften, er versuchte die Natur als Ganzes, in ihrem Werden und Vergehen, das Geistige in der Natur zu begreifen und darzustellen. Ausgehend von der Natur und in enger Verbindung mit der Natur entwickelte Weiler eine expressive bis meditative abstrakte Malerei.