Fritz Wotruba

Wien 1907–1975 Wien


Fritz Wotruba

 


Künstler-Homepage: www.wotruba.at

 

Wotruba verhalf der österreichischen Plastik nach 1945 durch sein Werk und seine langjährige Lehrtätigkeit an der Wiener Akademie zu internationalem Ruf. Er hat mehrere Generationen Schüler ausgebildet, unter ihnen so bedeutende Bildhauer wie H. Leinfellner, J. Pillhofer, A. Urteil, J. Avramidis und A. Hrdlicka.


Kopf

1949


  • Fritz Wotruba – Kopf, 1949, Ansicht 1

     

  • Fritz Wotruba – Kopf, 1949, Ansicht 2

     

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Maße:    39 x 15,3 x 20 cm
Technik: Bronzeskulptur


Kopf

1953/54


  • Fritz Wotruba – Kopf, 1953/54, Ansicht 1

     

  • Fritz Wotruba – Kopf, 1953/54, Ansicht 2

     

  • Fritz Wotruba – Kopf, 1953/54, Ansicht 3

     


Maße:    34,8 x 18,8 x 20,5cm
Technik: Bronzeskulptur


Zwei Torsi

1970

Fritz Wotrube – Zwei Torsi

 


 

Maße:    45 x 38 cm

Technik: Lithographie auf Papier


Drei Lithographien "Ohne Titel"


  • Fritz Wotruba – Ohne Titel

     

  • Fritz Wotruba – Ohne Titel

     

  • Fritz Wotruba – Ohne Titel

     



Lebenslauf

1907 in Wien geboren
1921–24 Lehrzeit in einer Graveur- und Stanzenwerkstätte, 
1926–28 Besuch des Abendaktes an der Wiener Kunstgewerbeschule und 
         Schüler der Fachklasse für Bildhauerei von Anton Hanak
         lernt in der Klasse seine zukünftige Frau, Marian Fleck kennen
1930 Ankauf des "Jungen Riesen" durch die Stadt Wien
1932 Teilnahme an der Biennale von Venedig
1934 zwingen die Februarunruhen Wotruba und seine Frau, Wien zu verlassen 
         Arbeit in Zürich, Rückkehr nach Wien auf Vermittlung Carl Molls
1938 emigriert das Ehepaar Wotruba gemeinsam mit Familie Musil in die Schweiz 
         Aufenthalt dort bis 1940, wo sein Atelier in Zug zu einem Treffpunkt für viele Emigranten wird
         Begegnung mit Marino Marini, Germaine Richier und Fritz Hochwälder
1945 erwirkt Herbert Boeckl die Berufung Wotrubas an die Akademie in Wien, 
         wo er die Leitung einer Meisterklasse übernimmt
         im Wien der Nachkriegsjahre ist Wotrubas Heim Ort der Begegnung für 
         viele Künstler, Musiker, Schriftsteller und Studenten.
1946 Entstehung der Figur "Große Stehende"
1949 Entstehung der Figur "Große Sitzende" aus grob behauenen, kantigen 
         Quadern und Kuben, die nicht mehr der anatomischen Körperform folgen 
1950 Teilnahme an der Biennale in Venedig
1953 Wotruba wird künstlerischer Leiter der Galerie Würthle in Wien und fördert mit dem 
         durchgeführten Ausstellungsprogramm den kulturellen Wiederaufbau Wiens
1957 Weltausstellung in Brüssel 
1959 Documenta II in Kassel 
Ab 1965 befasste er sich mit der Planung der Dreifaltigkeitskirche am Georgenberg 
         in Wien-Mauer, die 1976 vollendet wurde
1975 stirbt Wotruba in Wien

Wotrubas Interesse galt der menschlichen Figur, insbesondere überlebensgroßen Aktfiguren, die er unmittelbar aus dem Block herausmeißelte. Anfangs stand er in der Tradition des Realismus. Nach der Rückkehr aus dem Schweizer Exil verwendete er, den Prinzipien von Statik und Tektonik folgend, zunehmend abstrahierte, kubische Formelemente, kantig-blockhafte Steinquader. Ab den 50er Jahren entstanden zahlreiche Arbeiten für den öffentlichen Raum (unter anderem Wagner-Denkmal, 1969, Mainz; "Große liegende Figur", 1971, Rotterdam), baugebundene Reliefs und Köpfe sowie Arbeiten für das Theater (1948–67 Wien, Salzburger Festspiele, Athen, Berlin) und ein umfangreiches graphisches Werk. 1974–76 wurde nach seinen Plänen (Entwürfe ab 1965) die Dreifaltigkeitskirche in Wien-Mauer errichtet ("Wotruba-Kirche"). 

Er erhielt den Großen Österreichischer Staatspreis 1958 und das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1971. 


Ausstellungen bis 1975

1931 Museum Folkwang, Essen
1932 Galerie Würthle, Wien
1936 Neue Galerie, Wien
1938 Kleiner Raum Clasing, Münster
1939 Kongresshaus, Zürich
1946 Galerie Welz, Wien
         Kunsthandlung Christian M. Nebehay, Salzburg
1948 Musée National d’Art moderne, Paris
1950 Buchhandlung Kosmos, Wien
         Carabinieri-Saal, Residenz, Salzburg
         Galerie Welz, Salzburg
1951 Amerika-Haus, München
         Palais des Beaux-Arts, Brüssel
1952 Galleria Gian Ferrari, Mailand
1954 Galerie Würthle, Wien
1955 Wanderausstellung des Institute of Contemporary Art, Boston, San Francisco, 
         Los Angeles, Seattle, Toronto, Chicago, St.Louis, Atlanta
1956 Istituto Austriaco di Cultura, Rom
1959 Galerie Würthle, Wien
1960 Fine Arts Associates, New York
1961/62 Wanderausstellung Paris, Dortmund, Karlsruhe, Wuppertal, Amsterdam, Berlin
1963 Galerie Wilhelm Grosshennig, Düsseldorf
         Galerie Charles Lienhard, Zürich
         Museum des 20. Jahrhunderts, Wien
1964 Marlborough-Gerson Gallery Inc., New York
         Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck
1965 Galerie Welz, Salzburg
         Graphische Sammlung Albertina, Wien
1967 Galerie im Taxis-Palais, Innsbruck
         Wanderausstellung, München, Hannover, Rotterdam, Edingburgh, Crewe
         Wanderausstellung Paris, Nantes, La Rochelle, Brest
         Künstlerhaus, Wien
1968 Galerie nächst St.Stephan, Wien
1969 Künstlerhaus Graz, Graz
         Národní Galerie v Praze, Prag
         Galerie im Erker, Graz
1970 Istituto Austriaco di Cultura, Rom
1971 Wanderausstellung, Ljubljana, Zagreb, Belgrad
         Europäisches Forum des österreichischen College, Alpbach
         Theater im Burgbachkeller, Zug
1972 Kärntner Landesgalerie im Stift Ossiach, Ossiach
1973 Mücsarnok, Budapest
         Galerie Hippolyt, St.Pölten
1974 Galleria Stendhal, Mailand
         Liechtensteinisches Gymnasium, Vaduz
         Ridotto del Teatro Regio, Parma
1975 Galerie Ulysses, Wien, BAWAG Fondation, Wien
         Rotonda di via Befana, Mailand
         Galleria Stendhal, Mailand
         Theater im Burgbachkeller, Zug